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Bad Diesel von ChiefGeronimo 2017-03-25

Ich kann dem Vorredner nur zustimmen, fast identischer Duft wie bei Invictus, also nichts Neues im wilden Westen

Acqua di Gio Giorgio Armani von PhoenixNoctulus 2017-03-24

Typisch aquatisch-zitrischer moderner Herrenduft. Das ist absolut nicht meine Duftrichtung. Positiv fällt mir aber auf, dass der Duft keineswegs aufdringlich und auch nicht unangenehm synthetisch riecht.

Außerdem hat er einen relativ komplexen Unterbau. Ich rieche diverse relativ milde Gewürze - u.a. Muskat, Koriander - und sogar unterschiedliche Blumennoten wie Rose, Veilchen, Jasmin, Freesien und - etwas herrendufttypischer - Alpenveilchen. Dazu eine schöne Basis aus verschiedenen kühlen und warmen Noten (einerseits Ambra und Patschuli, andererseits Eichenmoos und Zeder), eingebettet in leicht puderigen Moschus. Der Duft wirkt dadurch ziemlich komplex und nicht einfach nur minimalistisch nach Meeresbrise und Zitrone.

Apropos Zitrus, selbst, was den Zitrusakkord betrifft, ist dieser Duft recht komplex gebaut: Nicht einfach nur Bergamotte und Zitrone sind zu riechen, sondern dazu auch noch Mandarinen, Orangen, Limetten und Neroli (mir ist klar, dass das keine Frucht, sondern eine Blüte ist - allerdings ist hat sie einen zitrischen, leicht fruchtigen Duft).

Qualitativ finde ich Acqua di Gio durchaus hochwertig. Kaufen würde ich ihn nicht, da diese Duftrichtung einfach nicht meinem persönlichen Geschmack entspricht, aber ich finde ihn gut gemacht und zähle ihn zu den besseren Düften in dieser Kategorie. Haltbarkeit und Sillage sind moderat.

Secret Wish Anna Sui von PhoenixNoctulus 2017-03-24

Secret Wish mutet vom Flacon her recht kindlich an, den Duft als solchen empfinde ich hingegen als deutlich erwachsener. Kein "Alte-Leute-Duft", allerdings eben auch kein Kinderparfüm, auch nicht zwingend eines nur für Jugendliche.

Anfangs ist der Duft ziemlich zitrisch, sehr spritzig-fruchtig, auch säuerlich-süße Ananas rieche ich ziemlich deutlich. Honigmelone steuert einen leicht aquatischen Eindruck bei, außerdem ergibt sich merkwürdigerweise ein deutlicher an Kokos oder, noch eher, Feige erinnernder Eindruck. Ich denke, es ist die Mischung aus Melone, Cassis und samtigem Pfirsich zusammen.

Feige (ich bleibe dabei, der Duft erinnert sehr an Feige!) und Ananas mit Zitrus-Topnote also, als Basis deutlich Moschuspuder, etwas weniger (aber auch noch deutlich dosiert) dunkles Holz und, tatsächlich (was den Duft für meine Nase deutlich "unkindlich" macht), eine Menge herb-krautig-kühles Eichenmoos. Dazu noch ein ganz kleines Bisschen Ambra zum Aufwärmen.

Insgesamt bleibt der Duft allerdings für meine Nase ein eher kühler, etwas zitrischer und aquatischer Feigen-Ananas-Duft, hintergründig puderig-holzig-krautig. Der Duft ist relativ statisch, auch etwas synthetisch, was aber nicht übermäßig störend ist. Die Sillage ist moderat, die Haltbarkeit überdurchschnittlich.

La Vie de Boheme Anna Sui von PhoenixNoctulus 2017-03-24

Puderige, aquatisch-birnig untermalte Pfingstrose. Üppig rosa, blumig, gleichzeitig auch mit einer leicht wäscheartigen Frische. Dazu rieche ich süße Drachenfrucht und verschiedene hauptsächlich süße, nur ganz zart säuerliche, rote Beeren. Frische puderig-blumige Noten von Rose und Magnolie kommen hinzu, auch ein wenig zartwürzige Freesie. Als Basis dient eine riesige Menge enorm sauberer Pudermoschus, dazu ein Hauch süßlicher Vanille, cremiges, fast schon ein wenig milchiges, Sandelholz, außerdem eine undefiniert holzige Kühle.

Insgesamt würde ich den Duft als kühlen, zartholzigen, sehr sauberen cremig-puderigen Blütenduft mit Akzenten von Beeren beschreiben. Er könnte sogar als Sauber-/Wäscheduft durchgehen. Irgendwie hat er etwas angenehm "Altmodisches", Nostalgisches an sich (was an der Pfingstrosen-Magnolien-Kombination liegen dürfte). Er ist relativ statisch, nicht super-natürlich, aber auch nicht störend synthetisch.

Ich persönlich finde den Duft wirklich schön. Er erinnert mich an die Sommer, die ich als Kind im süddeutschen Mittelgebirge verbrachte, meine Großeltern lebten direkt am Berghang und hatten eine riesige Wiese hinter dem Haus, auf der meine Mutter morgens so manches Mal die Wäsche zum Trocknen aufhing. Und so duftet La Vie De Boheme auch: Gerade aufgehängte, noch nasse, Wäsche, Blütendüfte in der frischen Luft, ein bisschen Holz, ein bisschen Obst. Relativ bodenständig, irgendwelche "Boheme"-Assoziationen ergeben sich mir nicht, aber das muss ja auch nicht zwingend sein.

Die Sillage ist eher körpernah, die Haltbarkeit moderat.

La Nuit de Bohème Anna Sui von PhoenixNoctulus 2017-03-24

Süß-säuerliche Brombeerlimonade (spritzig mit großem Zitronenanteil) trifft auf ambratisch (Ambra, Patschuli) angewärmtes Holz (viel kühle Zeder, auch etwas Synthetik-Oud). Im Hintergrund bemerke ich noch etwas blumig-cremige Aquatik (Orchidee und etwas Lotus). Einen Hauch Rose erkenne ich auch noch, der irgendwo zwischen säuerlich-frisch und süß-fruchtig variiert. Aber hauptsächlich riecht man Zitrus, Beeren und einen holzigen Hintergrund.

Anfangs finde ich den Duft zu fruchtig-süß, auch etwas zu spritzig. Mit der Zeit kommen die Holztöne deutlicher zum Vorschein und die cremigen Blumennoten mildern die fruchtige Spritzigkeit auch noch etwas. Ab dem Zeitpunkt finde ich La Nuit de Boheme EdT schon deutlich angenehmer. Es bleibt allerdings ein relativ fruchtlastiger Duft.

Das gleichnamige EdP unterscheidet sich vom EdT schon sehr deutlich, vor allen Dingen hat es eine lecker-saftige Pflaumennote, einen schönen Sandel-Hintergrund und generell einige Facetten mehr als das EdT. Ich persönlich mag es mehr als das EdT, wobei ich dieses auch nicht schlecht finde. Als "richtigen" Oud-Duft würde ich es allerdings nicht einordnen, zwar ist da eine leicht rauchige Holzfacette, aber mit echtem Oud-Öl hat es nicht viel gemeinsam. Sicherlich war das bei einem Duft der Preisklasse auch nicht vorauszusetzen, allerdings habe ich schon deutlich naturnaher ausfallende Oud-Imitate, auch in diesem Preissegment, gerochen. Von daher: Für richtige Oud-Fans dürfte La Nuit de Boheme EdT wohl eher nichts sein, wer allerdings Brombeer-Holz-Düfte (als solcher funktioniert er nämlich sehr gut) mag, könnte diesen Duft mal probieren.

Sì Intense Giorgio Armani von PhoenixNoctulus 2017-03-24

Si Intense stellt - (Achtung, Binsenweisheit folgt ;) ) - eine intensivere Version vom originalen Si-Duft dar. Aber was heißt "intensiver"? Ich nehme den Duft als wärmer, fruchtiger und ein wenig facettenreicher, also auch dichter gewebt, wahr.

Die im originalen Duft vorhandenen "Eckpunkte" von Cassis, Freesie, Rose und dem kompletten Ambroxan-Vanille-Patschuli-Holz-Unterbau sind im Grunde wirklich identisch. Ich will daher lieber auf die Unterschiede eingehen: Und das wäre in erster Linie das Plus an fruchtig-süßen zitrischen Noten.

Ich nehme ziemlich viel warme, süße Mandarine wahr, Neroli und Osmanthus spielen auch noch ganz passend mit hinein. Als kleine Gegenbalance mag etwas Wermut eingebaut worden sein, allerdings nimmt man den kaum wahr, wenn überhaupt, dann nur als leichte Kühle, keineswegs als grün oder herb-krautig. Apropos herb: Auch Bergamotte ist in der Intense-Version von Si vorhanden, aber die wirkt auch nicht sonderlich bitter, sondern auch wieder eher fruchtig-spritzig. Ausschlaggebend ist beim Unterschied zwischen Original-Si und Si Intense wirklich die fruchtig-süße, warme orangige Note (wobei die unterschiedlichen "Zusatznoten" den Dufteindruck weiter verdichten, im Vergleich zum Original - ich schrieb ja schon: dichter gewebt). Und was macht nun diese zusätzliche Orangigkeit? Ich finde, sie verstärkt sehr deutlich den süß-vanillig-ambratischen und warmen Aspekt des Duftes.

Wem der originale Si-Duft schon zu süß war, dürfte an diesem hier wirklich keine Freude haben. Wem es allerdings nicht süß genug sein kann, und wer sich beim originalen Si noch etwas mehr (orangige) Fruchtigkeit gewünscht hat (oder wem der originale Duft nicht komplex genug war, obwohl ihm der Duftcharakter an sich durchaus gefiel) - da könnte sich der Test von Si Intense durchaus lohnen. Haltbarkeit und Sillage sind überdurchschnittlich.

Si Eau de Toilette Giorgio Armani von PhoenixNoctulus 2017-03-24

Die Eau-de-Toilette-Version von Si ähnelt dem Original sehr, teilt auch diverse Originalnoten exakt (Patschuli, Vanille, Rose, Freesie, Cassis, Holz und Ambra) - fällt aber insgesamt leichter und fruchtiger (und vor allen Dingen in seiner Fruchtigkeit facettenreicher), aber gleichzeitig doch weniger süß, aus.

Die neue Leichtigkeit und etwas geringere Süße basiert auf einer aquatischen Birne, zartherber Bergamotte, und sanften, luftigen, etwas teeartigen Blütennoten von Jasmin, Osmanthus und Neroli. Außerdem ist eine große puderige Moschusbasis vorhanden, in den alles etwas wattig einsinkt.

Was die Fruchtigkeit anbelangt, haben wir hier nicht nur Cassis, sondern einen richtigen sanft-spritzigen Fruchtcocktail aus tropischer Mango, frühsommerlicher Erdbeere und sonniger Orange. Insgesamt wirken die Fruchtnoten aber irgendwie "gedämpft", leicht verwässert, vermutlich wegen der Aquatik von Birne, Osmanthus und Co. Dadurch erscheint der Obstsalat aber auch nicht übersüß.

Insgesamt wirkt Si Eau de Toilette sanft fruchtig, etwas blumig, ganz leicht aquatisch, puderig, mit ambratisch-vanilliger Patschuli-Basis. Während Si EdP für mich einen Winterduft darstellt, könnte die EdT-Variante auch an ein wenig wärmeren Tagen (wenn auch nicht im Hochsommer) gut tragbar sein. Die Sillage ist moderat, die Haltbarkeit leicht überdurchschnittlich. Wer Si EdP (oder diverse ähnliche Düfte wie Flowerbomb, La Vie Est Belle oder Coco Mademoiselle) mag und eine leichtere Variante für den Frühling sucht, könnte Si EdT mal testen.

Si Giorgio Armani von PhoenixNoctulus 2017-03-24

Süß, blumig-fruchtig, ganz leicht würzig, gourmandige Vanille, ambratisches Patschuli. Ich finde Si leider nicht sonderlich originell. Die Mischung aus Cassis und Patschuli erinnert etwas an La Vie Est Belle, dieselbe Patschulinote kombiniert mit Rose und Vanille lässt mich auch an Flowerbomb denken. Auch ein Hauch Coco Mademoiselle ist mit drin. Si kommt mir vor wie ein großes Konglomerat aus diversen anderen in dieser Dekade erfolgreichen Damendüften (die aber untereinander sowieso schon Ähnlichkeit besitzen).

Tatsächlich rieche ich hier eine Basis aus balsamisch-süßem Patschuli (Patch + Ambrox + Vanille) mit einem unaufälligen Hauch Holz, um die Süße etwas zu verringern und den Duft geringfügig zu kühlen. Darauf dann süße Rose und leicht würzige Freesie, außerdem eine fruchtige Cassisnote, die aber irgendwie auch leicht wässerig ausfällt. Jemand schrieb im Forum mal, ein wenig erinnere Si sie an Gummibärchen - ich glaube, das ist diese verwässernde Cassisnote mit fruchtig-süßer, leicht geleeartiger Rose, die diesen Eindruck auslöst.

Insgesamt ist der Duft ziemlich fruchtig, warm und süß, für meine Nase daher eher etwas für Herbst und Winter. Die Sillage ist moderat, die Haltbarkeit überdurchschnittlich. Schlecht finde ich den Duft insgesamt nicht - hätte mich aber über etwas mehr Originalität gefreut.

Pagan Mayfair von PhoenixNoctulus 2017-03-24

Ich möchte an dieser Stelle noch etwas zum Eau de Cologne von Pagan schreiben. Das habe ich mir nämlich neulich mal mitbestellt - die Warnung von Aquaria hatte ich zu dem Zeitpunkt leider nicht mehr im Kopf...

Allerdings muss ich sagen, dass der Duft bei mir zum Glück nicht so schlimm übersüßt ausfällt. Es stimmt, der Duft wirkt nicht so facettenreich, die herben, kühlen und dunklen Noten sind deutlich gedämpft. Das lässt den Duft schon etwas süßer wirken, auch wärmer. Hauptsächlich rieche ich einen klassischen Blumen-Akkord auf Ambra und Moschus. Die Original-Signatur von Pagan kann ich da durchaus noch drin erkennen.

Direkt am Hals ist der Duft aber schon ein kleines bisschen zu süß und auch irgendwie zu "stickig" für meinen Geschmack, ja, auch komme ich nicht in Versuchung (anders, als beim reinen Parfum), regelmäßig an meinen Handgelenken zu riechen. Aber: Auf Distanz "funktioniert" der Duft dann aber doch. Mag jetzt ziemlich seltsam klingen, aber etwa auf Bauchhöhe auf die Kleidung aufgesprüht, sodass ich ab und zu bloß einen kleinen Hauch der Sillage in die Nase bekomme, ist der Duft doch noch ganz angenehm. So trage ich ihn nun auch ab und zu. Außerdem werde ich mich mal mit dem Layern versuchen und evtl auch mal ausprobieren, wie der Duft sich so macht, wenn man ihn beim Seifekochen benutzt (das verändert den Duft auch immer ein wenig). Also, ein ganz unnützer Kauf war es nicht - wäre bei (aufgerundet) 9 Euro für 100 ml allerdings auch zu verschmerzen gewesen.

Iris Bleu & Iris Blanc L`Occitane en Provence von PhoenixNoctulus 2017-03-24

Anfangs rieche ich bei Iris Bleu & Iris Blanc ganz klare, zarte, saubere Irisblüten. Etwas wässerig (auf eine angenehme Art und Weise), untermalt mit frischen Zitrusnoten; ein wenig süß-säuerliche schwarze Johannisbeeren spielen auch noch mit hinein.

Mit der Zeit wird der Duft immer puderiger. Auch die Irisnote wandelt sich ein wenig, bzw kommt zur klaren Blumigkeit auch noch eine puderige und eine karottige Note hinzu. Ins wunderbare Iris-Puder (noch einmal durch Moschus verstärkt) mischt sich eine fruchtig-süße, aber auch leicht hautartige Pfirsichnote. Daneben merke ich noch ein winziges Bisschen süßlich-würzige Blumigkeit in Form von Ylang-Ylang. Im Hintergrund auch noch eine minimale Menge kühles Zedernholz. Der Fokus des Duftes liegt allerdings ganz eindeutig auf den verschiedenen Ausdrucksformen der Iris - und das ist wunderbar gelungen!

Ein wenig schade ist an diesem Duft, dass die Sillage nur sehr gering ist, und auch die Haltbarkeit nur 2-3 Stunden erreicht. Das ist allerdings ein Problem, das ich leider auch schon bei mehreren anderen L'Occitane-Düften feststellen musste. Dafür finde ich den Preis von etwa 60 Euro für 75 ml Eau de Toilette tatsächlich etwas hoch angesetzt. Abgesehen davon ist Iris Bleu & Iris Blanc allerdings ein wirklich toller, absolut testenswerter Iris-Duft.

West Side Bond No 9 von noa69 2017-03-24

An den Film West Side Story kann ich mich schon kaum erinnern, da war ich noch ein Maedchen, ich weiss nur, dass ich Nathalie Wood sehr schoen fand und wollte auch so sein! Zum Schluss des Musicals habe ich ziemlich dolle geweint.
Der Name des Parfums erinnert mich sofort an West Side Story, der Duft passt mir aber nicht so ganz zum Film. Denn West Side von Bond No 9. passt eher zum Theater, oder zu einem schoenen Konzertsaal mit purpurroten dicken Samtvorhaengen, schwarzem Klavier und eleganten Abendroben.
West Side erzaehlt eine Geschichte von samtenen dunklen roten Rosen, sie sind ueppig, mit dunkelgruenen hoelzernen Staengeln und pudrigen weichen jedoch distazierenden Ylang und Moschus. Pfingstrose und Vanille geben Feminitaet, Zartheit und Suesse, Ambra und Moschus machen es zu einem pudrigen etwas trockenen Duft.
Obwohl West Side nach einem dunklen und schweren Parfum klingt, traegt man/frau ihn leicht, am Morgen konnte ich ihn gut vertragen, obwohl ich finde, West Side ist ein typischer Abend Ausgeh Duft. Ich wuerde ihn z.B. bei einem romantischen Dinner tragen, ins Theater, Oper...Aber es eignet sich auch tagsueber, wenn wir ein wenig romantischer Dramaturgie dem Tag geben wollen :)
Haltbarkeit und Sillage gut. So wie der Duft, der den Liebhabern von likoerhaften dunklen eleganten Rosen gefallen sollte. Mir gefaellt er sehr gut, jedoch muss ich den ganzen Flakon nicht haben. Mir fehlt etwas hier, oder ich finde ihn einfach zu korrekt...zu...langweilig? Aber einen Test sicher wert!

Reve Fou NANA.M von aquaria 2017-03-23

Meine erste, erstaunte Assoziation beim Aufsprühen war Bazooka Kaugummi! Und das meine ich absolut nicht negativ. Im Gegenteil; der Duft bringt mich bei jedem Aufsprühen unweigerlich zum Lächeln.
Ich weiß gar nicht, ob diesen Kaugummi jemand noch kennt und ob es ihn überhaupt noch zu kaufen gibt, aber dieses rosafarbene, zuckrig-trockene, pudrige, eigentlich müsste ich schreiben: cremig-"mehlige", und süß-fruchtige Aroma bietet mir „Reve Fou“ in den ersten Minuten.
Rasch wandelt sich dieser Eindruck zu dunkler Edelherb-Schokolade mit Himbeermarkfüllung, wobei die Schokonote nur hauchdünn angedeutet scheint, während die Fruchtigkeit dick und satt rüberkommt. Ich muss ehrlich sagen, dass mir der Duft über lange Strecken einfach zu süß-fruchtig, zu himbeerrosa ist, obwohl er sich nicht aufdringlich entwickelt. Da ist schon eine zuerst schwache, später deutlicher werdende herb-holzige Begleitnote zu merken, die die Süße des Duftes zumindest ein bisschen einbremst. Außerdem vernehme ich im Hintergrund den Tannenbalsam, der eine Art „gläserner“ Harzigkeit und bei genauem Hinriechen auch einen aquatischen Touch mitliefert, was für Tannenbalsam nicht ungewöhnlich ist, wie ich erst vor kurzer Zeit lernte. ;-)
In den nächsten 2-3 Stunden dunkelt der Duft stark nach. Der tannige Eindruck verstärkt sich, dunklere Holznoten treten hervor und verdrängen nach und nach die fröhliche Fruchtigkeit der ersten zwei Stunden. Sie lugt manchmal noch schwach zwischen den Ästen hervor, aber der immer waldiger werdende Duft überlagert die Himbeeren schließlich fast vollständig.
... Bis sich der Duft noch mal komplett dreht, der Tannenwald sich plötzlich lichtet und ein sehr schöner, milder, leicht süßlicher Puderduft entsteht, in dem ich jetzt ein liebliches Veilchen und süß-aromatischen Zimt deutlich merke.
Die anfänglich intensive Himbeer-Fruchtigkeit hat sich zu einem milden, warmen, fast transparenten, rosigen Leuchten abgeschwächt. Mit einem winzigen Klacks Vanille und viel luftigem, transparent süßem Benzoeharz bietet mir jetzt der Duft das, was ich eigentlich bei „„Poudre de Reve“ erwartet, aber nicht gekriegt habe: Eine sehr angenehm vor sich hindüftelnde, mäßig warme, mäßig süße, mäßig zimtwürzige Puderbasis, die leise, zart und unaufdringlich noch ein paar Stunden an der Haut verweilt.

Poudre de Reve NANA.M von aquaria 2017-03-23

Ein Puderduft, den ich mir auch an Männern gut vorstellen könnte. Es handelt sich nämlich um ziemlich holzigen Puder. Helles Holzmehl, das zwar typisch süß-pudrig anfängt, wenn die Zeder noch als leise, pudrige Begleitmusik zur trocken-mehligen Iris, zum sehr, sehr milden Ingwer und zu schwach vernehmlichen, warmen und leicht süßlichen blumigen Akzenten fungiert, aber bald in eine kräftigere, trocken-holzige, eher unsüße und ziemlich nüchterne Richtung geht.
Der Duft startet an mir schnarchnasig, bietet in den ersten 15 Minuten eine stille, fast schon „müde“ Aura mit trockenem Puder und schaler Ingwerwürze. Dann startet „Poudre de Reve“ aber richtig durch.
Der Duft verwandelt sich rasch in leicht rauchigen und auch herben Holzpuder, der sich sukzessive herber und dunkler entwickelt.
Nach ca. 2 Stunden trage ich einen sehr holzigen, manchmal beinahe bitteren Puderduft, in den sich, je näher zur Basis, immer deutlicher eine für mich drückende Note einschleicht. Ich habe Kaschmirholz schon beim Blindtest vermutet, die Duftpyramide bestätigt mir meinen Eindruck.
Und wie es leider so ist: Noten, die man nicht mag, schieben sich extra breit in den Vordergrund. So rieche ich die restlichen Stunden vor allem dieses warme, auf mich in dieser Umgebung muffig wirkende Kaschmir. Trotzdem noch ein ausgeprägter Puderduft, aber mir fehlt hier die Leichtigkeit. Der Duft ist mir nach einer Weile zu holzig und zu kaschmir-drückend.

Moon La Rive von JaneDarkness 2017-03-23

La Rive Moon ist ein Dupe zu Hugo Boss Boss Nuit Pour Femme. Es hat eine sehr gute Haltbarkeit und ist für mich die perfekte Alternative zu dem, ja doch eher kostenintensiven Parfüm von Hugo Boss.

All About Eve Joop! von KarateArwen 2017-03-23

Eve ist schon ein kleiner Klassiker.Auf dem damaligen Duftmarkt wurde er sehr groß aufgezogen.In den Parfumerien waren viele Auslagen mit Äpfeln dekoriert und natürlich mittendrin der schöne niedliche Flacon von Eve.Ich fand ihn damals sehr interessant.Ein Apfelduft war zu dieser Zeit mal etwas Anderes.Ich hatte immer einen Duft gesucht ,der nach Äpfeln riecht.Eve riecht nach einem grünen säuerlichen Apfel mit einer fruchtigen feminen Note.Er wird weich und frisch auf der Haut.Er hat eine köstliche Seite.Ich denke das ist der Zimt ,der ihn so zum Anbeißen macht in Verbindung mit Vanille.Lecker.Ich muss ihn wieder mal im Kaufhaus auflegen und eine Zeitreise machen.

Mon Guerlain Guerlain von KarateArwen 2017-03-23

Ich habe eine Probe von Mon Guerlain erhalten und gestern als Schlafduft getestet.Dieser Duft zeigt viele Facetten.Am Anfang ist er ganz weich und süßlich ,dann wird er etwas kompakter und warme Noten machen sich breit.Welcher Duft mir aber wirklich schon mal begegnet ist ,Joop le bain?So rein und strahlend ,beruhigend und sauber.Unterschwellig vernehme ich ein wenig Shalimar und die typische Guerlainnote?Heute Morgen ist der Duft immer noch da und hat eine enorme Haltbarkeit.Interessant ist der Duft und muss noch weiter getestet werden.

Splendor Elizabeth Arden von KarateArwen 2017-03-23

Splendor ist ein reiner und erfrischender Frühlingsduft.Er wartet mit Maiglöckchen und frischen ,grünen Noten auf.Ich finde ihn sehr waschmittelmäßig ,welches ich natürlich sehr gut finde.Die Hyazinthe gibt ihn diese saubere und köstliche Note.Es ist gerade so ,als wenn du deinen Kopf in einen Kübel voller Waschpulver steckst.Ich finde ihn einzigartig schön.Splendor kann zu jedem Anlass getragen werden.Der Flacon ist passend zum Duft.Hell und klar.Die Haltbarkeit liegt bei über 12 Stunden und ist an der Kleidung noch länger zu vernehmen.Für jeden Waschmitteljunkie eine Wohltat.

Ex`cla-ma`tion Coty von noa69 2017-03-22

Eine cremige, glatte Vanille, die mich an die gleiche Sorte von Sun Jil Sanders erinnert. Hier wird sie jedoch nur die Basis, der Hintegrund fuer Pfirsich, Sandalholz und Hiazynthe...ups, ich sehe gerade, da ist keine Hiazynthe! Der Duft hat naemlich eine interessante fuer manche vielleicht schwierige Note, metallisch, etwas streng, gibt aber ein Merkmal, etwas Aussergewoehnliches.
Frueher, Anfang 90 ziger war Exclamation ein Hit in Polen, man konnte das Parfum ueberall riechen. Das stoerte mich, und auch diese "komische" strenge, aufdringliche metallische Note.
Heute empfinde ich sie gerade interessant und vielleicht deshalb kann ich den Duft schon paar Tage nacheinander tragen, die Note beschaeftigt mich jedesmal, aber positiv. Vielleicht finde ich Exclamation auch gut der Erinnerungen an meine Jugendzeit wegen...
Vor einiger Zeit habe ich mich mit meinen gleichaltrigen Freundinnen getroffen. Sie haben beide gefragt, wonach ich dufte? Als sie die Anwort bekamen, haben sie gelaechelt: "Den gibt es noch?". Ich habe das vertaeumte Laecheln in ihren Gesichtern gesehen :)
Den Duft fanden beide immer noch gut, obwohl es nicht mit jedem meiner "NostalgieParfums" so ist.
Haltbarkeit und Sillage moderat.

Jasmin Vert Miller Harris von noa69 2017-03-22

Eine grosse Ueberraschung! Ist das kein Tuberosenduft? Da ich den exakten Namen vergessen habe, war ich es sicher! Dann doch die Ueberraschung: Jasmin!
Eine kleine Abfuellung davon besitze ich und weiss selber nicht, ob ich den Duft mag oder nicht.
Den "Zutaten" nach und auch der Firma nach, sollte ich das Parfum lieben, wenigstens moegen, aber irgendwas stoert mich hier.
Vielleicht bei hohen Temperatueren im Sommer wird es besser sein, im Moment, kuehler Fruehling, erscheint mir Jasmin Vert zu schwulstig, zu animalisch, obowhl ich in der Hinsicht nicht so aengstlich bin. Irgendwas stimmt hier fuer meine Nase nicht. Vielleicht sind das Heu und Narzisse, die zusammen gestellt einen zu animalischen schwulstigen Geruch abgeben, es riecht ein wenig wie in einem Pferdestall, es ist nur eine Spur, mir jedoch zu viel des guten.
Das Parfum ist enorm blumig: nicht existiernde Tuberose alias Jasmin, nussig, oelig, etwas krautig, wie oben Kolibri schon schrieb: gemueseartig ( Sellerie) und etwas Gruenes dazu, schweres, nicht frisches. Es erweckt in mir ein Gefuehl vom Dschungel, schwere, feuchte, heisse Luft, viele grosse Blaetter, die den Himmel verdecken.
Ich denke, das Gemueseartige plus Heu und zu viel Animalisches stoeren mich, die anderen Noten, die ich so mag wie Cassis, Sandelholz oder sogar Narzisse sind versteckt oder ersticken unter der dumpfen, schwulstigen animalischen etwas sellerigen Tuberosen Note...Schade.
Sillage und Haltbarkeit musterhaft: lang, nicht zu stark aber gut fuer Traeger/in und Umgebung wahrnehmbar!

Romantica Anna Sui von PhoenixNoctulus 2017-03-21

Den Flacon finde ich so schön (wenn auch eher auf die verspielt-romantische denn auf die elegante Art und Weise - wobei ich meine, beim Blumenmuster einen schönen Jugendstil-Touch zu erkennen)... Aber der Duft ist leider wirklich nur Durchschnitt. Blumig-fruchtig-süß, leider etwas synthetisch anmutend.

Anfangs auch sehr zitrisch (Grapefruit, Bergamotte), mit leicht aquatischen Untertönen (wässeriger Jasmin, grünliche Lilie). Danach synthetische Noten von Pfingstrose (unpuderig-blumig), Osmanthus und Rose (säuerlich), vermengt mit extrem süßem Granatapfel und Orange. Insgesamt ist der Duft für meine Nase zu süß und auch zu zitrisch gestaltet. Einfach überdosiert und ohne irgendeine Gegenbalance.

Mit der Zeit nimmt die Fruchtigkeit zum Glück etwas ab, einen Zitrus-Schock gibt es auch nicht mehr. Dafür kommt Moschus und Sandel hervor, der Duft wird in seiner Blumigkeit sanfter, und deutlich untermalt mit puderigen und hellen, cremigen Nuancen. Ab dem Zeitpunkt finde ich den Duft okay, aber Durchschnitt bleibt er halt leider. Einer von vielen synthetisch blumigen Düften, die es im Mainstream-Bereich en masse gibt.

Meine Miniatur werde ich zwar vielleicht ab und zu mal verwenden, wenn ich zuhause bin; vielleicht lässt sich der Duft im Hochsommer auch etwas besser tragen (möglicherweise nimmt die Heftigkeit der Fruchtnoten dann etwas ab?); ich werde es ausprobieren. Bislang finde ich es aber einfach nur schade, dass der Duft absolut unoriginell ist (nachdem z.B. mit Anna Sui Classic ein wunderbarer rosig-kühler Puderduft gelungen ist).

Haltbarkeit und Sillage sind moderat.

L’Amour Rose Anna Sui von PhoenixNoctulus 2017-03-21

Knallig süße zuckerige Noten; frühlingsfrische Kirschblüten und zuckerig-fruchtig-süße Mandarine rieche ich auch, auch einen Hauch zitrischer Weißblüher (Neroli) - darüber hinaus aber auch deutlich verschiedene sehr süße Tropenfrucht-Noten (auch, wenn sie in der Duftpyramide nicht angegeben sind). Guave oder Honigmelone meine ich, recht deutlich zu erkennen. Dazu eine deutliche rosige Note und etwas Marzipan (Tonka, Heliotrop?) - ob sich das hinter der "Macaron"-Note verbirgt? Es könnte allerdings auch die Pistazie sein. Im Hintergrund bemerkt man noch etwas Puderigkeit. Und fertig ist L'Amour Rose.

Tatsächlich würde ich den Duft als bonbonfarben beschreiben. Pastellig. Nicht unbedingt komplett rosa, vielleicht auch noch mit etwas lindgrün und apricot. Wahrscheinlich bin ich da beeinflusst von diversen thailändischen Nachspeisen auf Basis von Reismehl, Zucker und Kokos, die oftmals ziemlich deutlich mit Lebensmittelfarbe coloriert werden - eben in Rosa, Hellgrün, Gelb, Orange. Egal, ob Woon Krob, Salim oder Bua Loy - irgendwie schmeckt das alles relativ gleich für mich: zuckerig-milchig. Ich glaube, was europäische Süßspeisen betrifft, kommen Macarons geschmacklich schon ziemlich nah dran (wenn sie auch eher weniger milchig ausfallen).

Und eben dieses Zuckerig-Süße rieche ich hier, dazu - wie gesagt - die (wovon auch immer bedingten) guaven- und melonenartigen Fruchtnoten. Insgesamt würde ich L'Amour Rose als süß-fruchtig bezeichnen. Die Guaven-Melonen-Kombination hat darüber hinaus einen leicht aquatischen Anteil, dadurch wird der Duft insgesamt nicht zu warm und auch nicht wirklich schwer, was ich für einen so fruchtig-süßen Duft doch etwas ungewöhnlich finde. Süß bleibt er dennoch, SEHR süß. Das muss man schon mögen, um mit L'Amour Rose zurecht zu kommen (und eine Abneigung gegen Tropenfrüchte sollte man auch nicht haben).

Die Sillage ist moderat, die Haltbarkeit ebenso.

Flight Of Fancy Anna Sui von PhoenixNoctulus 2017-03-21

Zitrone und Yuzu. Sanft, kaum säuerlich, durch die Litschi-Note sogar leicht wässerig-süßlich. Im Hintergrund ein wenig puderig-blumige Magnolie, marmeladige Rose. Die Basis ist eindeutig Moschuspuder mit einer leichten Nuance kühlem Holz, andererseits aber auch einem Hauch warmem Ambra, sodass der Duft insgesamt relativ moderat temperiert ist.

Noch kürzer gefasst: Zitrusfrucht, süßlich mit Litschi untermalt, darunter leicht puderig und blumig.

Die Noten wirken alle nicht ganz natürlich, aber das stört mich hier keineswegs, denn insgesamt erinnert mich der Duft irgendwie an Zitrusdrops. Bonbons - nicht übermäßig süß, aber eben auch nicht wirklich prickelig oder sauer, sondern ganz ganz sanft, fast etwas seidig, mit einer zarten Blumigkeit. Wirklich lecker. Im Sommer durchaus auch ein wenig erfrischend, ohne jedoch wirklich kühl oder gar brisig zu sein. Ich finde übrigens, dass diese Farbmischung aus hellem Gelb und Rosé, die den Flacon auszeichnet, außerordentlich gut zum Duft passt.

Auch, dass der Duft ziemlich statisch ist, stört bei dem angenehmen Dufteindruck keineswegs. Aber einen Makel hat Flight of Fancy leider doch: Die extrem geringe Haltbarkeit. Mit der hautnahen Sillage kann ich bei einem Duft mit diesem Charakter durchaus leben. Aber die Haltbarkeit von kaum 1,5 Stunden finde ich einfach zu wenig. Das ist wirklich schade, besonders auch für den Originalpreis von 40 Euro für 50 ml.

Night of Fancy Anna Sui von PhoenixNoctulus 2017-03-21

Eine Schüssel mit in Milch schwimmenden Waldbeeren: Vor allen Dingen eine riesige Portion Blaubeeren, aber auch ein paar feine, sehr süße Walderdbeeren. Die Milchnote wirkt erstaunlich echt, nicht übersüß, wie viele andere Milchnoten, die mir schon in Düften begegnet sind. Außerdem ist sie deutlich mit samtigem, leicht hautartigem, Cashmeran vermengt.

Ein bisschen Kühle bringt klarer, luftiger Weihrauch ins Spiel - dadurch wird der Duft insgesamt etwas frischer. Wobei gegen das Abdriften ins Überwarme (und zu Gunsten eines größeren Facettenreichtums) auch noch etwas Zitrus im Auftakt und später ein Herz aus luftig-leichten weißen Blüten mit eingeflochten wurden. Was die Weißblüher betrifft, rieche ich hauptsächlich zarten, etwas wässerigen Jasmin, aber auch eine ungewöhnlichere Note kann man in Night of Fancy finden: Die Kranzschlinge, sicherlich besser bekannt unter dem schöneren Namen Seidenblume. Wer sie im Wintergarten oder im Kübel im Garten hat (oder sie zumindest einmal wissentlich riechen konnte), dürfte ihren intensiven weißblühertypischen Duft wiedererkennen.

Kurzgefasst bleibt Night of Fancy ein Blaubeer-Milch-Duft, in den auch ein paar Walderdbeeren und luftig-leichte Weißblüher hineinspielen, auf einer Basis, die sich in einen leicht warmen, wattig-samtigen, und in einen kühl-ätherisch-harzigen Teil aufteilt. Die Sillage wird leider schnell körpernah, die Halbarkeit liegt aber doch im moderaten Bereich. Wer milchige Beerendüfte mag, könnte an Night of Fancy seine Freude haben und sollte den Duft auf jeden Fall testen.

Fresh Desigual von CatherinaSforza 2017-03-21

Diesen Duft sah ich heute für 10,- (15ml) in der Drogerie und wurde promt aufgrund des für Desigual typischen floralen, frühlinghaften Designs, neugierig.

Es ist ein sehr zitrisch frischer, jugendlicher und minziger Duft, der rasch in seine holzig warmen Basisnuancen übergeht.

Für eine kurze Brise -Erfrischung zwischendurch zwar ganz gut, leider als Gesamtkomposition zu wenig überzeugend und zu kurz haltbar um als dauerhafter Kandidat in meine Sammlung einzugehen.

Clinique Wrappings Clinique von noa69 2017-03-21

Was fuer ein Glueck, dass an mir Wrappings wie ein Schal aus frischem Moos, delikaten Hoelzern und vor allem viel viel Gruen und meiner geliebten Hyazynthe wirkt.
Einfach genial frisch, dezent seifig, enorm vintage, gruen - gruen und blumig, ein Hammer Duft, wie ein Spaziergang durch den Wald am sonnigen Winter/Fruehlings Morgen, ganz frueh, wenn die Sonne erst aufgeht, noch milchig weiss, Wassetropfen auf den Blaettern, es ist feucht, kuehl, moosig, erquickend und belebend.
Sillage und Haltbarkeit super, so wie die gute Laune nach so einem Spaziergang, macht den Tag, stellt optimistisch ein, verfaerbt Backen rosa, wir pusten in die kalten Haende und freuen uns, die Natur so geniessen zu koennen.
Nicht fuer jeden/jede ist Wrappings, es ist schon ein spezieller Duft, streng naturverbunden, doch mit starkem Retro Look, es hat was Seifiges und altmodisch elegant Gruenem. Und die Hyazynthe obendrauf!
Erstaunlich, dass mir Wrappings so gut gefaellt, es ist gar nicht mein Beuteschema. Sachen gibt's...;)

Sweet Like Candy Ariana Grande von KarateArwen 2017-03-21

Mit Candy bin ich beim Sport aufmerksam geworden.Eine Kollegin hatte ihn aufgelegt.Ich war sofort hin und weg.Aber eigentlich ist Candy kein Duft für sportliche Aktivitäten.Ich denke durch die Wärme hat er sich aber erst richtig breit gemacht und sein Können gezeigt.Candy geht schon sehr in die Richtung von Pink Sugar oder auch Meow von Kathy Perry.Quasi ein sehr gute Mischung aus beiden Komponenten.Anfangs aufgesprüht ist er noch sehr stechend zu vernehmen.In dieser Phase erinnert er mich nur an ein gut gemachtes Deo ,aber im Laufe der Zeit mischen sich schöne warme Orangennoten mit zuckrigen Untertönen dazu.Es entwickelt sich ein reichhaltiger Zuckerwatteduft.Er ist dezenter als Pink Sugar.Cremiger und pudriger.Ein schönes weiches Parfum,welches ich sehr einhüllend finde.Haltbarkeit enorm und über 12 Stunden.Ein Tipp für Zuckerwattenliebhaber.

Iceberg Iceberg von KarateArwen 2017-03-21

Alte Liebe rostet nicht.So wie Iceberg.Ein schöner grüner erfrischender Duft.Er hat eine fazinierende aromatische Note ,die reinlich riecht.Für mich der perfekte Duft um abzuschalten oder zum Sport.Er ist zwar etwas nostalgisch ,passt aber absolut in eine Sammlung ,wenn man süße Düfte nicht auflegen möchte.Das passende Duschgel finde ich auch ganz toll .Es ist richtig köstlich,wie eine Aromatherapie ,mit grünen Noten.Ich meine auch leichte Kieferakkorde wahrzunehmen.Der Preis für eau de Parfum und Duschgel sind sehr preisgünstig.Der Duft hat eine Note die irgendwie süchtig macht.Ich weiß nur noch nicht ,welche das sein soll?Den Duft kann man jederzeit auflegen und würde niemanden damit belästigen.Wer grüne ,waldige Düfte mag ,der sehr feminin sind und erfrischend ,sollte Icberg testen.Auch absolut für die Saubärfraktion geeignet.Ich meine auch einen leichten seifigen Einschlag zu erschnuppern.Also grün leicht seifig mit Nadelholz und Kieferngrün mit aromatischen warmen Noten.

Armani Code Satin Giorgio Armani von PhoenixNoctulus 2017-03-20

Armani Code Satin würde ich als Wintervariante von Armani Code bezeichnen. Obwohl der Duft deutlich mit gourmandiger Vanille, Kakao und Pralinennoten aufgesüßt wurde, außerdem dem Duft eine fruchtige Sorbet-Note hinzugefügt wurde, kann man die originale Armani-Code-Signatur noch deutlich erkennen: verschiedene sanfte, sommerlich leichte Weißblüher wie Jasmin, Orangenblüte und dieses Mal auch Neroli, dazu eine recht zarte Ingwernote und ein sanft-aquatischer Anklang von Birne. Interessant, wie das "Aufsüßen" mit Gourmand-Noten den Gesamteindruck deutlich verschiebt und aus einem absolut frühlingshaften bis sommerlichen Duft einen Herbst- und Winterduft machen kann. Dazu trägt sicherlich auch das ambratische Patschuli mit bei, das den Duft weiter aufwärmt und ihm mehr Tiefe gibt. Insgesamt empfinde ich Satin als ziemlich gelungen; wer den originalen Armani-Code-Duft liebt und etwas Gehaltvolleres für kältere Tage sucht, sollte Satin auf jeden Fall mal testen. Die Sillage ist, wie gewohnt, moderat, die Haltbarkeit überdurchschnittlich.

Armani Code Luna Giorgio Armani von PhoenixNoctulus 2017-03-20

Die originale Signatur von Armani Code findet man auch bei Luna deutlich wieder: Luftige Orangenblüten, zartherbe Bitterorange, eine zarte Vanillenote.

Darüber hinaus ist Luna allerdings - und das passt super zum Namen, der an blassbläuliches, zartes Mondlicht denken lässt - deutlich luftiger, frischer, leichter, vielleicht auch ein wenig aquatisch. Die Süße wurde deutlich gedrosselt (keine Honignote!), außerdem weiter durch herbe und frisch-blumige Anteile ausbalanciert. Da wäre einerseits die Bergamottenote, die herb und frisch den Auftakt zum Duft bildet, Osmanthus und Birne sorgen für Wässerigkeit. Auch ein wenig Petitgrain findet sich in der Kopfnote. Deutlich fällt bei Luna auch die Mondblumennote auf, eine süßliche, aber gleichzeitig auch frische nachblühende Pflanze. In der Basis von Luna wird die Vanille dieses Mal nicht von süßem Honig und cremigem Sandelholz begleitet, sondern von zartem Wildleder, einer coumarinigen Tonkanote und kühlem Zedernholz. Tatsächlich hat das leichte Holzig-Herb-Frische schon fast ein wenig maskuline Nuancen - für mich stützt es weiter die Assoziation zu kühler Sommernachtsluft.

Beim originalen Armani-Code-(Damen-)Duft hatte ich einen italienischen Garten mit Nachtblühern und Orangenbäumen in einer lauen Sommernacht vor Augen. Bei Luna ist es später geworden, die Nachtluft kühler, außerdem schweift der Blick vom Garten hinüber auf einen benachbarten See. Die Szenerie hat etwas Sehnsüchtig-Romantisches, vielleicht sogar leicht Melancholisches an sich.

Es stimmt, Luna ähnelt dem originalen Armani Code schon noch deutlich, aber er ist eben doch stimmungsmäßig geringfügig anders. Der Duft ist auch nicht minder schön, sondern einfach nur auf eine andere Weise. Ich finde den Flanker genauso wunderbar wie das Original. Dadurch, dass der Duft insgesamt leichter und kühler wirkt, ist allerdings auch die Sillage ein weniger zarter, und auch die Haltbarkeit erreicht nur das untere Ende der moderaten Skala. Dennoch ist es schön, dass ich Luna in meiner Sammlung habe.

Armani Code for Women Giorgio Armani von PhoenixNoctulus 2017-03-20

Armani Code gilt als moderner Klassiker. Tatsächlich war der Duft, trotz seiner eigentlich gar nicht so komplexen Komposition, bis zu seinem Erscheinen etwas recht Ungewöhnliches (mittlerweile gibt es ja Dutzende von Dupes). Ja, Weißblüherdüfte gibt und gab es schon etliche zuvor, aber irgendwie hat Code doch etwas, was sich von den üblichen Weißblüher-Düften deutlich abhebt...

Ich weiß, viele ordnen Armani Code als Winterduft ein. Interessanterweise empfinde ich das, so, wie der Duft sich bei mir entwickelt, etwas anders. Es mag daran liegen, dass die Vanille- und Honignoten sich bei mir nicht allzu stark und warm entwickeln. Ja, sie sind schon da, allerdings wirkt die Vanille bei mir relativ leicht, und die Honignote hat für mich diese typische "Nachtblüher-Süße", weniger etwas von Gourmand und Gebäck. Hauptsächlich rieche ich leichte weiße Blüten, besonders leichtflüchtige Orangenblüten, aber auch etwas frühlingshaften Jasmin. Dazu kommen orangige Noten - eine ganz tolle herbfruchtige Bitterorange, aber auch etwas süße, saftige Orange/Mandarine(?). Ingwer bringt eine gewisse luftige Kühle mit hinein, Sandelholz unterfüttert den gesamten Duft angenehm zartholzig und cremig.

Zartes Holz, luftige Kühle, weiße Blüten mit Honig, die sich olfaktorisch in Nachtblüher verwandeln, dazu herb anmutende Orangen (dazu durchaus auch etwas Vanille, aber eher sanft und luftig) - ich muss an einen (italienischen) Garten an einem lauen Sommerabend denken. Deswegen ist Armani Code für mich auch eher ein Frühlings- und Sommerduft. Für Abends allerdings, da durch Vanille und Honig schon ein kleines Bisschen Süße und "Gewicht" vorhanden ist.

Ein sehr schöner Duft, den ich gerne trage. Wohl (inklusive dem Luna-Flanker) sogar mein liebster Duft aus dem Mainstream-Bereich. Die Sillage ist moderat, die Haltbarkeit überdurchschnittlich.

Eau des Baux L`Occitane en Provence von RadostTina 2017-03-20

Diesen Schatz habe ich bei meiner Suche nach einem mediterranen Duft (für meinen Mann) gefunden. Eine Liebe von dem ersten Schnuppern, die gleich zu Kauf führte.

Holz, Harze und Kräuter ziehen mich seit einer spontanen Reise nach Malta an. Drei abenteuerliche Tage, kurz vor Weinachten, 18 Grad Temperatur. Echte Rückreise nach dem Herbst oder sogar nach dem spätem Sommer. Zu Hause lagen die Temperaturen unter Null. Die Insel roch nach pikanten mediterranen Kräuter. Eine Woche vor Weihnachten gab es etwas magisches in der Luft.

In Eau de Baux wird mein Lieblingskombo Holz, Harze und Kräuter von süßer Vanilie und Tonkabohne unterstrichen, die eine gewisse Wärme geben, ohne süßlich zu wirken. Ein Blick auf die Duftnoten und ich verstehe gleich warum der Duft mich an die Insel Malta erinnert. Weihrauch und decente Zypresse von den zahlreichen Kirchen und Kathedralen; Cardamom und rosa Pfeffer von den exotischen Gerichten.

Ich liebe diesen Duft an meinem Mann. Manche Herrendüfte finde ich passend für Frauen. Eau de Baux ist aber maskulin und sinnlich. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich.

Grey Flannel Geoffrey Beene von PhoenixNoctulus 2017-03-18

Grey Flannel ist für mich anfangs oliv ;) Oder irgendwo zwischen Oliv, Khaki, Beige... Irgendeine erdig-schilfig-sandige Naturfarbe. Anfangs riecht er sehr grasig, auch leicht sandig. Etwas genauer ausgedrückt, erinnert mich der Geruch an die wieder mit Gras und Gestrüpp bedeckten Brachflächen im Berliner Umland, auf denen wir als Kinder stundenlang herumgewandert sind. Kilometerweit scheinbares Niemandsland, ehemaliges Grenzgebiet. Dafür wuchsen dort etliche Arten von Wildkräutern (auch die glaube ich bei Grey Flannel mit der Zeit herauszuriechen), und etliche Wildtiere konnten sich dort ungestört verbreiten. Von Mäusen und Wildhamstern über verschiedenste Vogelarten bis hin zu Feldhasen und Füchsen.

Mit der Zeit rieche ich etwas mehr Zitrus, außerdem wird es waldig-moosig und erdig. Aus Oliv wird ein gräuliches Dunkelgrün. Dichte Tannenwälder, graubraune Baumstämme, es ist ziemlich dunkel. Auf alten Baumstümpfen sieht man bunte Flechten, von grau bis rotorange, an den Stämmen noch lebender Bäume verschiedene Arten von Moos. Ja, auch ein wenig moderig riecht der feuchte Walderdboden.

Und dann wird der Duft puderiger. Moschusartig, aber es scheint wohl doch eine Mischung aus Veilchen und Iris zu sein. Auch etwas leicht Salziges hat er an sich. Außerdem kommen deutlich blumige Aspekte ins Spiel, nicht mehr nur feine Wildkräuter, Gras und Nadelbäume. Als wenn es während der langen Wanderung, die erst über die Graslandschaften und danach durch ein paar Wäldchen führte, nun wieder in bewohntere Gebiete ginge, zurück in die Vorstadt, an vielen Einfamilienhäusern mit üppig bepflanzten Gärten vorbei. Es ist Sommer. Die Geranien blühen. Kletterrosen, Schwertlilien, Salbei im Kräuterbeet.

Tatsächlich riecht Grey Flannel bei mir irgendwie auch sonnig blumig-fruchtig (irgendwie sogar etwas bananig) - ist es vielleicht die Mimose? Generell scheint er mir eher ein "Outdoor"-Naturduft zu sein, nichts mit Büro, grauem Flanell, minimalistischer, strenger Eleganz. Unterkühlt? Nein. Grau und neblig? Keineswegs. Liegt es vielleicht daran, dass ich den Duft gerade bei Frühlingstemperaturen teste und nicht mitten im Winter?

Auf jeden Fall ist es ein sehr schöner, wenn auch sehr unerwarteter, Dufteindruck, der sich mir ergibt. Ich hatte mir ein Mini-Fläschchen Grey Flannel blind bestellt, weil ich (auch) rauchige, neblige Düfte sehr mag. Dass er sich ganz anders entwickelt, enttäuscht mich aber keineswegs, denn auch die Art und Weise, auf die der Duft sich bei mir entwickelt, finde ich sehr stimmungsvoll und wunderschön. Haltbarkeit und Sillage sind leicht überdurchschnittlich. Extrem kostengünstig ist der Duft auch, 240 ml kosten nur knapp über 20 Euro, 120 ml bekommt man um die 15 Euro. Die kostengünstigste Testmöglichkeit (und vielleicht auch ein schönes Objekt für Miniaturen-Sammler) dürfte das 15-ml-Mini-Fläschchen sein, das man für etwa 3-4 Euro erhält.

Patchouly Eau de Parfum Etro von PhoenixNoctulus 2017-03-17

Das Patschulikraut spielt bei diesem Duft - wie war es bei dem Namen anders zu erwarten? - die absolute Hauptrolle und entfaltet perfekt seine verschiedenen Facetten durch die Hilfe diverser unterstützender Duftnoten.

Zuerst wirkt Etro Patchouly EdP etwas grün, krautig, gleichzeitig aber auch zitrisch und fast schon gummiartig harzig. Danach entwickelt es einen kühlen, ja, fast leicht moderigen Erdton - nur, um dann erst einmal immer wärmer, ambratischer und vanilliger zu werden. Der Duft entwickelt sich richtiggehend balsamisch und süßlich, ansatzweise wird er nahezu gourmandig, ich denke mal, dass die marzipanige Tonkanote dazu beiträgt. Danach changiert Patchouly zwischen balsamisch-warmem, auch leicht würzigem Harzmix und kühlem, rauchigem Holz hin und her. Ich rieche eine ganze Menge Sandelholz, hier nicht leicht und cremig, sondern relativ herb, kühl, maskulin. Andererseits entwickelt es aber auch einen deutlichen Räucherstäbchen-Charakter.

Und so nehme ich Etro Patchouly EdP dann letztlich auch wahr: Es changiert zwischen verschiedenen Harzen, Balsamen und Räucherstäbchen, geht manchmal ins Süßlich-Mandelige, manchmal eindeutig ins Warm-Ambratische. Die zitrischen, gummiartigen und leicht moderigen Töne sind hingegen nur eine sehr kurze Anfangsphase - wer solche Aspekte nicht mag, wird daher mit Etro Patchouly dennoch keine Probleme haben. Alle Duftnoten wirken unglaublich echt, naturnah, wirklich sehr hochwertig.

Die Sillage würde ich als moderat bis leicht überdurchschnittlich beschreiben. Die Haltbarkeit ist - ganz typisch für Patschuli - wirklich enorm lang und sprengt auch mal die 12-Stunden-Grenze. Preislich ist der Duft leider etwas höher angesetzt, der 100-ml-Flacon kostet regulär 130 Euro (was auf die Menge gerechnet natürlich so enorm teuer eigentlich nicht ist, aber über 100 Euro für einen einzigen Flacon auszugeben, ist trotzdem gefühlsmäßig so eine kleine Schallgrenzüberschreitung für mich). Auf meiner Wunschliste landet dieser Duft trotzdem, vielleicht lässt sich ja mal ein Schnäppchen machen ;)

Ein paar Worte zum Flacon: Die Farbgebung finde ich wirklich sehr schön, allerdings wirkt sie in Echt etwas weniger bunt, als auf dem Produktbild hier. Das dürfte daran liegen, dass die Farbe doch sehr durchsichtig ist, das heißt, wenn man den Flacon nicht gerade vor einen unifarbenen hellen Hintergrund stellt, nimmt die Strahlkraft deutlich ab. Wäre die Färbung etwas deckender oder hätte man den Flacon satiniert, gefiele er mir noch besser, wobei er so natürlich auch schon sehr hübsch ist.

Ähnlichkeiten hat dieser Duft einerseits zum warm-ambratisch-süßlichen Patchouli Antique von Les Nereides, andererseits zum kühl-holzig-rauchigen Sandalo von Lorenzo Villoresi. Genau genommen liegt er relativ mittig zwischen diesen beiden Düften.

Ming Shu Fleur Rare Yves Rocher von aidennqueen 2017-03-17

Für einen aquatischen Duft ist er ziemlich gut. Ich trage normalerweise eher orientalische Düfte, aber wenn ich so an nen heißen Sommertag denke, ist etwas Aquatisches vielleicht gar nicht so falsch.

Ich habe auch versucht, ihn mit "Sea Thalasso" von Douglas zu layern, dadurch bekommt das Ganze auch noch was Salzig-Frisches... gefällt mir gut!

Moonlight in Heaven By Kilian von PhoenixNoctulus 2017-03-17

Eine Farbe wie die der Blauen Grotte von Capri. Mutterflammenlichtblau hätte der leider viel zu wenig bekannte Maler August Kopisch gesagt. Und auch an grelle Vollmondnachtshimmel erinnert mich der Farbton. Leicht gespenstisch.

Tatsächlich beginnt Moonlight in Heaven irgendwie aquatisch und frisch. Nachtwind, relativ kräftiger sogar. Der Duft hat allerdings auch etwas von klassischem Herrencologne. Ich denke, es ist eine Mischung aus herb-grasig-erdigem Vetiver, frischen Zitrusnoten, leicht scharfem Pfeffer und ganz viel Coumarin. Eindeutig: Kühler Nachtwind. Über einem See. Oder ist es... ein überflutetes Reisfeld?

Tatsächlich riecht man dann auch bald, wie eine eigene, zweite Spur unterhalb der kühlen Luft, eine Mischung, süßlich-gourmandig-fruchtig-milchig, aus Kokosmilch, Reis und Mango. Thailändischer Reispudding. Oder ist es doch eher so, dass neben der Reisplantage ein Mangohain wächst?

Der Duft ist wirklich ungewöhnlich. Sehr interessant, bildreich. Er fällt, das muss ich sagen, absolut nicht so aus, wie ich es mir vorgestellt hätte. Der luftig-aquatische Aspekt ist ziemlich kräftig, der fruchtige Reispudding befindet sich nur irgendwo ganz ganz klein unter dem weiten, kalten Sternenzelt und dem kreideweißen vollen Mond. Der luftige Anteil des Duftes und der gourmandige scheinen sich nie zu vermengen, sondern komplett nebeneinander zu existieren. Der eine wirkt eher maskulin, der andere feminin. Und doch ist eine gewisse Harmonie vorhanden. Moonlight in Heaven ist durchaus ein Duft, den ich manchmal tragen würde. Manchmal, zu besonderen Anlässen. Daher kein Kaufkandidat (225 Euro für einen 50-ml-Flacon, oder 136 Euro als Refill, sind mir eben doch zu viel, wenn ich ihn kaum nutzen würde) - aber sehr spannend finde ich ihn dennoch auf jeden Fall. Die Sillage ist moderat, die Haltbarkeit liegt bei etwa 4-5 Stunden.

Reve de Sensualite NANA.M von aquaria 2017-03-16

Nicht abschrecken lassen vom Auftakt. Die ersten 2-3 Minuten liefern Fleckenbenzin pur; ein äußerst scharfer Auftakt. Beim Blindtest erwartete ich Gardenie, denn die startet meistens so grün-ölig und nach Benzin riechend an mir.
Kommt aber nicht. Der Duft wird zunächst dunkel-aromatisch, erdig und holzig. Leicht säuerlicher, sehr scharfer, aber angenehm aromatischer Lavendel in einer dunklen Umgebung, die wie dunkelgrüne Rinde von Baumstämmen riecht. Und dann geht langsam die Sonne in Form der Tuberose auf. Sie wird in den nächsten Stunden kontinuierlich intensiver, bringt ein sehr helles, blumiges und „parfümiges“ Strahlen in die Komposition und hellt damit auch den Lavendel und die begleitenden Holznoten deutlich auf.
Was ich dann trage, ist ein angenehm ruhiges Zusammenspiel zwischen krautigem, sehr frischem, manchmal fast rauchig-ätherischem Lavendel mit dieser hellen, sauberen Blumigkeit und das Ganze in einer warm-holzigen Umgebung, die mich an den Geruch von hellen Kieferholzmöbeln erinnert und nicht drückend, sondern relativ luftig und samtig zart gehalten ist.
Es dauert ziemlich lange, bis ich Patchouli und Vanille wahrnehme. Beide verändern den Duft nicht mehr stark; die Vanille steuert etwas Weichheit bei, aber kaum Vanillearoma; das Patchouli unterstreicht den pudrig-erdigen und sehr ruhigen Grundton des Duftes.
In der zweiten Hälfte des Drydowns, so nach ca. 5-6 Stunden, verwandelt sich „Reve de Sensualite“ für meine Nase in einen ausgeprägten Patchouli-Duft. Sehr ruhig, sehr erdig, aber auch angenehm frisch durch die noch leicht zu verehmende Lavendelbegleitung und einen sehr dezenten Hauch an mäßig süßer Pudervanille. Die Tuberose ist für mich dann kaum noch zu vernehmen, bestenfalls als angedeutetes florales Leuchten, eine helle Aura als Hintergrund für den Patchouli-Duft, der hier eher dem „Classic Patchouli“ von Eusersdorff ähnelt als den schwereren Patchouli-Hämmern, wie „Patchouli Noir“ oder „Psychedelique“. Also, sehr luftig, angenehm zurückgenommen, aber doch präsent.
Kurz gefasst, empfinde ich „Reve de Sensualite“ sowohl als sehr ruhigen und beruhigenden Aromaduft als auch gleichzeitig als sehr frisch und anregend durch eine helle, lebhafte Lavendelnote, parfümig und hellblumig durch die Tuberosen-Begleitung und wunderschön geerdet durch das Patchouli und die restlichen, warmen, samtig holzigen und weichen Basisnoten.
Gefällt mir sehr gut, dieser Duftcharakter. Wer Lavendel und Patchouli gerne riecht und die beiden mal in einer ungewöhnlichen Kombination erleben möchte, der könnte hier einen geeigneten Testkandidaten finden.

De Profundis Limited Edition Serge Lutens von PhoenixNoctulus 2017-03-15

Diese Rezension fällt vielleicht etwas ungewohnt aus. Zum Duft mag ich nämlich nur relativ kurz schreiben, dass er dem aus dem originalen Glocken-Flacon exakt entspricht. Es mögen zwar unterschiedliche Duftnoten angegeben sein, vielleicht wurde tatsächlich auch minimal etwas verändert, allerdings riecht man es nicht so wirklich. Ich konnte direkt eine Abfüllung aus dem Glocken-Flacon mit dem Duft aus dem limitierten Taschenzerstäuber vergleichen. Kühl, dunkel, feuchte Erde, Friedhofsblumen, ätherischer Weihrauch. Also wie gehabt. Mehr gibt es auf der Seite zum originalen "De Profundis"-Duft zu lesen.

Weil es von Interesse sein könnte, wollte ich aber ein paar Worte zum Taschenzerstäuber an sich verlieren. Der wird als sonst wie edel beschrieben - besteht aber aus einfach nur schwarzem, leichten Plastik. In der Hand fühlt sich das nicht arg wertig an (vielleicht ist das auch eine Macke von mir, aber schwerere Materialien wie Metall wirken auf mich irgendwie hochwertiger), außerdem sitzt der Deckel teilweise nicht so gut und löst sich, wenn man den Taschenzerstäuber in einer Tasche transportiert (was ja eigentlich sein Sinn ist), von alleine. Auch ein wenig schade ist es, dass man die tolle blauviolette Flüssigkeit des Parfüms durch den Zerstäuber natürlich nicht erkennen kann. Insgesamt fällt der Zerstäuber für meinen Geschmack schon fast zu schlicht aus, er hat halt einfach nichts Besonderes an sich. Es mag boshaft klingen, aber solche uni-schwarzen Plastik-Taschenzerstäuber bekommt man leer für paar Euro zu kaufen. Für so einen außergewöhnlichen Duft hätte es ruhig auch ein ausgefallener Zerstäuber sein können - zumal als groß angekündigte Limited Edition (auch Taschenzerstäuber können unglaublich chic aussehen - man sehe sich mal die aus schwerem Metall gefertigten zu den Kilian-Düften an).

Preislich macht es regulär übrigens kaum einen Unterschied. Nein, mengenmäßig ist die Taschenzerstäuber-Version von De Profundis sogar teurer, als die im deutlich hübscheren Bell Jar. Wieso ich den Taschenzerstäuber besitze? Ich konnte ihn im Ausverkauf deutlich billiger erwerben (also so, dass es auch deutlich kostengünstiger war, als der Glocken-Flacon). Außerdem kam es mir auf den Inhalt an. Der Taschenzerstäuber an sich macht, für meine Augen, nicht viel her. Sorry, Serge Lutens. Wollte das hier mal loswerden, falls jetzt jemand überlegt, von wegen limitierte Edition, Sammlerstück, usw. Nur in Hinblick auf den Flacon/Zerstäuber lohnt es sich nicht.

Meow Katy Perry von KarateArwen 2017-03-15

Allein wegen dem Flacon war Meow ein begehrenswerter Duft.Der Flacon ist sehr niedlich.Er erinnert mich an Candy von Ariana Grande.Die Birne ist sehr prominent und gibt ihm einen fruchtigen Akkord.Im Vordergrund steht aber eine ganze Plantage mit Vanillebäumen.Er erinnert mich an die gelben Duftbäumchen im Auto.Er ist sehr süß ,leicht pudrig.Ein Duft für alle Vanilleliebhaber.Er hat eine sehr gute Haltbarkeit von über 7 Stunden.Ein wunderschöner Wohlfühlduft.

s.Oliver For Him s.Oliver von PhoenixNoctulus 2017-03-15

s.Oliver For Him ist ein frisch-grüner Tee-Duft, der einerseits maskuline krautig-dunkel-herbe Akzente (Wacholder, Eichenmoos) besitzt, auch etwas Würzigkeit (Pfeffer, Geranie), andererseits aber auch einen süßlichen Hauch (Tonkabohne und Apfel, wobei letzterer auch ein wenig fruchtige Spitzigkeit mit hinein bringt) und eine enorme Puderigkeit (Moschus, Veilchenblatt), in der die herben, würzigen und kalten Akzente so ziemlich einsinken. Aufgrund dessen hat der Duft für mich einen deutlichen Unisex-Anklang, eigentlich sehe ich ihn hauptsächlich als einen puderigen Teeduft mit bisschen (fruchtiger) Süße und bisschen Herbheit, Würze und Krautigkeit im Hintergrund.

Insgesamt ein zahmer, wattiger Duft, nicht supermaskulin, vielleicht schneidet er deswegen verhältnismäßig schlecht ab? Ich jedenfalls finde ihn keineswegs unangenehm (vielleicht bisschen nichtssagend, aber nicht schlecht). Etwas synthetisch, aber für die Preisklasse (in Drogerien rund 10 Euro für 30 ml, in Parfümerien bis zu 15 Euro für denselben Flacon) nicht auffallend schlecht. Wer glaubt, an einem kostengünstigen puderigen Teeduft Gefallen finden zu können, könnte ihn mal testen. Haltbarkeit und Sillage sind moderat.

s.Oliver For Her s.Oliver von PhoenixNoctulus 2017-03-15

Frisch blumig, zart fruchtig, leider etwas synthetisch, aber für die Preisklasse nicht weiter schlimm (also nicht purer Chemiekasten) - habe ich mit meiner Hautchemie Glück?

Hauptsächlich rieche ich eine klare, frische, zart säuerliche Rosennote. Dazu etwas Puderigkeit im Hintergrund (Pfingstrose, Magnolie) und eine leicht wässerige, erstaunlich unsüße an Litschi erinnernde Note (allerdings relativ flach, also weder mit den süßen, noch mit den holzigen "Spitzen", die man so beim Verpeisen echter Litschis wahrnimmt, je nach Reifezustand, je nachdem, wie nah das Stückchen Fruchtfleisch am Kern anliegt - vielleicht versteht irgendwer, wie ich das meine ;) aber schön ist sie an sich dennoch!). Als Kopfnoten kommen noch eine leichte prickelige Pfeffernote und etwas (kein Übermaß) herbsäuerliche Bergamotte hinzu. Basis ist minimal ambratisch angewärmter Moschus, nicht sonderlich auffällig, aber das muss sie auch nicht.

Haupteindruck ist fein-frische Rose mit leider etwas eindimensionaler Litschi, leicht puderig-blumigem Unterbau und bisschen Gewürzgeprickel über allem. Der Gesamteindruck erinnert mich schon etwas an eine etwas weniger wertige (aber nicht unbedingt schlechte) Version von Chloé (könnte ein gezieltes Dupe sein, selbst die Flacons teilen mit Stoff-Schleifchen und Farbgebung einige Elemente). Kostet allerdings mit etwa 10 Euro (bei DM oder Müller) bis 15 Euro (bei diversen Parfümerien) für 30 ml auch nicht die Welt (zum Vergleich: der Chloé-Duft kostet über 40 Euro für 30 ml - in der derzeitigen Version). Allerdings ist der s.Oliver-Duft auch ein wenig schwächer, sowohl in Sachen Sillage als auch in der Haltbarkeit. Die Sillage ist eher zart, die Haltbarkeit liegt im unteren Bereich des moderaten Spektrums. Wer einen sehr kostengünstigen zarten, frischen, leicht mit Litschi vermengten und puderigen Untertönen versehenen, Rosenduft sucht, könnte diesen Duft hier aber definitiv mal testen.

Reb'l Fleur Rihanna von KarateArwen 2017-03-15

Rihanna hat hier einen sehr schweren Kokoskracher auf den Markt gebracht.Ich finde ihn sehr schwer ,balsamisch und erinnert mich ganz dezent an Angel mit viel Kokos?Für mich ist er ein Winterduft ,er braucht keine Sommerwärme.Das würde ihn viel zu schwülstig und penetrant machen.Er hält über 12 Stunden.Man muß schwere Düfte mögen und auch Angel ,sonst wird er schnell zuviel.Ein sehr süßer Gourmand ,mit tropischen Unterton.Die Tuberose hebt alle Duftnoten hervor und untermalt sie , so das der Duft sich insgesamt sehr warm entwickelt.Für jeden geeignet ,der Angel verfallen ist und mal etwas anderes probieren möchte.

Lucia Starlight Oriflame von PhoenixNoctulus 2017-03-15

Die Basis besteht aus ambratischem, aber auch erdigem Patschuli, akzentuiert mit leicht wässerigen Birnen- und Zitrusnoten und einem Hauch frisch-grünlichem Flieder. Insgesamt bildet sich das Bild eines nächtlichen Gartens oder einer leicht taubedeckten Wiese zur warmen Jahreszeit; Erde, Blattwerk, Gras, Kräuter, Tau, laue, aber dennoch etwas frische Nachtluft. Allerdings alles etwas abstrahiert und idealisiert, nicht auf eine fotorealistische Weise natürlich.

Und darüber? Passenderweise nachtblühende Blumen. Ganz deutlich sticht die Wunderblume hervor, dahinter baut sich aber ein ganzes Orchester aus Nachtblühern auf. Auch hier ist es eher ein kulissenhafter, abstrakter Eindruck. Weniger einzelne Blumenarten, sondern die typischen Charakteristika von Nachtblühern generell stechen hervor: Üppige Süße (Honig), zarte Würzigkeit (Pfeffer), eine gewisse fruchtig-süße Note (Pfirsiche, etwas Zitrus).

Interessanterweise baut sich auch Night Scented Stock von Penhaligon's ähnlich auf (da dienen Nelken und Zimt der Würzigkeit, Heliotrop, Vanille und Tonka der Süße, und die üppige Blumigkeit kommt durch Ylang ins Spiel). Nicht leugnen kann man natürlich, dass die Düfte in einer unterschiedlichen Liga spielen - allein schon, was die Preisklasse betrifft. Und so wirken die Noten dieses Oriflame-Duftes auch nicht ganz so natürlich (ja, ein leichter synthetischer Anklang ist vorhanden), der Aufbau ist nicht ganz so dicht und komplex - aber stimmig finde ich Lucia Starlight dennoch.

Angenehm, durchaus charaktervoll, Düfte mit Wunderblume eindeutig im Zentrum sind nun auch nicht so häufig (relativ deutlich rieche ich sie sonst nur in Armani Code Luna, aber auch da steht sie nicht so sehr im Mittelpunkt). Die blumige Note hält auch relativ lange an (interessante Nebenbemerkung: gegen Ende entwickelt Lucia Starlight einen Hauch des Patschuli-Frucht-Akkords aus Coco Mademoiselle). Insgesamt für die Preisklasse (unter 20 Euro für 50 ml) kein schlechter Duft. Die Sillage ist moderat, die Haltbarkeit ebenso. Für Menschen, die Nachtblüher-Düfte mögen, könnte Lucia Starlight einen Test wert sein.

Safran Troublant L`Artisan Parfumeur von PhoenixNoctulus 2017-03-15

Ich muss zugeben, Safran Troublant ist nicht extrem komplex und zeigt auch keinen großen Wandel. Aber das stört mich nicht weiter, denn die zwei verschiedenen Phasen, die der Duft bei mir entwickelt, wirken an sich sehr schön, stimmig, authentisch, natürlich.

In der ersten Phase werde ich, um ehrlich zu sein, sehr an asiatische Suppen erinnert ;) Würziger Safran vermengt sich mit scharfem Ingwer und kokosmilchartigem cremigem Sandelholz. Ein Gourmandduft der anderen Art, irgendwo zwischen würzig-scharf und cremig.

In der zweiten Phase bleibt es zwar lecker, nun geht es aber eher in Richtung Süßspeisen: Pudding oder Kuchenfüllung. Zur würzigen Safrannote gesellt sich nun nämlich Vanille (an sich eher leicht, luftig und leicht wässerig anmutend, aber mit Zucker aufgesüßt) und eine leicht marzipanige Rosenwassernote. Darüber hinaus rieche ich noch eine kleine Menge Passionsblume, die nicht sonderlich auffällt, den Gesamteindruck aber angenehm ergänzt.

Und das war es dann auch schon. Anfangs eher scharf und würzig, danach würzig-vanillig-rosig. Deutlich im Zentrum des Duftes steht definitiv die Safrannote, genau genommen habe ich vorher noch nie so einen relativ unverfälschten Safranduft als Parfüm gerochen. Wer Safran mag, dürfte an diesem Duft ziemlich sicher seine Freude haben.

Einen Makel hat Safran Troublant allerdings, den ich natürlich nicht verschweigen will: Die Haltbarkeit erreicht bei mir (aber vielleicht habe ich auch einfach nur Pech mit meiner Hautchemie?) kaum 3 Stunden. Die Sillage ist ebenfalls nur sehr körpernah.

Ich muss ehrlich sagen, beim Originalpreis von 110 Euro wäre ich da schon enttäuscht gewesen (allerdings kaufe ich Düfte in der Preisklasse generell nicht blind). So, wie es ist, bin ich aber doch froh, den Duft bestellt zu haben (vielen herzlichen Dank noch einmal für den Gutschein! :) ) - dann muss ich eben häufiger nachsprühen, was dank Taschenzerstäubern ja auch kein Weltuntergang ist. In dem Sinne: Safran-Freunde können hier gern zugreifen, sofern sie den Duft mal im Ausverkauf zum reduzierten Preis finden. Ansonsten würde ich lieber erst einmal testen, wie die Haltbarkeit bei der eigenen Hautchemie ausfällt, und dann entscheiden, ob der doch recht hohe Originalpreis angesichts dessen einem angemessen erscheint oder nicht.

Rogue Rihanna von KarateArwen 2017-03-15

Rogue hatte ich sehr lange links liegen gelassen.Erst als ich die Möglichkeit hatte ,ihn länger testen zu können ,war ich ihm erlegen.Es ist ein ganz sanfter Vanilleduft,der interessant mit sehr weichen ,pudrigen Ledernoten ,feinstes Wildleder ,wird.Das Leder gibt ihm die Haltbarkeit und läßt die Vanille sehr feminin und relativ unsüß wirken.Er ist in keinster Weise zu süß sondern ein wunderschöner Hautduft.Er entwickelt sich erst nach ca. 20 Minuten zu einem köstlichen ,schmeichelnden Wohlfühlduft.Pflaume ist wenig zu erkennen.Er untermalt den eigenen Typ und wirkt nicht unharmonisch oder zu kräftig.Ein sanfter Vanilleschmeichler.Für abends sehr gut geeignet ,wenn nicht so schwere Düfte erwünscht sind.Haltbarkeit liegt bei über 6 Stunden.

Roberto Geissini Feminine Roberto Geissini von KarateArwen 2017-03-15

Der Duft hat mich neugierig gemacht und positiv überrascht.Er ist zur Zeit sehr günstig zu erwerben.Anfangs riecht er etwas sehr süß und synthetisch.Wenn sich der erste Eindruck gelegt hat,wird er sehr aromatisch ,dunkel und tief.Natürlich alles im sehr süßen Bereich.Sehr schöne Vanille und Karamellnoten mit Johannisbeeren vermengt ,bilden in der Basis mit Pfirsich einen sehr delikaten und sehr lange haltbaren Gourmandduft.Er hält über 12 Stunden.Er wirkt nicht störend.Perfekt gemacht für kalte Wintertage ,kommt er tröstlich daher.Der Flacon ist sehr schön gehalten in Tönen die an einen Sonnenuntergang im Sommer erinnern.Für den derzeitigen Preis unschlagbar ,für jeden der sehr süße Düfte mag.

Jicky Guerlain von aquaria 2017-03-14

Es ranken sich einige Legenden um den Namen „Jicky“. Neben einer romantischen Lovestory ohne Happy End zwischen Aimé Guerlain und einem englischen Mädchen findet man auch die Überlieferung, dass Aimé Guerlain den Duft seinem Neffen Jacques widmete, dessen Spitzname Jicky war. Was davon stimmt, wer weiß das heute schon? Für mich scheint die zweite Erklärung gar nicht unwahrscheinlich, da „Jicky“ zunächst mal als Herrenduft konzipiert war, bevor sich die ersten „emanzipierten“ Frauen den Duft eroberten.
Was auf mich zunächst maskulin wirkt, ist ein deutlicher Fougere-Charakter, eine Kombination aus dunklem, kräftigem, krautigem Lavendel mit gedämpften Zitrusnoten, mit frisch-herbem Vetiver, gefolgt von wärmeren Noten wie einer größeren Dosis Kumarin und animalischem Zibet.
Der Auftakt ist kühl zitrisch, kräftig lavendelig, kühl-würzig und für meine Nase „knarzig“, beinahe medizinisch. Krautiger, scharfer Rosmarin und Lavendel mit einer Ahnung des bald folgenden dunklen Leders dürften für diesen Eindruck hautpverantwortlich sein. Der Duft erwärmt sich aber rasch auf der Haut und wird weicher und runder.
„Jicky“ entwickelt sich an mir zu einem mächtigen, imposanten Duft mit einem äußerst komplexen Zusammenspiel zwischen einer dichten, warmen Basis aus harzigen Hölzern, einer animalischen Wärme, oder besser gesagt, dem Duft nach warmer, nicht ganz sauberer Menschenhaut, das alles eingebettet in die füllige Wärme von Kumarin und Vanillin und umschwebt von einer Vielzahl floraler, krautiger und manchmal auch frischerer Noten, die in beinahe verwirrender Abfolge aufblitzen, sich umtanzen, wieder verschwinden, später mit neuem Partner in neuer Kombination wieder auftauchen.
Ein Kaladeiskop an unterschiedlichen Dufteindrücken, die doch alle zusammen wie magisch ein harmonisches Gesamtbild erzeugen. Dunkel, ernst, respekteinflößend, mit einer Textur wie schweres, samtiges Leder, und dann doch wieder durchbrochen durch frische, florale und zitrisch-grüne Duftfäden.
Tonangebend bleibt an mir die krautige und lavendel-lastige Fougere-Richtung, allerdings versunken in einer animalischen, ledrigen und harzigen Balsamigkeit, getragen von der wunderschönen Guerlain-Vanille.
Nein, ich behaupte nicht, dass ich „Jicky“ verstehe. Ich respektiere und bewundere den Duft; er fasziniert mich, auch oder besonders durch die lange Geschichte, die er in sich trägt. Aber als Parfüm trage ich ihn nicht.

Wild Rose Avril Lavigne von PhoenixNoctulus 2017-03-14

Wild Rose ist der dritte und (vorerst?) letzte Avril-Lavigne-Duft. Er ist auch von allen dreien noch der beste, wobei er insgesamt für meine Nase leider auch nicht allzu interessant ausfällt.

Da ist - wieder einmal - diese typische Synthetik, die alle drei Düfte auszeichnet (ebenso wie die starke Alkoholnote die ersten Minuten). Der Duft, der darüber hinaus kaum einen Verlauf hat, besteht dann aus einer ziemlich süßen Pflaumennote (die wohl die übersüße Schokonote aus den letzten beiden Düften ersetzt) und aquatischer, leicht cremiger Orchidee (Ersatz für die aquatisch-künstliche Lotusnote der letzten Male?). Wohlgemerkt, beides sehr künstlich, was auch für die restlichen Noten gilt. Die da in diesem Fall wären: Säuerlich-fruchtige Grapefruit, Mandarine, eine künstliche "Tropenblumen"-Note (soll wohl Frangipani sein), und dazu "süße Noten", die schon gar nicht mehr genauer definiert wurden. Darüber hinaus ist noch eine leichte Weißblühernote vorhanden, und im Hintergrund eine ziemlich seichte Moschus-Sandel-Mischung, die als Basis dient, aber selbst nicht wirklich etwas zum Charakter des Dufts beisteuert.

Hauptsächlich riecht man im Grunde übersüße Pflaume, süß-säuerliche Grapefruit, aquatische Orchidee und bisschen unklares Geblümel und Gefruchte - alles deutlich mit Zucker überschüttet und ziemlich künstlich. Dabei ist der fruchtig-blumig(-synthetische) süße Duft aber immerhin nicht so dysharmonisch, wie die ersten zwei Avril-Lavigne-Düfte auf mich wirkten. Er ist nur eben übersüß und irgendwie wenig aussagekräftig. Süße, Zitrus und Geblümel. Es gibt Schlimmeres, allerdings auch viele Düfte, die deutlich spannender sind.

Immerhin: Die Sillage ist relativ dezent (die Haltbarkeit unterer Durchschnitt), an einem jugendlichen Mädchen würde mich so ein süß-blumig-fruchtiger Duft auch nicht unbedingt stören (da gibt es andere Düfte, die für Niesanfälle sorgen, wenn man mal mit einer Schülergruppe im Bus sitzt ;) ). Der Synthetik-Eindruck ist bei vielen der Düfte dieser Preisklasse und Zielgruppe nun auch nicht ungewöhnlich. Das allerdings ändert nichts daran, dass der Duft als solcher irgendwie ziemlich unoriginell ist, die Süße für meine Nase überzogen, und dass es in der Preisklasse durchaus spannendere und auch deutlich weniger synthetisch ausfallende Düfte gibt.

Nun, wo der Duft besprochen ist, möchte ich auch noch ein paar andere Aspekte kurz anschneiden.

Da wäre einerseits der Flacon. Der stimmt ungefähr mit dem vom Vorgängerduft Forbidden Rose überein, mal abgesehen von der unterschiedlichen Färbung. Auch, wenn der Deckel aus ziemlich leichtem Plastik besteht, finde ich ihn insgesamt gar nicht mal so schlimm. Irgendwie hat er ja sogar etwas Niedliches, in diesem Baby-Rosé. Der Ring unterhalb des Deckels, der auch als Modeschmuck tragbar sein soll, ist aus Metall (der von Black Star war noch aus Hartplastik). Ich tippe auf einen Kupferkern oder Ähnliches, außen versilbert oder silberfarben lackiert. Typischer Modeschmuck eben - definitiv tragbar (wenn man das Muster mag, das abwechselnd Stacheldraht und Rosen zeigt) aber vermutlich auch relativ schnell abgenutzt. Edelstahl wäre besser, aber vermutlich auch teurer gewesen ;)

Andererseits wäre da der Name bzw. das gesamte Konzept hinter dem Duft. "Wild Rose" sollte hier wohl irgendwie stark und ungezähmt klingen und nicht nach einem schüchternen, versteckten Wildblümchen. Dazu passt das Flacondesign in Rosa nun wirklich gar nicht. Danach hätte der Duft auch "Innocent Rose" heißen können. Oder "Sweet Rose", was dem Duft etwas entsprechen würde. Zumindest, was den süßen Teil betrifft - wieso man hier wieder "Rose" in den Namen aufgenommen hat, obwohl im Duft nicht eine Spur Rose vorhanden ist, ist schon wieder so ein Mysterium... Im Grunde finde ich das gesamte Konzept der Avril-Lavigne-Düfte nicht stimmig. "Rose" wenn keine Rose vorhanden ist, auf Punk gemachte Flacons, wenn eigentlich nur übersüße 08/15-Soße drin ist, oder Kinder-Apfelshampoo-Duft im Düster-Design...

Insgesamt lässt sich zu Wild Rose aber immerhin sagen: Man muss den Duft nicht unbedingt haben, aber wenn jemand ihn auflegt, ist es zumindest nicht schlimm. Für jüngere Avril-Lavigne-Fans könnte der Duft ganz passend sein.

Übrigens habe auch ich einen Flacon von Wild Rose herumstehen; den habe ich mal, mit einem winzigen Rest zum Testen darin, von einer Bekannten weitergegeben bekommen, als Vitrinen-Objekt (wie gesagt, ich finde das Fläschchen irgendwie niedlich, gerade die kleine 15-ml-Variante). Nur, damit sich keiner wundert, wieso ich den Duft laut Profil besitze, meine Kritik aber dennoch nicht allzu begeistert ausfällt.

Life for Her Avon von PhoenixNoctulus 2017-03-14

Die meisten Avon-Düfte gelten ja als weniger originell; ich persönlich habe mittlerweile auch einige getestet, auch auf mich wirkten sie manchmal echt langweilig, manchmal immerhin gefällig, manche waren auch arg synthetisch - aber ich kenne natürlich auch nicht jeden einzelnen Duft aus dem Sortiment. Dennoch, denke ich, kann man sagen, dass von einem Hersteller, dessen Düfte zwischen 5 und 20 Euro kosten, jetzt nicht unbedingt höchste Parfümeurskunst erwartet wird. Was aber würde nun das Ergebnis sein, wenn Avon einen Duft vorstellt, der von Kenzo entworfen wurde? Die Erwartungen waren, wie ich mitbekommen habe, ziemlich hoch. Leider überzeugt der Duft dann aber, für meine Nase, doch nicht so wirklich.

Ja, es könnte ein schöner, japantypisch dezenter, Duft sein. Insgesamt ist er leicht, aquatisch bis luftig, zitrisch-süß, sanft puderig-blumig. Aber: Er riecht arg künstlich! Und das ist leider auch der große Makel. Der Duft wirkt anfangs recht alkoholisch, später irgendwie kratzig, auf jeden Fall nicht naturnah. Ziemlich schade!

Die stärksten Duftnoten sind aquatische, leicht salzige Wasserlilie, süßlich-frischer Grüntee und ein generisch wirkender Zitrusnoten-Mix. Dahinter kommt für mich ein ganz leicht puderiges, aber gleichzeitig leider auch etwas kratziges, Blumenbouquet. Blumig, süßlich... Wohl eine Mischung aus Kirschblüte und Pfingstrose, dazu etwas Veilchen und Iris - aber der Gesamteindruck erinnert mich an die üblichen Noname-Badezusätze oder -Duschgels, auf denen einfach nur "blumiger Duft" steht. Etwas süßlicher Apfel ist auch dabei, laut Duftpyramide roter Apfel, ich muss allerdings eher an frischen, knackigen grünen denken - aber auch eher Fructis-Shampoo als frisch vom Baum. Im Hintergrund lauert noch ein Hauch Ambrette, vielleicht eine minimale Menge balsamisches Patschuli zum Aufwärmen - aber davon merkt man nicht viel. Der Gesamteindruck ist, wie gesagt, aquatisch-zitrisch-frisch mit Konserven-Blumenbouquet und schwer bestimmbarer fruchtiger Süße.

Irgendwie wirken die Duftnoten flach, gerade die Kirschblüten und die Pfingstrose haben keinerlei zarte Frische, sondern wirken irgendwie einfach dumpf süßlich. Wahrscheinlich trägt das zum synthetischen Eindruck bei. Es ist schade, denn die Komposition an sich könnte schon sehr schön aufgehen - aber wenn die einzelnen Duftnoten nicht wirklich wertig riechen, dann wird das natürlich nichts. In dem Sinne: Hätte man bloß ein wenig mehr in natürlicher wirkende Duftstoffe investiert! Möglicherweise wäre das etwas teurer geworden (Aber um wie viel? Ich hatte definitiv schon Düfte derselben Preisklasse vor der Nase, die deutlich natürlicher dufteten!), aber das Resultat hätte es deutlich verbessert. Haltbarkeit und Sillage sind moderat.

Moment Vole Fragonard von PhoenixNoctulus 2017-03-14

Moment Volé ist ein frühlingshaft frisch blumiger, aber auch fröhlich-fruchtiger Duft.

Hauptsächlich rieche ich eine saubere, leicht cremige, ansatzweise puderige Veilchennote (in ihrer sauberen Puderigkeit vielleicht auch ein wenig durch Iris unterstützt), vermengt mit einer sanften, roséfarbenen Rose: geringfügig säuerlich, blumig-frisch, gleichzeitig aber auch etwas puderig, etwas samtig.

Zu den klassischen Blumennoten kommen süßliche Waldfrüchte, einerseits schwarze Johannisbeeren, andererseits eine verspielte, irgendwie junge Himbeernote, durch die der Duft auch nicht zu altmodisch wirkt. Unterlegt ist der sanft puderige blumig-fruchtige Duft ein wenig mit Ambra, um ihn geringfügig aufzuwärmen.

Insgesamt bleibt der Duft aber sehr luftig, leicht, hell. Leider äußert sich das auch in der Sillage und Haltbarkeit: Erstere ist hautnah, Letztere liegt bei nur etwa 3 Stunden. Das ist allerdings auch nicht so tragisch, da 100 ml des Eau de Toilettes nur 28 Euro kosten.

Quelques Fleurs l`Original Houbigant von PhoenixNoctulus 2017-03-14

Da möchte ich ceb zustimmen: Das hier ist ein unglaublich üppiger Blumenstrauß! So einen dichten blumigen Duft habe ich in letzter Zeit selten gerochen.

Eine Unzahl an Blüten (klassische, Rose, Jasmin, Tuberose, Nelken, Orangenblüten, Ylang...), hauptsächlich weiße, frühlingsfrische - puderig mit Iris und Veilchen untermalt, ein paar Honigtropfen dazwischen, ein Hauch Würze, sogar etwas Zibet; als Kopfnote ein bisschen Frische durch verschiedene Zitrusnoten und Grüntöne wie Gras und (sehr deutlich, frisch-luftig, tauartig) Maiglöckchen, weitere Frische durch Flieder, leichte cremige Wässerigkeit durch Orchidee - damit der Duft ja weder zu süß noch zu warm wird; auf der anderen Seite eine ebenso aufgespaltene Basis: einerseits warm-süße Noten aus Ambra, gourmandiger Vanille, leicht marzipaniger Tonkabohne, vanilligem Heliotrop, cremig-milchigem Sandelholz... Dann aber auch wieder Frische und Krautigkeit durch Eichenmoos.

All die unterschiedlichen Noten, frische, warme, schwere, leichte, süße, würzige, krautige - sie scheinen meisterhaft so dosiert, dass sich der Gesamteindruck genau in der Mitte befindet. Keine Richtung überwiegt unangenehm, sondern der Duft ist richtig moderat temperiert. Und in erster Linie: ein unglaublich vielfältiger, riesiger, perfekt zusammengestellter Blumenstrauß. Mit einem Haufen passender supporting notes.

In seiner Blumigkeit wirkt Quelques Fleurs (l'Original) auf mich schon elegant und klassisch, aber für meine Nase nicht direkt altmodisch. Ja, es ist kein hypermoderner Duft (da würde ich zitrisch-aquatische Sachen einordnen, blumig-spritzig-fruchtige Düfte, und die ganzen Karamell-Vanille-Gourmands), aber ein schwerer, unzugänglicher "Omaduft" ist es auch nicht. Wenn auch sicherlich eher ein Duft für einen Spaziergang oder einen Café-Besuch als für Disco oder Shopping. Die Haltbarkeit empfinde ich als sehr ausgeprägt, auch die Sillage ist überragend - da kann man ruhig sparsam dosieren. 30 ml sind für 60 Euro erhältlich, sollten allerdings auch relativ lange halten.

Come L'Amore Bois 1920 von verbeene 2017-03-14

zärtlichkeit: dieses plötzliche nachlassen der spannkraft der seele....

eine weiche, üppige, köstliche wolke von blütenduft.gardenie, umschmeichelt von freesie, cremig eingehüllt von lilie....die einzelnen blütennoten beschreiben einen weiten raum, der von zeder und harzen am "davonfliegen" gehindert wird.
sanftheit verströmt das, zärtlichkeit,
frische und süsse in verschwenderischer balance.


...und der verstand lässt sich freudig in einen blütenrausch fallen, um so rasch nicht wieder daraus hervor zu kommen....

Maitre Chausseur Extrait D`Atelier von Comfycat 2017-03-13

Mein Favorit unter den Extrait D`Atelier Düften. Ich habe viel Zeit in einer Schuhmacherwerkstatt verbracht und in selbige fühlte ich mich auch für etwa 20 Minuten transportiert:
Frisches, relativ grobes Leder mit all seiner chemischen Glorie, Schuhleim, Pattex, Lederfett, ein Regal voller Leisten von einer rußenden Petroleum Lampe erhellt. Großes Kino, aber eben leider nur für 20 Minuten. Danach kippt die Vorstellung und was bleibt ist ein pfeffrig, kantiger Holzhammer. Der dann allerdings extrem gut hält.

Ähnlich wie Phoenix empfinde ich den Duft als sehr interessant und spannende Illusion, die Tragbarkeit ist vermutlich eine Frage der persönlichen Konnotation. Würde die Schuhmacherwerkstatt länger halten statt nach 20 Minuten zu einer Schnitzerstube zu mutieren, hätte ich bereits einen Flakon davon.

Isis Agonist von aquaria 2017-03-13

Ich war schon mal kurz davor, mir den Duft blind zu bestellen. Gott sei Dank hat damals meine Vernunft meinem spontanen Kaufwunsch einen Strich durch die Rechnung gemacht.
„Isis“ ist ein gut gemachter Duft, ein dichtes, süßes, warmes Kuschelchen, und ich bin mir sicher, dass er Liebhaber finden wird. Ich selber fand ihn bei den Tests ganz angenehm, aber er würde mich bei mehrmaligem Tragen zu nerven beginnen. Wie riecht er für mich?
Der Auftakt ist hell und freundlich, eine sonnige Zistrose mit viel Wärme und ihrer typisch viskosen Harzigkeit. Zusammen mit Mandarinaroma ergibt dies zunächst eine dickflüssige, warm-balsamische und dabei gleichzeitig frische und hell-aromatische Duftwolke.
Der Duft dunkelt nach. Zunächst merke ich eine etwas schwer zu definierende Fruchtigkeit, die ich nicht als Pfirsich identifizieren kann, die sich an mir eher nach einer dunkel-zitrischen Orange vermischt mit etwas sehr Süßem zeigt.
Parallel dazu entwickelt „Isis“ eine dunkle Karamellnote und etwas später leider eine herbe, manchmal sogar leicht bittere Note, von der ich nicht weiß, wo sie herkommt. Mein Verdacht fällt auf das Lorenox, das nach Ambra und Holz riechen soll. Zusätzlich ist da aber auch etwas dunkelgrün Rauchiges enthalten, in dem ich herben Anis vermute. Sicher kann ich es nicht sagen.
Tatsache ist, dass sich „Isis“ an mir im Mittelteil über lange Zeit als eine Mischung aus sehr süßem Karamell mit süß-harziger Zistrose und mit diesem herben Unterton zeigt. Am ehesten könnte ich den Duft in dieser Phase mit einem Karamellbonbon vergleichen, an dem man nur riecht. Ich denke, ihr wisst, was ich meine: Dieser oft gar nicht so angenehme, leicht künstliche Geruch eines Karamelltoffees, das noch nach dem dicken Papier riecht, aus dem ich es gerade gewickelt habe, und das erst wirklich gut und aromatisch nach Karamell schmeckt, wenn ich es im Mund zergehen lasse.
Der etwas unangenehme, minimal wächserne und papierene Geruch verschwindet an mir erst nach ca. 3 Stunden. Bis dahin habe ich das Gefühl, Isis „öffnet“ sich nicht und ich schnuppere ständig nur an dem festen, harten Karamellbonbon (plus Papier).
Erst spät befreit sich „Isis“ aus dieser, für mich unharmonischen, Kombination aus Süße und dunkel-herber Würzigkeit und zeigt sich bis zum Schluss als ein sehr warmer, dunkelgoldener und sehr harziger Duft. Sehr dicht, sehr satt, zähflüssig wie eingedickter Sirup aus Ambra und Frucht, golden leuchtend wie eine extra warme Abendsonne, fast übertrieben kuschlig, eine sehr dicke Decke aus harziger, ambrierter Wärme.
Ach ja, fast vergessen: Eine sehr warme Vanillenote trägt natürlich zu der allgemeinen, orientalisch süßen Opulenz auch noch bei.
Ab dem Mittelteil gefällt mir der Duft auch ganz gut. Würde ihn sicher an kalten Tagen öfters tragen; besser gesagt: in seiner balsamischen Tiefe versinken. Aber die Dosis macht’s, und die ist mir hier dann doch ein bisschen zu dick aufgetragen. Ich weiß, dass er mir bei öfterem und längerem Tragen sicher zu süß und zu penetrant werden würde, so kräftig ambrig, harzig, vanillig und intensiv süß, wie er ist.
Woran erinnert er mich?
An ein gepimptes „Oriental Mandarin“ von Judith Williams mit feineren und hochwertigeren Zutaten. Der Judith Williams ist anfangs unglaublich süß, bietet aber einen luftigeren, zwar weniger kuschligen, dafür aber auch weniger aufdringlichen Ambra-, Vanille- und Balsamdrydown.

Dandelion Fig Shay & Blue London von verbeene 2017-03-13

immer für überraschungen gut:
ich habe noch keinen duft von shay &blue getestet, der nicht aussergewöhnlich, oft humorvoll und überraschend war.
nun dandelion fig

die feige kommt dahergewirbelt in einem windstoß von rosenblüten.kaum verflogen wird es aromatisch und grün...
ganz leicht bitterlich scheint der wacholder schon hindurch und gibt dem grünen halt.
an der haut entwickelt sich ein delikater gartenduft. als sei man morgens durch den tau gelaufen und trüge noch spuren von blättern, kräutern und blüten an sich.
und dann weht ein ganz leiser rauch darüber hinweg.

frischer, natürlicher und interessanter kann frau nicht duften!!!

Orange Superdry von PhoenixNoctulus 2017-03-13

Superdry Orange ist ein relativ simpler, aber durchaus angenehmer Herrenduft mit Unisex-Tendenzen. Hauptsächlich riecht man fruchtige (süße, aber auch leicht herbe) Blutorange, gewürzt mit einer gerade richtig dosierten (weder zu scharfen, noch zu schwachen) Prise Pfeffer, garniert mit einem Hauch ätherisch-luftigem und gleichzeitig rauchigem Weihrauch, und untermalt mit ambratischem Patschuli, und Sandelholz der eher würzigen, kühlen Art (das ist auch die Nuance, die den Duft für mich ein wenig auf die männliche Seite der Skala schiebt).

Der Duft ist statisch, was mich aber nicht weiter stört. Insgesamt würde ich ihn als fruchtig-würzig-ambratisch mit holzigen Untertönen bezeichnen. Für einen Herrenduft finde ich ihn sogar erstaunlich fruchtig, in der Hinsicht regelrecht ungewöhnlich, auf eine positive Art und Weise. Sillage und Haltbarkeit sind moderat. 25 ml erhält man für unter 15 Euro, der Duft ist also auch noch relativ günstig. Der zartherbe Orangendüfte mit Pfeffer und der Tendenz zu einer leichten Holzig- und Rauchigkeit mag, könnte Superdry Orange auf seine Testliste setzen.

Maitre Couturier Extrait D`Atelier von PhoenixNoctulus 2017-03-13

Laut Extrait d'Atelier: Staub, aufgestapelte Stoffrollen, Bügeleisen-Dampf, Sonnenstrahlen kommen durch ein Fenster, Stecknadeln in einer Brusttasche oder einem Nadelkissen, Fingerhüte aus Kupfer, Scheren aus Edelstahl, Holztische, alte Nähmaschinen quietschen, ein Faden wird durch Stoff gezogen...

Mit Maitre Joaillier teilt Maitre Couturier, der Duft einer Schneiderei, auf den ersten Blick seine ozonigen "Frische Luft"-Noten und seine Aldehyde, die einen metallischen, in diesem Fall an Nähzeug und Scheren erinnernden, Eindruck machen. Dazu kommt eine leichte puderige Moschus-Hintergrundnote.

Der deutliche Unterschied findet sich hier in einer lavendeligen Note, die zusammen mit einer wilden Veilchennote an frische Wäsche oder tatsächlich auch Bügeleisendampf (jedenfalls hat sie einen "dampfigen" Aspekt) erinnert, außerdem bemerkt man ganz deutlich Guajak- und Birken(!)holz, die zusammen mit Lorbeer einen einerseits süßlich-holzigen, andererseits auch krautig-würzigen, ja, fast schon ein wenig rauchigen, Anteil mit einbringen. Genau genommen finde ich einen sehr deutlichen süßen Anteil in diesem Duft, ich schreibe das auf jeden Fall dem Birkenholz zu. Wie dieser süß-holzige Teil allerdings mit dem Bild einer Schneiderei in Einklang zu bringen ist, erschließt sich mir, ehrlich gesagt, nicht ganz. Kein Möbel hat (in der Regel) einen solchen enormen Eigengeruch.

Neben den Luft- und Metall-Noten der 1. Phase, die hier allerdings relativ schnell in den Hintergrund fallen, ist Maitre Couturier für mich in erster Linie geprägt durch den aromatisch-zartpuderigen "Frische Wäsche"-Mix aus Lavendel und Veilchen auf der einen, und dem immer stärker werdendem Krautig-Süß-Würzig-Rauchig-Holzigem aus insbesondere Birkenholz und Lorbeer auf der anderen Seite. Es ist eine ungewohnte, aber für meine Nase sehr angenehme Komposition. Sehr dicht gewebt, und in sich stimmig.

Was lässt sich abschließend sagen? Insgesamt gefällt mir Maitre Couturier wirklich gut, es ist ein sehr ungewöhnlicher und durchaus unisextauglicher Duft von - so würde ich es wohl zusammenfassen - süßem, puderigem Holz mit leichten krautigen, blumigen und aromatisch-würzig-rauchigen Anklängen. Mir persönlich gelingt es dieses Mal zwar nicht komplett, den Dufteindruck und das beabsichtigte Bild einer Schneiderei komplett zu überlagern, aber der Duft an sich ist einfach sehr interessant und definitiv auch gut tragbar. Wer süßlich-puderige Holzdüfte mag, könnte an Maitre Couturier seine Freude haben, ganz gleich, ob ihn die Thematik der Schneiderei begeistert oder nicht. Den Duft würde ich aufgrund seiner süßlichen, warmen Holznote wohl als Herbstduft einordnen (wobei er, bis auf den Hochsommer, wohl immer tragbar sein dürfte), die Sillage ist moderat, die Haltbarkeit leicht überdurchschnittlich.

Danke an Comfy für die Proben der "Extrait d'Atelier"-Düfte!

Maitre Chausseur Extrait D`Atelier von PhoenixNoctulus 2017-03-13

Leder, Schuhcreme, Gummisohlen, dicke Rosshaarbürsten. Unglaublich, dass dieser Duft, der das Schustereihandwerk darstellen soll, es tatsächlich schafft, diese Stimmung einzufangen.

Die Ledernote ist dabei wohl noch am leichtesten zu bewerkstelligen und in der (Herren-)Parfümerie nicht so ungewöhnlich. Der Schuhcreme-Eindruck stammt, glaube ich, aus einer Mischung von Ingwer und leicht grünen Kalmus-Noten, eine leichte Cremigkeit durch Orchidee, Würzigkeit durch Koriander, Grauamber, diverse Harze, ist auch dabei. Die Gumminote dürfte auch einer bestimmten Kombination aus Harznoten geschuldet sein, darunter Weihrauch und eine große Menge Elemi.

Aber mal generell gesagt, auch, was die anderen Aspekte dieser Schusterwerkstatt betrifft: Es ist ein intensives Zusammenspiel aus verschiedensten Noten, die man mit Mühe auch detailliert herausriechen kann, die man aber vielleicht wirklich eher grob auf sich wirken lassen sollte, einfach hinnehmen sollte, da sonst die Illusion verfliegt.

Tragbar finde ich den Duft übrigens nicht unbedingt. Er ist mit seiner Schuhcremenote sogar teilweise etwas unangenehm. Ich sehe ihn aber generell eher als olfaktorisches Kunstwerk. Und was das anbelangt, ist Maitre Chausseur wirklich sehr gut gelungen. Das muss ich definitiv anerkennen. Die Sillage ist moderat, die Haltbarkeit leicht überdurchschnittlich.

Maitre Joaillier Extrait D`Atelier von PhoenixNoctulus 2017-03-13

Die Düfte von Extrait d'Atelier sollen in ihrer Stimmung traditionelle Handwerksberufe wiedergeben. Hier geht es um den Juwelier. Der offizielle Pressetext gibt folgende Assoziationen an (ich übersetze und straffe es mal ein wenig): Lichtreflektionen, rohes Gold, frisch geschliffene Edelsteine, vielgenutzte Pinzetten, bearbeitetes Metall, ein Diamant wird in eine Fassung gesetzt, eine Gummiform wird erstellt, der Himmel ist blau, ein Schimmern verschiedenster Farben: Rubinrot, Kastanienbraun, Perlgrau, helles Gelb, Smaragdgrün...

Was sind meine persönlichen Eindrücke?

Luftig-grüne Waldnoten. Metallische Aldehyde. Säuerliches Vetivergras. Etwas würziger Weihrauch, der mit der Zeit etwas stärker wird. Eine sehr leichte hintergründige Puderigkeit.

Mit viel Fantasie kann man tatsächlich eine Juwelierwerkstatt vor sich sehen, mit verschiedenen Edelmetallen, eisernem Werkzeug, geschliffenen Kristallen. Ein wenig frische Waldluft dringt durch das geöffnete Fenster in den Raum hinein.

Allerdings könnte es genauso gut ein Feinmechaniker sein, oder jeder andere Betrieb, der kleinere Metallteile verarbeitet. Für mich persönlich riecht Maitre Joaillier eigentlich einfach nur frisch, luftig, waldig-grün, deutlich metallisch. Gegen Ende auch ein wenig weihrauchartig und würzig, hauptsächlich ist es doch ein metallisch-luftig-grüner Duft.

Nach klassischen Maßstäben wirkt Maitre Joaillier eher maskulin, aber an sich fällt er schon eher ungewöhnlich und sehr abstrakt aus, deswegen ist er schwer nach üblichen Aspekten zu kategorisieren. Es ist ein eher "künstlerischer" Duft, ich weiß gar nicht, ob ich ihn tragbar finde, an sich finde ich das Konzept aber durchaus interessant. Auch, wenn ich zugeben muss, dass er in Sachen atmosphärischer Intensität nicht an die Düfte von Alkemia heranreicht (die es für mich zum absoluten Idealmaßstab für bildhafte Düfte gebracht haben), ein interessanter Versuch, das Juweliershandwerk als Duft darzustellen, ist es auf jeden Fall. Die Haltbarkeit und die Sillage sind moderat.

Tabac Gentle Men's Care Maurer & Wirtz von PhoenixNoctulus 2017-03-13

Klassisches frisch-krautiges Herren-Lavendel-Zitrus-Cologne - allerdings deutlich aufgesüßt mit fruchtig-lieblicher Orange, untermalt mit milchigem Sandelholz und viel Cashmeran-Fluff und Veilchenblatt-Puder.

Im Auftakt mag noch etwas Kardamom für einen Hauch rauchiger Würzigkeit vorhanden sein, bisschen aquatische Birne verwässert die Orangennote leicht (was aber gar nicht mal stört, sie wirkt sehr saftig), etwas leicht Warm-Ambratisches ist da auch noch im Hintergrund, aber hauptsächlich rieche ich tatsächlich einen sehr traditionellen Zitrus-Lavendel-Akkord plus fröhliche süße Orange plus Puder und sandelige Cremigkeit.

Wäre da nicht diese typische zartwürzig-kühle Lavendel-Zitrus-Kombi, die "Ich bin ein Herrenduft!" schreit, wäre der Duft absolut unisex. Das hält mich natürlich trotzdem nicht davon ab, ihn schön zu finden und sicherlich auch manchmal zu tragen. Ich denke, im Sommer könnte er angenehm erfrischend sein, und doch nicht überfrisch, aufgrund der üppigen Puderigkeit. Für einen Drogerieduft fällt er erstaunlich gut aus.

Für 40 ml werden je nach Anbieter etwa zwischen 15 und 20 Euro fällig. Die Sillage ist moderat bis leicht überdurchschnittlich, die Haltbarkeit fällt ebenso aus. Natürlich ist es kein superkomplexes Meisterwerk, aber ein angenehmer, solide komponierter Duft zu einem günstigen Preis ist es auf jeden Fall. Für Herren dürften auch die dazugehörigen Pflegeprodukte interessant sein, von Duschgel und Deo bis hin zu Rasiergel und Aftershave-Produkten, Feuchtigkeitscreme, etc.

Une Ile, un Reve NANA.M von aquaria 2017-03-13

In der ersten halben Stunde ist das ein Mix aus extra weichem Eukalyptus mit Patchouli, gebettet auf ein mild aromatisches Kräuterbett; das alles umweht von einer zarten, luftigen Brise, die ich nicht als kampferartig wahrnehme, sondern als frischen Wind, der die sanft kräuterige Mischung aufwirbelt.
Innerhalb weniger Minuten macht sich der eigentliche Duftcharakter, der dann über Stunden begleiten wird, bemerkbar, zuerst nur als hauchfeine pudrige Süße, die ungeduldig im Hintergrund auf ihren großen Auftritt wartet, die dann sehr rasch kräftiger wird und sich schließlich als wunderschön süß-harzige und äußerst fluffige Pudervanille zu erkennen gibt. Und diese Vanille ist im Zusammenspiel mit dem zart-süßen Benzoeharz und dem cremigen Ylang-Ylang so was von schön, dass mir fast die Worte fehlen. Ich denke an Vanillemark direkt aus der Schote gekratzt, getrocknet und zu feinstem Pulver zermahlen, und anschließend mit duftendem, satt-gelbem, cremigem Ylang-Ylang vermischt.
Kurzfristig, für ca. 15 Minuten, mischt sich das Bienenwachs etwas zu eifrig ins Geschehen und der Duft entwickelt an mir ganz leicht stechende Note, die aber auch von minimal indolischem Jasmin stammen könnte; oder von beidem. Dauert aber nur ganz kurz, bevor sich alle Duftnoten vertragen und zu einem süß-cremigen Wohlfühlduft mit pudriger Oberfläche verschmelzen.
Nach ca. einer Stunde ist die Entwicklung abgeschlossen. Une Ile, un Reve zeigt sich an mir dann als Patchouli-Vanilleduft, der sowohl dem „Psychedelique“ als auch dem „Essential Patchouli Sumatra“ von Jeanne Arthes ähnelt.
Was den Nana M. Duft von den beiden leicht unterscheidet, ist eine hell-blumige, sehr sanfte Tuberose, die eine milde, cremeweiße, leuchtende Aura erzeugt, und ein paar aufblitzende, sehr saubere Akzente einer hellen Rose, die für mich dem Duft einen „parfümigen“ und beschwingten Charakter verleiht. Der Duft ist also trotz seiner deutlichen, sowohl cremigen als auch pudrigen Süße nicht schwer.

Pink Bouquet Moschino von aquaria 2017-03-13

Wie ich im Forum schon lobte, finde ich hier eine der schönsten Pfingstrosen-Noten, so wie ich den Duft einer voll erblühten, satten, rosafarbenen Pfingstrose aus dem Garten kenne.
Was mich von einem Kauf abhält, ist allerdings die sehr süße, zuckerlrosa Umgebung, in der diese Rose blüht. Da ist viel cremig-sämiges Himbeer-Vanille-Fruchtmus, das in der Anfangsphase noch wirklich köstlich riecht, so richtig mollig cremig zum Hineinlegen, sich etwas später in eine noch frische Fruchtcreme weiter entwickelt, die sich ca. eine halbe Stunde als angenehm zeigt, nicht klebrig, nicht zu süß, sondern frische und saftige Früchte auf Vanillespiegel bietet, sich dann an mir aber sukzessive in das etwas künstliche Aroma eines Maoam mit Himbeergeschmack verwandelt.
Diese Umgebung wird süßer und zuckriger, und leider auch immer merkbarer synthetisch, wie ein geschmolzenes Maoam, das dick und mollig cremig und von der Textur her eigentlich angenehm cremig wirkt, wäre da dieser chemische und penetrant übersüße Beigeschmack nicht. Auf dieser Unterlage tummeln sich angenehm seidige, weiche, rosa Blüten, ein riesiger Berg weicher Blütenblätter, in die man versinken möchte.
Der Duft insgesamt wird seinem Namen „Pink Bouquet“ absolut gerecht. Er vermittelt mir den Eindruck, meine Nase direkt in einen üppigen Blumenstrauß voll satter, dichter rosa Blüten zu stecken. Die Blumigkeit gefällt mir außerordentlich gut, ich finde sie lieblich, sehr weich und angenehm authentisch duftend. Sie erhält durch leichte Würznoten sogar eine leicht pfeffrige, lebendige Begleitung, die die Blüten nicht zu süß werden lassen. Wen sie nur nicht in rosa „Kaugummi“ eingebettet wäre, der zwar auch nicht gerade schlecht riecht, aber doch ziemlich künstlich und mir den Duft verleidet.
Das „Mag ich nicht“ von oben stammt trotzdem nicht von mir. Ich finde den Duft sympathisch, auch wenn ich ihn selbst nicht tragen würde. Ich bin auch nicht die passende Zielgruppe. An jungen Mädchen stell ich mir den als zwar süßen, aber doch charmant-blütigen Frühlingsduft vor.

Pivoine Feerie Jeanne en Provence von aquaria 2017-03-13

Der Duft und ich sind nicht kompatibel. Ich rieche keine Pfingstrose, sondern sehr, sehr frische und saure, ins Grünliche gehende Zitrusnoten. Im Auftakt glaube ich, eine Mischung aus viel grüner, durchdringend kräftiger Bergamotte mit ein bisschen säuerlicher Zitrone zu identifizieren.
Dieser Zitruseindruck bleibt an meiner Haut über die nächsten 3-4 Stunden deutlich tonangebend; und die Bergamotte erscheint mir dabei als sehr „scharf“, beinahe „beißend“. Die grüne Umgebung empfinde ich phasenweise als relativ dunkel und sogar leicht herb, wie dicke, dunkelgrüne Blätter.
An mir entwickelt sich „Pivoine Feerie“ also zu einem sehr grünen, sauren Duft, in dem ich so gut wie keine Blüten, sondern die grünen Knospen eines Pfingstrosenstrauches zu riechen glaube.
Erst sehr spät öffnen sich zögerlich einige Blüten, da ist der Duft an mir allerdings schon sehr schwach und leise.
Hoffe, anderen geht es mit diesem Duft besser und sie kriegen den versprochenen Duft der Pfingstrose.
Mich erinnert dieser Duft sowohl an den „Peony“ als auch an den „Pivoine Flora“, beide von L’Occitane, die sich an mir ebenfalls grün-wässrig und „blättrig pflanzlich“ entwickelten und gar nicht mein Fall waren.

L'Eau D'Ambre Extrême L`Artisan Parfumeur von RadostTina 2017-03-13

L'Eau D'Ambre Extrême ist ein traumhafter Duft und ich möchte mich ganz herzlich bei Fragrantica bedanken für die Chance ihn kennenzulernen.

Der Duft verkörpert Vintage Luxus und zugleich die zeitlose Eleganz. Ich stelle mir eine Sommervilla am Meer vor, an den ersten sonnigen und warmen Frühlingstagen. Im Schatten ist es aber noch kalt. Offene Fensterläden. Lichtstrahlen lassen unzählige Staubpartikel in der Luft tanzen. Vintage Möbel aus Holz. Omas alte Kommode hütet wertvolle Geheimnisse und getrocknete Bündelchen. Ein kleines Mädchen öffnet vorsichtig die Kommode. Kleider, Ketten, Liebesbriefe, parfümierter Schal- das alles riecht nach L'Eau D'Ambre Extrême ... unbekannt, von ihr entdeckt, romantisch und anziehend. Die Muschelschalen flüstern Geschichten von vergangenen Sommern und reizen die Phantasie. Sie träumt nach einer eigenen Kommode....

L'Eau D'Ambre Extrême ist holzig-pudrig und zart süß. Er riecht natürlich und edel. Ich liebe seine Wärme und Würzigkeit. Ich kann die einzelnen Gewürze nicht genau herausriechen. Die Komposition ist perfekt balanciert. Ein schöner orientalischer Duft der von Frauen und Männern getragen werden kann.

Jaipur Bracelet Boucheron von noa69 2017-03-13

So viele schoene "Zutaten" hat Bracelet, alle, die ich mag.
Und der Duft gefaellt mir, obwohl ich ihn vor allem als weiss cremig empfinde.
Mich erinnert Bracelet an waechsern dufttende bluehende Apfelbaeume, ihre zarten weiss-rosa Blueten verstroemen einen originellen, sauberen, etwas stickigen, betoerenden Geruch.
Maigloeckchen sind sicher dabei, Hyazynthe, gruene Blaetter und Moschus. Alles ergibt einen harmonischen, weiblichen dezenten, aber eben etwas betoerenden cremigen Duft, der ein Gefuehl von Intimitaet, Sauberkeit und Femimitatet gibt, wie in ein Pastell Satin Kleid, angezogen, nachdem man ein Luxus Bad und eine Luxus Kreme verwendet hat.
Sicher eignet sich Jaipur Bracelet fuer die ersten Fruehlingstage, buerotauglich, ohen grossen Aaa Effekt, ganz angenehm, mit durchschnittlicher Haltbarkeit und Sillage.
Schoener Flakon und erschwinglicher Preis machen es zu einem empfehlenswerten "Produkt" ;).
Daumen hoch!

Encre Noire Lalique von RadostTina 2017-03-12

Ich liebe dich, Encre Noir! Du bist ein echter Schatz, ein Meisterwerk!

Ja, ich finde Encre Noir unwiderstehlich. Aufgrund der guten Bewertungen in fragrantica.com habe ich den Duft für meinen Mann blind gekauft. Sehr gute Entscheidung eigentlich! Der Duft ist einzigartig und erkennbar. Auch unisex würde ich sagen.

Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen und testete Encre Noir auf meiner Haut. Überraschung: die Zypresse überwiegt und das ist nicht derselbe Duft. Ich kann ihn an mir kaum ertragen. Er riecht irgendwie nach Gin und auch nach Haarsalon. Ich bin enttäuscht, dass ich ihn nicht tragen kann. Leider kann ich den Duft nur aus der Ferne genießen. Aber trotzdem liebe ich Encre Noir. Ein eleganter Duft mit Stil.

Elle L'aime A La Folie Lolita Lempicka von Glückskind 2017-03-11

Goldene Sonnenstrahlen auf warmer Haut...
blauer Himmel, glitzernder Sand unter nackten Füßen.

Elle L'aime A La Folie ist der reine, fröhliche
und unbeschwerte Sommer aus Kindertagen.

Den fruchtigen und süßen Auftakt geben Orange,
Bergamotte und Ylang-Ylang. Die Orange ist hier
in Form von mildem Saft zu riechen.
Während sich die Bergamotte eher mit angenehmer
Säure in den Duft einbringt.
Ylang-Ylang duftet herrlich natürlich,
und nicht allzu stark.

Nach wenigen Minuten erhasche ich einen
weißen Blütenblätterregen. Gerade vom lauen
Sommerwind zum rieseln gebracht :)

Dann gesellen sich schon weiche Myrrheakkorde
und wunderbar warmes Sandelholz dazu.

Zusammen ergibt das Ganze dann den Eindruck
eines heißen Sommertages.

Teure Sonnencreme,süßer Orangensaft, ein Spaziergang im sonnigen Süden... der Geruch von sonnenwarmer Haut...

Urlaub am Meer

Sillage: kräftig
Haltbarkeit: 6 Stunden +
Flakon: eine Augenweide :)

Champs Elysees Eau de Parfum Guerlain von KarateArwen 2017-03-10

Welch ein voluminöser Fliederduft.Kein altbackener Flieder , sondern ein pudriger , sanfter Begleiter.Er hat eine sehr starke Intensität.Heliotrop ist mi eingefügt ,somit hat er auch einen Marzipantouch.Er drängt sich in den Vordergrund , obwohl er weich und fluffig ist.Ein komplexer , blumiger Duft.Der einlädt die Seele baumeln zu lassen.Dabei ist er sehr erwachsen und hält über 12 Stunden.Eine gewisse Reinheit und Cremigkeit bringt er mit sich.Ein absoluter Luxusduft für den entspannten Abend oder einen anstrengenden Bürotag.Für Liebhaber blumiger und fliederartiger Düfte einen Test wert.

Guipure & Silk Jeanne Arthes von KarateArwen 2017-03-10

Guipure ist ein warmer, gehaltvoller Duft.Er ist eine Duftschwester zum Hypnotic Poison und duftet noch ein wenig intensiver. Mandelblüten und Marzipan haften mit Heliotrop sehr stark an der Haut.Eigentlich so wie die unreformulierte Hypnotic Version.Der Duft hat eine füllige Intensität. Er ist ein Duft für Geborgenheit und Femininität.Männer mögen ihn sehr gerne .Er ist ein preisgünstiges Gourmandbömbchen.Jeder der Hypnotic lieben gelernt hat wir diesen auch nicht mehr hergeben wollen.

Le Male Jean Paul Gaultier von KarateArwen 2017-03-10

Le Male ist einer der wenigen Düfte , die mich nach Jahren noch nicht müde gemacht haben , ihn zu tragen.Er ist mein Trostpflaster und Energiespender.Er hat etwas beruhigendes und sinnliches.Das muss die Kombination von Lavendel und Vanille sein.Für Männer ist er ein Komplimentefänger, denn er unterstreicht eine wunderschöne maskuline Seite.An Damen duftet er weicher und vanilliger.Das macht ihn zu einem unisexduft. Er ist jederzeit tragbar. Zu sportlichen Aktivitäten oder einfach zum abschalten. Lavendel macht ihn dazu noch sehr sauber und gepflegt. Ich habe ihn schon sehr oft nachgekauft und das wird sich nicht ändern.

Pure Pastel Lemon Betty Barclay von KarateArwen 2017-03-10

Pastel Lemon ist ein perfekter Frühlingsbegleiter.Kurz aufgesprüht erkenne ich sofort eine zitrische Note , die sanft abgerundet wird.Er hat keinerlei Ähnlichkeit zu seinem Urduft , sondern ist relativ eigenständig. Die zitrische Note bleibt und wird untermalt mit Orange, sie gibt dem Duft mehr Tiefe und Haltbarkeit. Zum Schluss bleibt ein pudriger, pastellfarbener Zitronenpuderduft auf der Haut.Er ist warm und sehr gefällig.Etwas zum einkuscheln ohne Aufdringlich zu werden. Ein Duft für die ersten warmen Tage im Jahr.Der Flacon erinnert an die ersten Blumen im Garten.Er ist fröhlich und nett.Die Haltbarkeit liegt bei unter 6 Stunden.

Viva La Juicy Sucre Juicy Couture von KarateArwen 2017-03-10

Ich hatte den Flacon gesehen und war sofort hin und weg.Der musste etwas für mich sein. Und tatsächlich ist Sucre ein wundervoller , köstlicher Duft.Am Anfang ist er etwas stark und die Urmutter aller Juicys meldet sich zu Wort.Die dominante Juicynote , der Pfirsich, doch sie bleibt nur kurz und macht den Weg frei ins Schlaraffenland. Dicke Sahneberge mit rosafarbener Zuckerglasur verschmelzen mit Johannisbeeren.Vanillesosse als Abschluss und reichliche Schokoladenbaisire.Das Kalorienwunder musste natürlich gleich ins Körbchen springen.Er ist zu lecker um missachtet zu werden.Der Flacon ist genauso schön anzusehen wie der Duft.Natürlich ist hier kein neuer Duft erfunden worden , aber dieser hier ist nett für Tage ohne Schokolade.Für jeden Liebhaber von süssen Gourmandüften geeignet.

Caligna L`Artisan Parfumeur von RadostTina 2017-03-10

Zuerst möchte ich mich ganz herzlich bei Fragrantica bedanken für unser erstes Treffen mit Caligna. Den Duft finde ich faszinierend und besonders den Drydown.
Caligna ist am Anfang sehr angenehm frisch wie ein Bündel Blümchen und grüne Kräuter aus dem eigenen Garten an einem hellen Tag im späten Frühling. Das Parfum riecht sehr natürlich. Muskatellersalbei und Jasmin überwiegen am Anfang. Ein Hauch von zarter Rose lässt sich spüren. Ich stelle mir einen schönen Tag auf der Insel Thassos vor. Muskatellersalbei macht den Duft leicht krautig. So ähnelt er einbißchen an Eau de Cologne, was ich persönlich nicht so sehr mag. Diese Note erinnert mich an Marc Jacobs Decadence. Mein gesamter Eindruck ist für einen eleganten Duft.
Nach einer Weile nehme ich einen Hauch von Veilchen und Mastikharz wahr aber das vergeht schnell. Feige und Holz entdecke ich nicht. In einer Stunde verwandelt sich Caligna in einen intensiven Ambroxan – Jasmin Duft den ich liebe. Frisch, elegant und rosig- prachtvoll. Ambroxan kenne ich von dem Duft Not a Perfume von Juliette Has a Gun. Bei mir neigt es mit Ambroxan zu Süchtigkeit und ich frage mich ob das eigentlich normal ist... Ich rieche mein Handgelenk wieder und wieder – das ist eine echte Liebe. Leider nur für weitere 2 Stunden (mit etwas Fantasie).

Fleur de Bambu Il Profvmo von verbeene 2017-03-09

eine teezeremonie am see. ..
auf einem grünen blatt , umgeben von zarten,frisch-säuerlich duftenden blüten, bekommst du eine schale tee kredenzt.
er riecht hell und leicht und ein ganz klein wenig erdig.
vielleicht dämmert es schon,vom wassser weht es kühl und würzig herüber.

ein wässriger duft mit tiefe und reinheit und "skelett"
durch seine stille leuchtet leise die lotusnote, während das grün langsam seine strenge verliert...

es erinnert mich entfernt an "le parfum de therese" von frederic malle,---
erscheint mir aber weniger kontrastreich.

Samsara Eau de Parfum Guerlain von aidennqueen 2017-03-09

Samsara ist ja sowas von viel besser als Shalimar, welches immer so in den Himmel gelobt wird und für mich nur nach verrauchter Bar stinkt.

Bei Samsara hingegen erscheinen in meinem Kopfkino die orientalischen Bilder, die ich mir eigentlich von Shalimar erwartet hätte. Im Gegensatz zu einem meiner anderen Lieblingsdürfte (Belle d'Opium) hält Samsara auch lange und man muss nicht viel davon aufsprühen - find ich gut, dann hab ich länger was davon :D

Nur leider ist es auf der teureren Seite, aber das Parfum ist es dann doch auch wert.

Sun Pop Arty Pink Jil Sander von noa69 2017-03-09

Kaum zu glauben, wie modern und einfach erfrischend das neue Gewand des alten guten etwas biederen Flakons von Sun hier erscheint. Einfach Klasse und sticht aus der Menge heraus. Allein fuer den lebendigen und originellen Flakon koennte ich das Flaeschchen haben.
Der Duft erinnerte mich sofort an Kaugummi aus meiner Kindheit. Es gab nur eine Sorte davon und es hiess: Donald, es gab immer kleine Geschichten auf kleinem Stueck Papier dazu. Ich mochte eigentlich immer den Geruch von Donald: dezente kuehle suess-saure Frische mit vanilligem Unterton.
Da ich rote Johannnisbeeren sehr gern habe auch im Parfum, mag ich vielleicht auch diese unkomplizierte, schon etwas synthetische, jedoch sehr angenehme Komposition. Aber es ist so optimistisch, so unebeschwert, wie ein Sommertag in der frischen Luft in der Kindheit. Wobei Arty Pink nicht infantil ist, schon an der Grenze, ueberschreitet sie aber nicht.
Arty Pink ist auch pink, eher rosa aber es hat was angenehmes, unaufdringlisches und einfach optimistishces an sich.
Haltbarkeit und Sillage ganz ok, ich spuere den Duft schon halben Tag um mich.
Ich empfehle es jedem, der nach etwas Leichterem, Jugendhaftem und Unkompliziertem fuer den Fruehling oder Sommer sucht.

Touch of Seduction Christina Aguilera von KarateArwen 2017-03-09

Touch of Seduction ist ein kleines fluffiges Puderträumchen.Er ist weich ,gefällig und versprüht gecremte Gepflegtheit.Prominente Noten sind Himbeere ,aber ganz zart und ein paar Vanilleschoten , die dem Duft Wärme und Haltbarkeit geben.Freesie nehme ich nur sehr gering war.Sie gibt dem Duft eine wunderbare feminine Note.Ich finde ihn perfekt zum Einschlafen ,oder wenn man sich nicht groß beduften möchte.Für Sauberfans ein kleiner , günstiger Tipp.

Deep Red Hugo Boss von KarateArwen 2017-03-09

Deep Red ist ein wunderschöner tiefer und warmer Orangenduft.Er ist sehr anziehend.Er passt eigentlich zu jeden Gelegenheiten.Er hat keine störenden Noten bei sich.Er wird durch Vanille wunderbar abgerundet.Ich fühle mich sehr wohl mit ihm.Ein Komplimentenfänger.Die Haltbarkeit ist sehr gut.Morgens aufgesprüht ist er auch abends noch wunderbar fluffig zu vernehmen.Ich werde mir wieder ein größeres Fläschchen zulegen ,er ist ebenfalls geeignet ,wenn man nicht weiß , was aufgelegt werden soll.Ein harmonischer ,wärmender Orangen,-Vanilleduft ohne Ecken und Kanten.

Chia Farmacia SS. Annunziata von Glückskind 2017-03-08

Ich beschreibe das Chia Eau de Parfum

Der Auftakt ist fruchtig und zitrisch,
so das mir förmlich das Wasser im Munde zusammenläuft.

Nach kurzer Zeit bahnt sich eine göttliche Vanille ihren Weg.
Nun habe ich Zitrus und Vanille, und könnte diesen Duft trinken!

Ca. 10 Minuten später kommen jedoch Blumennoten
und watte weicher Puder dazu, und nehmen dem Duft
den reinen Gourmandcharakter.

So bleibt Chia an mir für viele Stunden,
bis am Ende nur noch diese wirklich unglaublich
schöne Vanillenote wie ein Schleier um mich herum schwebt.

An mir wird Chia weder übersüß noch erdrückend.
Da ist für meine Nase Dulcis in Fundo um Längen süßer.

Vielleicht gibt es einen Unterschied zwischen dem EDP und dem Extrakt?Wenn Du magst schicke ich Dir gerne eine Schnüffelprobe vom EDP aquaria :)


Beschreibung vom Hersteller:

CHIA

A sweet and refined aroma. A cotton candy fragrance, a reminiscence of festivals and games, eternal childhood.

 

Head notes: LEMON, RASPBERRY

Heart notes: ROSE, VIOLET, JASMIN

Base notes: VANILLA, TALC, MUSK

Stella Nude Stella McCartney von noa69 2017-03-08

Ein heller warmer frischer Fruehlingstag, die Sonne ist noch zaghaft aber die ersten Blueten richten ihre Koepfe nach ihr und saugen ihre kraeftige Energie aus. Auf der luftigen Terasse trinke ich einen weissen milden Tee aus feinstem Porzellan und mische die feinste Beerenkonfituere in einem kleinen feinen Schuesselchen...
Bisschen traeumen darf man, wenn das Wetter draussen nicht so schoen ist, aber Stella Nude versetzt mich sofort in einen wunderschoenen pastellfarbenen Garten, wo der Fruehling zart, romantisch, natuerlich und sehr weiblich ist.
Einer der schoensten Rosenduefte ueberhaupt fuer mich.
Bravo Stella, schade, dass schon eingestellt, ich koennte darin baden und verzeihe die etwas schwache Sillage und Langlebigkeit, aber bei einem solchen Duft darf man auch keinen Killer erwarten...
Einer meiner heissesten Parfumwuensche :)

Habanita L'Esprit Molinard von noa69 2017-03-08

Nach so vielen entzueckten Kommentaren auf fragrantica.pl war ich froh, endlich diesen Duft mit so huebschem Namen und in einer so huebschen Flasche testen zu koennen.
Kuschelig und warm sollte er sein. Leichtere Version von Habanita.
Habanita L'Esprit duftet an mir unheimlich kratzig, streng, grau, dunkelgrau, sehr ernst, Blumen? - hm, Galbanum, aber das ist eher eine tote Blume, Rose? erdrueckt von dem schweren Gemisch aus Benzoeharz, Vetiver, Mimose und Heliotrop alles eigentlich nicht ganz frische Blumen, eher mit trockenen Blueten. Es sind einfach nicht meine Noten und hier werden sie zusammengemischt und leider durch nichts "erleichtert". Das Ganze wirkt auf mich unaagenehm, irgendwie abstossend, ich kann wirklich nichts dafuer, aber ich habe das Bild einer meiner frueheren Vorgesetzten: eine aeltere, strenge, nie lachende Person. Immer in grauen langweiligen Anzuegen, die auf keien Fall ihre Weiblichkeit zur Geltung bringen wuerden. Sie war auch unheimlich streng religioes und vor solchen Leuten habe ich sogar etwas Angst...:/ Typ Angsteinfluessende Oberschwester in irgendeinem Maedchen Internat...
Sillage und Haltbarkeit sehr gut.
Allgemein sicher ein guter Duft nur komplett nicht meiner...Vielleicht schuld daran ist meine fruehere Direktorin, "Schwester Dioxin" von boesen Mitarbeitern genannt...

Ich habe schon lange mein Radar auf diesen Duft gerichtet...lange lange habe ich gewartet, um ihn zu testen. Aprikose und Vanille, kann es was Schoeneres fuer eine Vanille Duft und Apriokosen Marmelade Liebhaberin geben?
Ich denke, an allem ist der weisse Zucker schuld. Immer wieder entdecke ich diese Note in Dueften, die auf mich genau so wirken wie der hier...
Eine stechende, synthetische, kratzige unangenehme weisszuckrige Note oder Notenzusammenspiel, es duftet wie die oeligen kuenstlichen uebersuessen, konzentrierten Backaromen...Brrrr. Dumpf, ohne Luft, ohne Vigor, ohne Rafinesse...Sofort fuehle ich mich an Vanitas von Profumum Roma erinnert. Schwer, klebrig oelig, eintoenig, erdrueckend, am Ende des Tages war ich schon richtig genervt von dem Geruch.
Nicht mein Fall, eindeutig.
Freunden von Vanitas & Co. duerfte es gefallen.
Sillage und Langlebigkeit, sehr gut.

Hollister Wave For Her Hollister von KarateArwen 2017-03-08

Wave ist ein leichter und erfrischender Sommerduft.Er erscheint mir rosig und erfrischend ,mit einer eleganten,femininen Note.In etwa wie Searose von Davidoff.Nur ist Wave länger haltbar und intensiver.Wie leichte Wäsche auf einer Sommerwiese getrocknet.Ein Duft für Reinheit und Gepflegtheit.Er wirkt nicht störend und ist sicherlich ein Duft für jede Gelegenheit.Er wirkt sehr jugendlich , das hat eine beschwingende Komponente.Der Flacon schillert in schönen rosa Tönen.Wer leichte rosige Düfte mit jugendlichen Charme mag , sollte ihn testen und mögen.

Glam X Eau de Parfum Christina Aguilera von KarateArwen 2017-03-08

Glam X ist ein femininer und gefälliger Duft.Er hat sehr warme ,körpernahe Pudernoten , die mit der Haut einen wunderschönen gepflegten Duft hinterlassen.Dieser Duft wird vielen gefallen.Er ist ruhig und sanft.Ohne störende Akkorde.Auf der Haut bleibt er ziemlich lange haften.Maiglöckchen erkenne ich keine.Er erinnert mich sehr stark an The One von Gabanna.Somit eine gute ud günstige Alternative zu dem Duft.Der Flacon sieht sehr kostbar aus.Ein sonniger und gelassener Duft.

Sun Pop Green Fusion Jil Sander von KarateArwen 2017-03-08

Green ist ein Duft der erfrischend wirkt.Kühl und grün.Hier wird sofort ein Fläschen Minze geöffnet ,welches einfach herrlich ist.Dieser Duft ist bestimmt sehr gut an heißen Sommertagen tragbar.Orange und marine Noten machen ihn nochmal etwas aquatisch.Er ist definitiv unisex und kann auch zu sportlichen Aktivitäten genutzt werden.Er versprüht Reinlichkeit und Ruhe.Der Flacon ist knallig blau.Die Haltbarkeit ist unter 6 Stunden.Wer einen wunderbaren Minzeduft sucht , findet in Green eine tolle Duftkreation.

Sun Pop Arty Pink Jil Sander von KarateArwen 2017-03-08

Pink und nochmals Pink ist dieser knallige Duft.Ein erfrischender ,bunter Karibikgruß wird einem um die Nase geweht.Die Farbe Pink wurde in diesem Duft perfekt umgesetzt.Fruchtige Noten mit Johannisbeere machen ihn erfrischend und die Tiare bringt durch leichte Akzente das Karibikgefühl dazu.Er wird feminin mit Vanille und in der Basis entwickelt er sich zum Schluss mit pudrigen Noten.Ein lustiger Sommerduft , auch für warme Sommerabende geeignet.Die Haltbarkeit liegt bei weniger als 6 Stunden.Es kann getrost nachgesprüht werden.Der Flacon ist quietschig pink und vertreibt die letzten wintergrauen Tage.Er macht richtig Lust auf den Sommer und leuchtet in seiner lebensfrohen Farbe.

Black Lanoe von PhoenixNoctulus 2017-03-08

Frisch-waldig mit Zitrone: So beginnt Black für mich. Ich rieche neben verschiedenen Zitrusfrüchten (die den Eindruck auch ein wenig "sonnig" machen) sehr deutlich kühl-krautige Wacholderbeeren, eine erdartige Patschulinote, kühles Zedernholz und heuartiges Vetivergras; eine leichte Kümmelnote ist auch noch da (und passt noch einmal vorzüglich zu den Wacholderbeeren in Sachen Frische), auch eine Gewürznelkennote verstärkt den frisch-luftigen Eindruck.

Nach einigen Momenten verschwinden die Zitrusnoten, die kühle Wacholdernote nimmt etwas ab, dafür tritt nun Vetiver eindeutig in den Vordergrund. Vetiver, leicht gepfeffert, leicht mit rauem Leder und deutlicher mit der Nelkennote untermalt, außerdem mit einem Hauch wacholderbedingter Kühle (und vielleicht spielt auch noch etwas kaltes Holz weiter mit hinein) - der Duft wirkt ziemlich maskulin auf mich; während die Zitrusnoten noch anhielten, hätte ich ihn evtl. noch als unisex eingeordnet, aber diese leichte Fruchtigkeit ist im Verlauf komplett verschwunden. Nun empfinde ich diesen Duft wirklich als eindeutig männlich.

Eine Weile später hat sich der Duft weiter minimalisiert, nun nehme ich fast nur noch Vetiver, Pfeffer und die Kühle von Wacholderbeeren wahr (mit leicht ledrigem Hintergrund). Und die Wacholderbeeren verschwinden mit der Zeit auch noch. Letztendlich rieche ich nur noch Vetiver und Pfeffer. Und das über Stunden (die Sillage ist überdurchschnittlich, die Haltbarkeit ebenso).

Irgendwie glaube ich mittlerweile, Lanoe und meine Hautchemie vertragen sich nicht miteinander... Aus meiner nun beendeten Testreihe von 7 Düften fand ich eigentlich nur White relativ interessant (wenn auch übersüß), No 7 als süßen Puderduft auch noch okay (allerdings beides weit entfernt von Kaufkandidaten), der Rest hatte kaum Haltbarkeit oder wirkte sehr minimalistisch-ausdruckslos auf mich. Schade! Vielleicht hat jemand anders mehr Glück damit als ich.

Danke noch einmal an Comfy für die Proben!

No. 7 Lanoe von PhoenixNoctulus 2017-03-08

No 7 bietet eine süß-vanillige Mischung aus Körperpflegecreme und Puder: Marmeladige Rose, Creme-Veilchen, Puder-Moschus, etwas seifige Magnolie, luftig-leichte süße Vanille. Auch ein deutlicher, leicht wässerig ausfallender, Orchideen-Eindruck ergibt sich.

Nach einer Weile erkenne ich auch noch etwas warm-würziges, aber auch cremig-süßes Oppoponax und eine winzige Holznote, allerdings bleibt der Duft insgesamt blumig-vanillig-süß und cremig/puderig (mit leichtem Harz-Hintergrund). Ich empfinde ihn als ziemlich linear, aber wer süße, ambratisch und vanillig-cremig angehauchte Puderdüfte mag, könnte trotzdem seine Freude daran haben. Die Sillage ist moderat, die Haltbarkeit leicht überdurchschnittlich.

Neulich in meiner polnischen Heimatstadt in Sephora habe ich Duefte von ELDO entdeckt. Und wo ich mich fuer Armani Prive nicht begeistern konnte, so haben mir diese angetan...
Am besten oder besser gesagt ( geschrieben) am interessantesten finde ich den Fils de Dieu.
Ok, lassen wir den langen Namen, es ist doch Nische, das muss sein, aaaber der Duft ist eine kleine Offenbarung fuer mich als Parfumjunkie, d.h. ich bin zielmich waehlerisch, habe schon tausende Duefte gerochen und mich ist es nicht so einfach mit etwas Neuem so zu begeistern, so dass ich sogar behaupte, das Parfum hier ist ein kleines Meisterwerk.
Es ist aber nicht leicht zu beschreiben und auch nicht leicht zu testen. Ich brauchte 3, 4 Versuche.
Aber wie riecht es???!!!
Ja es riecht nach dampfendem kochendem Reis aus einer 1 Kg. Tuete. Es stinkt eigentlich ein wenig. Nach Kuerze kommen aber Zitrone, Ingwer und Kokos zu Wort, in der Basis bleibt ein kucheliger unbanaler, intrigierender orientalicher Duft, nicht schwer, aber gehaltvoll, mit suessem untypischen Zimt sehr dezent aber bemerkbar, gruenen Anklaengen, einer untypischen Zusammenstellung von asiatyschen schoenen Noten.
Sillage nd Haltbarkeit ziemlich gut.
Ich will nicht nur den Flakon sondern auch auf Taiwan, wo mein Patenkind jetzt wohnt und der mir so viele schoene Filme und Geschenke von dort mitgebracht hat. In den Duft und auch in Taiwan habe ich mich etwas verliebt :)

Byc Moze...Tokyo Miraculum von noa69 2017-03-07

Być Może...Jawohl, ich kann endlich polnische Buchstaben benutzen ;D Das Parfum heisst uebersetzt: ...Vielleicht?..Es kann sein...Diesmal:"Vielleicht in Tokyo". Es gibt noch andere Staedte aus der Serie.
Das Parfum habe ich fuer jemand anderen besorgt...und mich selbst in es verliebt.
Ganz am Anfang: est ist ein Chypre, aaaber ziemlich suess ( das mag ich ;)) dank krautiger natuerlicher Honignote. Es ist wunderschoen, es erinnert mich irgendwie an meine Kindheit in der Stadt, wo ich mit vielen Kids von meinem Wohnblock in naheliegenden verwachsenen verwahrlosten Gaerten gespielt habe, erdig, rosig, moosig aber vor allem honigartig und krautig.
Być Może Tokyo ist nicht zu schwer, zu ueppig und auch nicht zu altmodisch ( politisch korrekte Bezeichnung zu "omamaessig ;)), es ist sogar modern und im Stile von Nische, es hat was von Quessence Missala und sehr sehr viel von Soir de Lune Sisley aber Być Może Tokyo ist leichter und beschraenkt sich fast auf 3, 4 Kompoente: Honig, Kraeuter und Rose.Die Zitrone kommt auch gut durch deshalb ist der Duft sogar frisch und dank Gewuerze schoen "knackig".
Absolut empfehlenswert, vor allem fuer Fans von dunklen, altmodischen, schweren Rosen.
Das 10 ml. Flaeschchen ohne Spruehkopf kostet ca.10 zł. also 2,50 Euro. Miraculum haette man fast rufen koennen, Wunder richtiges Wunder ;D
Haltbarkeit und Sillage moderat!

Da das Parfum in dem wunderschoenen Flakon sehr teuer ist, freute ich mich riesig ueber eine Abfuellung davon.
Kennengelernt habe ich es an einer Freundin, "wow" war meine Reaktion!
Gerade eben habe ich die Abfuellung vom Land of Warriors zum Abschicken in die weite Welt verpackt.

Wo ich an der Freundin ein wunderschoenes luxurioeses mit feinster Iris dekoriertes Leder spuerte, kommt an mir ein echter Warrior zur Geltung, und das auf einem Pferd, und was fuer einem!
Das Pferd schwitzt, die Haut bebt noch vom schnellen Galopp und anstatt mich wie eine reiche elegante grazioese Dame zu fuehlen, fuehle ich mich an meine Zeit erinnert, wo ich versuchte, Pferdefluesterin zu werden...
Ok, vielleicht war ich vom Anfang an nicht allzu ueberzeugte Amazonin, Tiere ja, aber die etwas stinkenden Stallgehegen, und die Pferde selbst,von denen man nie weiss, ob sie einen, eine nicht auf einemal treten, doch ich war tapfer und versuchte zu reiten, wenn eine Gelegenheit dazu war.
Ich konnte alles machen, das Pferd bewegte sich nicht und ich auf ihm. Vielleicht kommt noch meine Hoehenangst dazu - Pferde sind ganz schoen gross, wenn man auf sie steigen muss...
Mein Abenteuer mit Pferden war kurz, kein Wunder, so ist es auch mit dem Parfum vom Vagabond Prince. Schade, denn ich finde es eigentlich ganz ganz gut, nur nicht an mir...

Die Haltbarkeit und Sillage prima, so wie die Kreation selbst, von dem wunderschoenen originellen Flakon ganz zu schweigen.
Aber Warrior und ich, das passt irgendwie nicht zusammen, bin doch uebrzeugte Pazifistin und meine nur:
"Si vis pacem, para bellum" - "Wenn du Frieden willst, bereite den Krieg vor ;)

Silk Way Ted Lapidus von KarateArwen 2017-03-07

Silk Way , ich war sehr entäuscht von dem Duft.Er ist sehr holzig und sehr trocken.Er erinnert mich an stark getrocknetes Brennholz ohne eine gewisse Blumigkeit.Zimt ist nur ganz wenig zu erschnuppern.Dabei liebe ich zimtige Düfte.Die Vanille nehme ich in keinster Weise wahr.Es sind auch keine Blumen in der Basis zu vernehmen.Für mich ist er definitv nichts.Vielleicht aber für Damen , die gerne holzige Düfte bevorzugen ohne jegliche Blümeleien.Er ist auch definitiv für Männer tragbar.Die Haltbarkeit ist dagegen ausgesprochen gut und liegt bei über 6 Stunden.Ein sehr düsterer Duft.

Lollipop Bling Ribbon Mariah Carey von KarateArwen 2017-03-07

Lollipop Bling erinnert mich ganz stark an Paris Hitons erste Kreation.Er ist der frischeste Duft aus der Lollipop Serie.Er wird durch Wasserlilie und Gurkenimpressionen zu einem sportlichen Duft.Es sind gewisse Gourmandnoten enthalten ,verührt mit Zucker und Himbeere.Er kann gut an Sommertagen getragen werden.Wieder ein fröhlicher und verspielter Duft.Der Flacon schimmert in zarten pink und blau.Ein schöner Eyecatcher.Der fröhliche Duft hat eine gute Haltbarkeit mit mehr als 6 Stunden..Wer süße Himbeerdüfte mag , sollte ihn testen.

Lollipop Bling Mine Again Mariah Carey von KarateArwen 2017-03-07

Das ist ein verspielter Duft.Er darf nicht so ernst genommen werden.Er ist ein zuckerwattiger Gourmandduft , der aber auch wegen der Schokolade sehr erwachsen wirkt.Ganz entfernt erinnert er mich an Pink Sugar.Mine again hat aber mehr Schokolade und Orange versteckt.Er wird dadurch nicht schwer, sondern behält sich eine gewisse Fruchtigkeit vor.Er ist verspielt und fröhlich , wie eben der Flacon auch.Vanille macht ihn sehr haltbar , so daß er auch noch nach 6 Stunden gut wahrgenommen wird.Jeder der Jaffa Kekse , also Schokoladen,-Orangenkekse mag , wird mit diesem Duft glücklich.

Forever Mariah Carey von KarateArwen 2017-03-07

Einen kostbaren Tuberose Schatz findet ihr in Forever.Dieser Duft ist so strahlend hell ,das gute Laune versprüht wird.Er ist klar und warm.Ich finde , er hat etwas festliches in sich.Für einen Bürotag ist er sicherlich zu elegant.Er kann gut an großen Abenden getragen werden.Eben ,wenn etwas Besonderes ansteht.Der grüne Apfel gibt ihm die gewisse Spritzigkeit und den Biss.Ich habe noch keinen vergleichbaren Duft gefunden.Er hält über 12 Stunden.Er ist weder muffig noch altbacken , sondern versprüht er jugendlichen Charme.Der Flacon ist sehr schön verarbeitet und sieht sehr teuer aus.Wer Tuberosen mag , muss ihn definitiv testen und wird sicherlich angetan sein.

Chypre Palatin MDCI Parfums von verbeene 2017-03-07

salbei wird verzaubert.....
zuerst ein hauchzartes frisch -blütiges kleid, unter dem man salbei nur ahnt. es schwebt und verwirbelt die einzelnen kopfnoten zu einer eleganten harmonie. weder süss, noch frisch, weder nur würzig, noch cremig...von allem das richtige mass.

dann umkleidet sich salbei mit pudriger, unsüsser rose; pflaume legt sich fleischfarben darunter.
sinnlich ist das. verführerisch.
und plötzlich weht das rosenkleid davon.

ein frischer luftzug , moosig und weich, kleidet den salbeiton nun in dunklere farben. erdiges kommt hinzu, herbe blüten...
aber es wirkt nie schwer, nie vordergründig, nie laut.
ein duft wie musik,
salbei verwandelt sich vom küchenkraut in ein herzensgeheimnis.

aschenputtel wird geheimnisvolle prinzessin....

No. 3 Lanoe von PhoenixNoctulus 2017-03-05

Der Auftakt besteht aus sehr natürlich wirkenden frischen Apfel- und Zitrusnoten, wobei ich von letzteren besonders deutlich Limette und die Grapefruit herausrieche (darüber hinaus noch einen Hauch Zitrone und Tangerine).

Als nächste Phase tritt eine aquatisch-frisch-grüne Bambusnote hervor, begleitet von etwas ebenfalls leicht wässerigem, luftig-leichtem Jasmin. Die Fruchtnoten sind währenddessen nur noch leise im Hintergrund zu vernehmen.

Nach einer Weile kommt dazu noch eine säuerlich-frische Rosennote. Und das war es dann eigentlich auch schon. Der gesamte Duft ist leicht, frisch, aquatisch kühl anmutend, extrem sanft blumig-fruchtig. Die Sillage empfinde ich als ziemlich hautnah, die Haltbarkeit ist moderat. Insgesamt wirkt der Duft eher dezent und unauffällig auf mich. Leider auch ein wenig aussagelos. Aber wer frische, aquatische Fruchtdüfte mag, könnte No 3 vielleicht mal testen.

White Lanoe von PhoenixNoctulus 2017-03-04

Üppig süße, saftige Pflaume, marzipanig-vanillig und warm-ambratisch untermalt. Hinter der Pflaume lugt noch eine moderate Menge süßer Litschifrucht und etwas aquatische Birne hervor, und, was Blütendüfte betrifft, relativ viel Mohn. Dazu bemerkt man nach einer Weile noch etwas wildes Veilchen, einen Hauch puderig-fröhlicher Mimose und wässerigen Jasmin, allerdings alles nur hintergründig. Die süß-harzig-vanilligen Noten und die wirklich knallige Pflaumen-Mohn-Mischung dominieren den Duft komplett.

Im Drydown kommt noch eine angenehme zartwürzige Teakholznote (die auch ein wenig an Sandelholz erinnert) hinzu, die ich sehr schön finde, gerade im Zusammenspiel mit Frucht und Harzen, denn sie nimmt dem Gemisch auch wenigstens ein wenig die Süße und sorgt für etwas mehr Tiefe. Abgesehen davon ist White allerdings ein wirklich warmer, gourmandig-marzipanig-vanilliger und sehr süßer Fruchtduft. Ein eher junger Duft, den ich noch am ehesten Sommertagen zuordnen würde. Gelegenheiten, wo auch limonadige oder Fruchtcocktail-Düfte passen würden. Wobei ich sagen muss, dass White immerhin relativ natürlich duftet, also nicht so chemisch, wie beispielsweise die neueren Sommer-Fruchtdüfte von Escada.

Insgesamt kein schlechter Duft, wenn man es fröhlich-fruchtig-pflaumig mag, wobei der Duft schon überdurchschnittlich süß ausfällt. Die Sillage ist intensiv, die Haltbarkeit liegt bei etwa 3-4 Stunden.

Ich muss übrigens sagen, der Name "White" wäre nicht meine 1. Assoziation zu diesem Duft gewesen. Genau genommen komme ich bei "weiß" erst an, wenn ich eine Assoziationskette von Fruchtcocktails über Strandbars über Trauminseln bis hin zu dieser merkwürdigen 90er-Jahre-Raffaelo-Werbung mit den weiß gekleideten Menschen am Palmenstrand schlage. Und selbst die hatten, glaube ich, eigentlich weder Cocktails noch Obstkorb auf dem Tisch stehen!? ;) Aber letztendlich kommt es ja auf den Duft an.

Happily Lanoe von PhoenixNoctulus 2017-03-04

Sie setzen tatsächlich sofort und auf einen Schlag zusammen ein: Etwa gleich starke Dosierungen von fruchtig-spritziger Kiwi und aquatischer Wasserlilie, dazu noch ein bisschen geringer dosiert grüner Apfel und fruchtig-säuerliche Zitrone. Die Noten wirken alle ziemlich natürlich und harmonieren ganz gut miteinander. Frisch, fruchtig, aquatisch-blumig, irgendwie sommerlich.

Nach einigen Momenten kann man auch schon die hintergründige Basis aus leichten Pudernoten (Moschus, Veilchen) und etwas kühlem Holz erahnen - die dann mit der Zeit auch immer deutlicher wird. Etwas später kommt außerdem noch etwas säuerliche Rose hinzu, die Wasserlilien-Kiwi-Kombination bleibt allerdings die gesamte Zeit der Hauptfokuspunkt des Duftes (während Apfel und Zitrone relativ schnell verschwunden waren).

Die Sillage ist hautnah, die Haltbarkeit leider auch nicht allzu stark. 3 Stunden schafft Happily jedenfalls nicht, allerhöchstens 2, bei höheren Temperaturen sogar noch weniger. Trotzdem ein Pluspunkt für das interessante Konzept (wie oft begegnen einem Düfte, die Kiwi in den Mittelpunkt stellen?!) und die sehr natürlich wirkenden Noten. Wer den Duft von Kiwis mag, nichts gegen aquatische Düfte hat, und sich nicht an einer eher geringen Haltbarkeit stört, könnte Happily mal testen.

Tactics Shiseido von PhoenixNoctulus 2017-03-04

Tactics funktioniert perfekt als zarter kräuterartig-moosiger, leicht erfrischender Unisex-Sommerduft.

Ich rieche etwas Zitrus und taufrisches Wiesenaroma, ein bisschen Wacholderheide hier, ein Hauch Luft aus dem benachbarten Nadelwald (Rinde, Baumflechten und Unterholz inklusive) da. Trotz einem Hauch Waldstimmung ist der Duft allerdings nicht wirklich kalt oder dunkel, er hat sogar eher etwas wirklich Freundliches an sich, was an der leichten Fruchtigkeit der Zitrusnoten und an den sonnigen Wiesenkräutern liegen dürfte. Außerdem wird der Duft ein wenig ambratisch-vanillig und mit puderigem Moschus unterfüttert.

Und so bleibt er auch, mal scheint etwas mehr Wiese durchzukommen, mal etwas mehr Eichenmoos, aber insgesamt ist es ein wirklich sanfter, ruhiger Duft. Sehr dezent, was aber absolut den japanischen Duftkonventionen entsprechen dürfte. Tatsächlich wird Tactics heute (leider!) nur noch in Japan regulär verkauft, der internationale Vertrieb wurde eingestellt. Es ist schade drum. Die Sillage ist zwar nur sehr hautnah, die Haltbarkeit allerdings durchaus moderat.

Mirus I Lanoe von PhoenixNoctulus 2017-03-04

Auch Mirus I, die Damenvariante des Mirus-Pheromon-Duftes von Lanoe, überzeugt mich - das vorweg - leider nicht so wirklich. Während Die Herrenvariante einfach nur holzig war, bietet die Version für Damen einen eher blumigen Duft (bevor er verschwindet - was auch hier wieder recht schnell passiert).

Genau genommen rieche ich erst einmal Alkohol, dann kurz was Moschusartiges, dann etwas leicht Holziges (aber etwas weniger kühl, als beim Herrenduft), dann etwas Säuerliches - und dann, wie gesagt, nur noch Weißblüher. Ich würde es am ehesten als eine gleichzeitig aquatische, aber auch indolische und wirklich arg süße Jasminnote bezeichnen. Minimalistisch, abstrakt, und ja, dabei definitiv irgendwie feminin. Und auch ziemlich hautnah, bis sie letztlich entschwindet.

Da war mir der Herren-Holz-Duft, ehrlich gesagt, irgendwie lieber. Der war wenigstens nur holzig, während die Damenvariante mit ihrer indolischen und schreiend süßen Blumigkeit für meine Nase sogar etwas unangenehm ist. Aber auch habe mit manchen Jasminnoten ohnehin meine Probleme.

Wie wirkt der Duft auf Andere? Mein Freund kann die Jasmin-Note deutlich wahrnehmen und als solche identifizieren. Er findet sie auch eher "grell" und nicht wirklich angenehm. Jasmin-Fans mögen das anders sehen.

Ich glaube übrigens nicht, dass in Mirus I und II tatsächlich nur Pheromone enthalten sind. Denn meines Wissens riechen Pheromone nach nichts. Dass der Herrenduft hier - ganz nach Klischee - deutlich nach Holz riecht, und der Damenduft klassisch nach Blümchen, da dürften bewusst als passend empfundene Duftstoffe mit hineingemischt worden sein.

Übrigens finde ich auch nicht, dass der Herrenduft extra stark wäre und der Damenduft sanft und zart (wie es Lanoe offiziell beschreibt). In Sachen Intensität und Haltbarkeit sind sie ungefähr gleich, es ist nur einerseits ein Holz-, andererseits ein Blütenduft.

Was man auch beim Layern merkt: Hier kommt dann halt der Blütenton mit hinzu, ob das harmoniert oder nicht, hängt davon ab, mit welchem Duft man layert. Andererseits erkenne ich hier aber auch keine haltbarkeitsverlängernde Wirkung, glaube langsam fast, beim Herrenduft ist diese Wirkung auch nur da, weil Holz als Basisnote an sich eine lange Haltbarkeit bietet.

Mirus II Lanoe von PhoenixNoctulus 2017-03-04

Lanoe hat zwei Pheromon-Düfte im Sortiment, Mirus I, sanft, für Damen, und Mirus II für Herren - extra stark. Nach dem Motto "Wenn, dann richtig!" habe ich neulich Mirus II aufgelegt. Ohne Furcht, dass mir plötzlich ein Bart oder gar noch Absurderes wächst ;)

Was soll ich sagen? Erst roch ich Alkohol. Dann helles Holz, nicht milchig, sondern in Richtung frische Holzspäne. Dann roch ich kurz etwas Säuerliches. Dann etwas Moschusartig-Puderiges. Dann wieder das helle Holz. Und dann: Nichts.

Und dabei ist es geblieben. Ich habe meinen Freund gefragt: Riechst Du was? Er roch an meinem Handgelenk und bestätigte: Nichts. Es hat mich an dem Tag auch sonst keiner auf irgendeinen Duft angesprochen.

Dann habe ich es mal mit dem Layern versucht, denn Mirus I und II sollen auch die Haltbarkeit von Düften verstärken. Da habe ich den Eindruck, dass das insofern stimmt, als dass der Duft sich mit Mirus II als Basis einfach langsamer entfaltet. Außerdem scheint sich ein leicht hölzerner Unterton zu bilden. Oder soll ich sagen: Auch Mirus II kann man dann etwas länger riechen? Letztendlich ist der Duft bei mir nicht wirklich mehr, als eben ein Hauch helles Holz.

Wobei auch diese vorgeblich haltbarkeitssteigernde Wirkung nicht so deutlich ausfällt. Es ist vielleicht eine halbe bis ganze Stunde (bei einem an sich langanhaltenden Duft), aber auch nicht mehr. Ebenso kann ich mir vorstellen, dass die Holznote, die der Duft dann hat, bei einigen Düften störend wirken könnte. Auch das langsame Entfalten des Duftes ist vielleicht nicht wirklich jedermanns Sache.

Insgesamt bleibt also zu sagen, dass Mirus II nicht wirklich schlecht im eigentlichen Sinne ist... aber irgendwie hat seine Nutzung auch nicht wirklich einen Zweck, oder jedenfalls bemerke ich keinen. Aber vielleicht habe ich auch nicht die richtige Hautchemie dafür ;) Ich werde es demnächst noch einmal mit Mirus I, der zarten Variante für Damen, versuchen (aber, ehrlich gesagt, Wunder erwarte ich nicht - ich stehe dieser Pheromon-Sache auch eher skeptisch gegenüber).

Danke an Comfy für die Lanoe-Proben! :)

Loewe 001 Man Loewe von PhoenixNoctulus 2017-03-04

Der Auftakt ist für einige Sekunden würzig mit (für meine Nase) Pfeffer, Kardamom und Koriander, und ganz leicht herb-zitrisch, danach kommt sofort die Hauptnote des Duftes, Sandelholz, durch. Es ist ein eher maskuliner Holzton, erst einmal nicht allzu milchig. Dazu kommt noch eine kleine frische, kühle Veilchennote, und Nadelbaum - sowohl Nadeln als auch Holz. Insgesamt wirkt der Duft erst einmal holzig, leicht würzig und moderat kühl.

Mit der Zeit kommt eine stärker werdende puderige Moschusnote hinzu und vermengt sich mit dem leicht würzigen, etwas kühlen Holzduft. Insgesamt wirkt der Duft dann doch relativ zahm und gar nicht mal so extrem maskulin. Einerseits erkennt man zwar schon eine gewisse "Herrenduft"-Signatur dabei, aber es die Holznote ist eben nicht einfach nur dunkel und zartwürzig, sondern auch deutlich cremig und puderig.

Nach einer Weile kann man sogar eine leichte vanillige Süßlichkeit vernehmen, ein winziges Bisschen Fruchtigkeit, und eine immer deutlicher werdende süßlich-herbe Vetivernote. Auch etwas ambratisches Patschuli tritt plötzlich noch hinzu, was den Duft ein wenig aufwärmt. Der Duft erreicht dann fast schon Unisexqualitäten und erinnert mich sehr deutlich an eine etwas weniger süße, kakaofreie, und dafür etwas würzigere Variante von Dior Homme Intense. In dem Zustand bleibt 001 Man dann auch, bei moderater Sillage, und einer überdurchschnittlichen Haltbarkeit. Ich muss sagen, ich bin wirklich positiv überrascht.

Danke an Comfy für die Probe!

Loewe 001 Woman Loewe von PhoenixNoctulus 2017-03-03

Luftiger Weihrauch, pfefferig verziert, süßliche Myrrhe... cremig-gourmandige Vanille... süße Frucht... und dann doch... Sandel?! 001 Woman beginnt für mich turbulent, in wenigen Sekundenintervallen scheint der Haupteindruck des Duftes zu wechseln. Richtiggehend chaotisch. Und auch später scheint die Hauptnote immer wieder zu changieren, es tritt eine Note hervor, dann wieder zurück, dann taucht die nächste auf. Sehr seltsam.

Was mir auch deutlich auffällt, ist, dass ich mehr rieche, als in der Pyramide angegeben ist. Ambra - definitiv, aber auch andere Harze. Weihrauch finde ich relativ deutlich wahrzunehmen. Frucht? Ich würde sagen, ja, hauptsächlich fruchtige Mandarine (und ein wenig herbe Bergamotte), aber etwas mehr scheint da auch noch hintergründig mit dabei zu sein. Ich würde insgesamt auch noch Moschus vermuten, da ist etwas deutlich Hautartiges mit dabei, oder ist das die Mischung aus Sandel, Vanille, Ambra, Jasmin und Pfeffer? Eine merkliche Blumigkeit rieche ich übrigens erst ganz zum Schluss, vorher ist davon allerhöchstens eine winzig kleine Nuance zwischen all den anderen Noten zu vernehmen. Übrigens wirken die Duft anfangs relativ synthetisch, mit der Zeit fällt dies aber kaum mehr auf.

Insgesamt wechselt der Duft für meine Nase, kurzgefasst, zwischen Sandel und Pfeffer, Vanille, Harzen und Früchten hin und her. Zartwürzig aber gleichzeitig auch fast schon kokosmilchartig cremig holzig, ambratisch, vanillig süß(!), fruchtig, pfefferig, am Ende auch ein wenig blumig (warm, eher süß). Frisch? Definitiv nicht. Hautartig? Auf jeden Fall. Sogar recht intensiv, und nicht unbedingt in Richtung "strahlend sauber". Ergäbe "würzig-süße warme Haut" irgendeinen Sinn?

Definitiv interessant (ob angenehm oder unangenehm, darüber werde ich mir bis heute nicht einig). Und ich bin selber sehr überrascht davon, da ich bisher überall las, dieser Duft habe null Charakter, wirke sehr generisch und habe auch kaum Haltbarkeit und Sillage (auch da muss ich widersprechen, auf meiner Haut strahlt er definitiv etwas aus, die Haltbarkeit ist auch immerhin moderat). Generell erstaunlich, wie unterschiedlich dieser Duft von Person zu Person auszufallen scheint. Und ja, ich bin mir bewusst, dass meine Rezension ein wenig ungeordnet wirken könnte - der Duft ist es ja schließlich ebenso ;)

Vielen Dank an Comfy für die Probe!

Sira des Indes Jean Patou von PhoenixNoctulus 2017-03-03

Sira des Indes entwickelt auf meiner Haut, nach einer kurzen Eröffnung mit spritzig-zartherber Bergamotte, sehr schnell eine sehr schöne, ausgeprägt cremig-milchig-vanillige (und entsprechend passend untermalte) Bananennote - allerdings im Gegensatz zu D&G Sicily deutlich "parfümiger" und weniger natürlich einfach nur nach Früchten und Blüten duftend, obwohl Sicily und Sira des Indes doch einige Duftnoten teilen. Ich vermute mal, das liegt daran, dass hier die Blütennoten sehr stark dosiert sind. Champaka, der südostasiatische Tempelbaum, wirkt sehr damenhaft, dazu kommt auch die Orangenblütennote hier eher elegant rüber, und nicht einfach "nur" wie ein feiner Blütenhauch in der Frühlingsluft. Insgesamt kommt die Bananennote hier also, selbst, wenn sie an sich sogar noch etwas cremiger als die in Sicily ausfällt, aufgrund der starken Blütennoten deutlich weniger zur Geltung; sie geht zwar nicht komplett darin unter, steht aber eben auch nicht im Vordergrund. Sira des Indes ist für mich also eher "Blütenduft von Bananen untermalt" und nicht "Bananenduft mit Blüten untermalt" (auch, wenn die Bananennote an sich schon stark ist).

Mal abgesehen von der milchig-cremigen Banane und den zwei klassischen Blüten rieche ich hier noch einen starken Pudermoschus-Hintergrund, ansonsten nur kleine Nebennoten. Ganz oben etwas sanft würziges Kardamom und ein winziger Hauch Pfeffer, eine geringe Menge leicht aquatisch anmutender Birne, daneben ein wenig süße Pflaume, darunter noch etwas Ambra nur zum Aufwärmen. Und das war es dann auch. Einen sonderlichen Wandel macht Sira des Indes für meine Nase auch nicht durch. Aber das macht nichts! Es ist trotzdem ein sehr gelungener und sehr wertig riechender Duft, wenn auch für mein Empfinden vielleicht eher für LiebhaberInnen von noblen Blumendüften (insbesondere Fans der Champaka-Magnolie) geeignet, und weniger für Leute, die einfach fröhlich-fruchtige Bananen(milchshake)düfte mögen.

Die Sillage ist moderat bis leicht überdurchschnittlich, die Haltbarkeit enorm. Ein großes Danke an Aquaria für die Probe!

E5 Cerchi Nell’Acqua von PhoenixNoctulus 2017-03-03

Interessant, was hier die Hautchemie auszumachen scheint.

Anfangs ist E*5 für mich ein wirklich strahlender Zitrus-Lavendelduft. Einerseits sind da sauer-fruchtige Zitrone und kleine Akzente von Petitgrain und Neroli, andererseits üppige bittersüße Noten von Bergamotte und Pomeranze. Ich könnte mir vorstellen, dass die Bitterorangen-Note manchen Leuten zu stark sein könnte, aber ich finde sie toll. Und dazu der Lavendel! Krautig und keineswegs überfrisch, intensiv, aber nicht unnatürlich.

Untermalt wird das Ganze erst einmal von einem winzigen Hauch heuartigem Vetiver, einer kleinen warmen Prise Zimt, etwas klassischer Gartennelke und einer ziemlich großen Menge an Gewürz - rosa Pfeffer und Koriander im gleichen Maß. Sie scheinen den Zitrus-Lavendel-Mix noch mehr zum Strahlen zu bringen.

Schon nach einigen Minuten ändert sich der Duft allerdings. Erst einmal scheint für meine Nase eine Ingwer-Zitronengras-Note hervorzukommen?! Ich werde deutlich an diverse asiatische Speisen erinnert (da sind es typische Zutaten... auch zusammen mit Koriander). Schlecht ist das nicht, aber etwas unerwartet.

Und dann kippt der Duft für mich leider komplett um. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber plötzlich wird E*5 einfach nur eklig muffig. Es scheint mir, als würden urplötzlich alle Noten, die man vorher noch harmonisch miteinander, aber eben doch auch irgendwie einzeln riechen konnte, zu einem großen Brei vermengt. Und der riecht leider irgendwie eklig. Muffig, wie gesagt, und für meine Nase sogar - sorry - ein wenig nach nassem Hund.

Letztlich passierte das, was mir vorher bisher kaum passiert ist (ich bin beim Testen relativ zäh) - ich habe den Duft abwaschen müssen. Es ging einfach nicht mehr, ich fand den Duft auf meiner Haut richtig schlimm. Und wie das dann immer so ist ;) , ist der Duft dann auch kaum abzuschrubben gewesen. Sehr intensiv, sehr haltbar. Generell wirkte der Duft bis dahin sehr kräftig auf mich.

Jetzt kann man sich natürlich fragen, was bringt so eine unvollständige Rezension? Ich würde sagen, zumindest den Hinweis, dass man den Duft lieber testen und nicht blind kaufen sollte.

Und auch für mich persönlich hatte der Test somit immerhin den Mehrwert, dass ich weiß, dass dieser Duft für mich definitiv nichts ist, schöne Bitterorangen-Note hin oder her. Danke an Aquaria für die Probe! :)

Alaïa Alaia Paris von PhoenixNoctulus 2017-03-02

Alaia riecht im Auftakt für mich nicht nach Gurken, sondern nach... Honigmelone. Genau genommen gepfefferte Honigmelone. Ich vermute, das ist das Zusammenspiel aus der "Bergluft"-Note, die auf mich eher frisch-aquatisch und leicht metallisch wirkt, süßlichen, fast schon fruchtigen, Akzenten von Rose und Freesien, außerdem leichter Puderigkeit von Pfingstrosen und Moschus, + würzigem Pfeffer.

Mit der Zeit nimmt die Frische dann etwas ab, statt Fruchtnoten rieche ich dann auch tatsächlich Blüten. Nun kommt auch das Veilchen ein wenig hervor, auch eine zunehmende, leicht synthetisch wirkende Ledernote. Eher grobes Leder, kein Wildleder. Etwas würzig, etwas - ein kleines Bisschen - animalisch.

Deutlich versinken Blüten und Leder allerdings in einer großzügig dosierten Moschusnote. Sie ist nicht ganz sauber, wirkt auf mich aber auch nicht übermäßig tierisch oder hautartig. Eine Ähnlichkeit zu Musc Tonkin erkenne ich aber auch. Insgesamt definitiv ein ungewöhnlicherer Duft, mit moderater Sillage und leicht überdurchschnittlicher Haltbarkeit.

Danke an Comfycat für die Probe!

Eau Gourmande Vanille Gourmande Laura Mercier von PhoenixNoctulus 2017-03-02

Vanille Gourmande beginnt leicht likörartig und karamellig-röstig (ein wenig werde ich sogar fast schon an Kaffee erinnert), ich denke, das ist eine Mischung aus der Vanille- und der Heliotropnote. Zarte, leicht aquatisch anmutende, Blumennoten von Orchidee und einem Hauch Lilie spielen mit hinein, die Orchidee hat dabei auch etwas Cremiges an sich.

Mit der Zeit treten die Blüten zurück, ich rieche dafür ein deutlich in einander verlaufendes Gemisch aus cremigem Sandelholz, süßer Vanille und einem Hauch Pudermoschus, aufgewärmt mit etwas Ambra. Die Vanillenote wirkt mit der Zeit nicht mehr so sehr nach Karamell (geschweige denn Likör), sondern wird eher cremig-süß, wobei auch ein deutlicher, natürlich wirkender, herb-holziger Anteil mit dabei ist.

Ich finde Vanille Gourmande insgesamt nicht wirklich schlecht, muss allerdings sagen, dass dies definitiv nicht der gefälligste Vanilleduft ist. Die Röstigkeit, der hölzerne Anteil, auch die Wässerigkeit vom Anfang - es ist keine einfache "Puddingvanille", sondern ein Duft mit Ecken und Kanten, die in diesem Fall für manche Nase auch unangenehm sein könnten (ich muss zugeben, die Röstnote vom Anfang finde ich auch nicht so angenehm).

Die Sillage ist moderat, die Haltbarkeit deutlich überdurchschnittlich.

Vielen Dank an Aquaria für das Weiterreichen der Probe! :)

The Des Vignes Caudalie von PhoenixNoctulus 2017-03-02

Dieser Duft von Caudalie ist eigentlich relativ simpel komponiert: Hauptsächlich riecht man eine schöne, natürliche Grünteenote, die mit einem Tröpfchen Honig gesüßt ist, und fruchtige, rote Trauben (die mich auch ein wenig an jungen Wein erinnern - was für mich, da ich Federweißer liebe, ein Pluspunkt ist). (Eigentlich wirken alle Noten überaus natürlich - sind sie wohl auch, jedenfalls werden die Produkte von Caudalie als Naturkosmetik eingeordnet).

Als Kopfnote bemerkt man darüber hinaus ganz kurz eine leichte Ingwer-Schärfe, die aber sehr schnell verfliegt; untermalt sind Traube und gesüßter Tee mit ein paar frühlingshaft sanften Weißblühern (Jasmin, Orangenblüte) und einer Basis aus moderat temperiertem Holz und leicht puderigem Moschus.

Der Dufteindruck bleibt dauerhaft so, es gibt keinen Verlauf; Sillage und Haltbarkeit sind moderat. Ich finde den Duft insgesamt ziemlich schön, insbesondere die roten Trauben sind wirklich bestechend. Im Sommer hat dieser Trauben-und-Tee-Duft auch etwas Erfrischendes. 50 ml haben einen offiziellen Verkaufspreis von 25,20 Euro, es gibt auch noch einen 100-ml-Flacon für 35,30 Euro.

Kurz gesagt:

Ein Weinberg an einem Spätsommerabend.
Üppige Trauben, holzige Wurzelstöcke.
Ein Hauch Jasmintee in der Luft.
(Aus welchem Grund auch immer ;) ).

Dune Christian Dior von PhoenixNoctulus 2017-03-02

Ganz zum Anfang riecht Dune für mich ziemlich maskulin, irgendwie nach Herrencologne. Das mag daran liegen, dass der Duft sehr frisch-krautig-holzig beginnt. Ich rieche praktisch erst einmal nur Eichenmoos, Rosenholz und luftig-frische Aldehyde.

Mit der Zeit kommt dann kommen dann allerdings noch zarte, wärmere Harznoten hinzu (Ambra, Benzoe), etwas Moschus-Puderigkeit und "sogar" ein paar blumige Aspekte: Ich rieche eine strahlend helle, klare Lilie, würziges Ylang, unglaublich leichte - aber auch wieder zum luftig-frischen Eindruck des Duftes beitragende - Noten von Pfingstrose und Jasmin. Auch ein Hauch kühler Rose ist noch mit dabei. Insgesamt entwickelt sich ein leicht frisch-cremeartiger Eindruck - Dune bleibt für mich aber weiterhin eher luftig und kühl. Und es ist ein gewisser salziger Hauch mit dabei, der den Gesamteindruck wirklich in Richtung "frische Meerluft, kühler Sand, ein Hauch Pflegelotion" rückt.

Erst nach mehreren Stunden entwickelt Dune sich bei mir noch etwas wärmer und femininer. Das Rosenholz bekommt etwas Konkurrenz von cremigem hellem Sandelholz, ich rieche etwas ambratisches Patschuli, ein kleines bisschen süße Vanille. Es kommt letztendlich sogar ein wenig Fruchtigkeit durch Mandarine mit hinein (sie mag schon die ganze Zeit vorhanden gewesen sein, aber durch all die frischen Noten kommt sie vorher für meine Nase kaum durch). Wohlig-warm kann man sich den Duft natürlich trotzdem noch nicht vorstellen, er behält die gesamte Zeit eine gewisse abstrakte Kühle, die aber gerade auch interessant und relativ einmalig an diesem Duft ist (oder entwickelt er sich im Sommer evtl. wärmer?).

Immer kann ich Dune nicht tragen. An manchen Tagen ist mir die, an sich eigentlich sehr interessante, Salz-Note ein wenig zu viel. Manchmal ist er mir auch zu luftig und zu aquatisch (wie gesagt: salzige Meeresluft). Insgesamt ist Dune allerdings definitiv ein kleines Kunstwerk, der Duft ist unverkennbar, sehr individuell, ja, ich finde, man sollte ihn zumindest mal gerochen haben. Und an manchen Tagen trage ich ihn schon ganz gerne. Die Sillage ist moderat bis leicht überdurchschnittlich, die Haltbarkeit liegt bei gut 8-10 Stunden.

Fleur Musc for Her Narciso Rodriguez von Glückskind 2017-03-02

Endlich mal ein Tag an dem die Nase richtig
fit ist! Und dann so eine Enttäuschung :(

Ich hatte mich sehr auf diese Probe gefreut.
Hatte ich mir doch den perfekten Rosen Moschus erhofft.

Nun ja... etwas Rose erahne ich.
Die Pfingstrose ist noch am ehesten zu erkennen.
Etwas weißer Moschus, drei kleine Veilchen und mit viel
Fantasie auch Amber.

Jeden anderen Narciso rieche ich sofort
in seiner ganzen Herrlichkeit.
Bei Fleur Musc ist alles anders.

Keine Narciso Rodriguez DNA...
kein typischer Moschus, kaum Sillage.
Ein Eau de Badewasser mit Schaum.

Könnte so in jeder Drogerie stehen.

Eau de Karma Thomas Sabo von aquaria 2017-03-02

Der Duft wirkt auf mich in den ersten zwei Stunden vor allem grün-säuerlich. Einen grünen Apfel rieche ich dabei nicht heraus, es ist eine unbestimmt grünliche und sehr helle, auch sehr frische, und eben sehr säuerliche Aura.
Ich vermute, dass die so genannten ozonischen Noten den größten Anteil an der brisigen Frische ausmachen. Vermischt mit synthetischem Apfel und säuerlichen Johannisbeeren ergibt das einen Mix, den man an heißen Sommertagen durchaus als erfrischend erleben kann.
Im Verlauf mengen sich nach und nach ziemlich süße Noten dazu. Ich erkenne weder die Freesie noch die Pfingstrose oder Rose an ihrem Duft, ich rieche einen Mix aus warmer und süßer Blumigkeit, eingehüllt in sehr süßes Ambra.
Insgesamt ergibt das eine nicht unangenehme Mischung aus süß-saurer, teils beeriger, teils kühl apfeliger Fruchtigkeit und einer süß-warmen, für meine Nase schwer zu definierenden, leicht rosigen Blumigkeit mit einigem Grün drumherum.
Ein sehr heller Duft und ein freundlicher. Ich muss allerdings erwähnen, dass er sich seine Synthetik doch sehr deutlich anmerken lässt und für mich als Kaufkandidat ausscheidet. Aber er wirkt nicht so beliebig und uninspiriert wie so viele andere, in letzter Zeit gerochene blumig-fruchtige 08/15 Düfte.
Ich würde ihn qualitätsmäßig im guten Mittelfeld ansiedeln. Er teilt sich einige Charakteristika mit den frischen Essence-Düften, aber auch mit dem grünen „Evergreen“ von Jil Sander (wenn man Birne durch Apfel ersetzt, sind sie sich sogar ziemlich ähnlich) und den fruchtigen (Apfel-) Düften von Donna Karan.
Das "mag ich nicht" von oben stammt nicht von mir. Ich würde mir den Duft zwar selber nicht kaufen, aber es würde mich nicht stören, ihn an anderen zu riechen. Er ist unaufdringlich frisch und leicht.

Aqua Incanta Gritti von aquaria 2017-03-02

Faszinierend, welche Veränderungen dieser Duft durchläuft. Ich habe ihn blind getestet und war mir anfangs sicher, das würde ein erdig-würziger Duft werden. Der Duft startet nämlich extrem erdig. Kein modriger oder gruftiger Eindruck, sondern reine, frisch umgegrabene Erde, als hätte ich gerade ein Loch ausgebuddelt, um einen Baum zu pflanzen.
Ich wartete auf Gewürze und Patchouli oder auf etwas „Waldboden-Mäßiges“, denn der Duft schien in diese Richtung zu gehen. Kam aber ganz anders.
Der Duft entwickelte sich langsam, sehr langsam, aber stetig immer weicher, wärmer, süßer, bis er sich nach ca. einer Stunde in einen sauberen Puderduft mit einer wunderschönen Iris, sowohl die blumige Variante als auch die pudrige Iriswurzel, mit feiner, sehr luftiger Vanillebegleitung und harzigem, hellem, sauberem Ambra verwandelt hatte.
„Aqua Incanta“ wird an mir zu einer leichteren Variante des „Magnum Iris“ von Ramon Bejar, der mir außerordentlich gut gefällt, der für mich als Kaufkandidat aber nicht infrage kommt (extrem teuer). Die beiden Düfte teilen sich die Aussage und den Duftcharakter, sie sind aber keine eineiigen Zwillinge.
Der „Aqua Incanta“ bietet eine trockene Pudrigkeit und hell-harzige, süße Rauchigkeit, ist an mir ein trockener, samtiger Duft mit einer Textur, die mich manchmal an pulverisierte Fizzers denken lässt, ohne deren künstliche Süße natürlich. Eine sehr lebendige Pudrigkeit, fast ein bisschen „bizzelig“ manchmal.
Der „Magnum Iris“ ist an mir dagegen dicht cremig, balsamisch und süß-warm mit mehr Irisbutter als pudrige Iris, hat dadurch insgesamt mehr Volumen und „Gewicht“, das sich wie eine warme Decke aus dicker Creme anfühlt.
„Aqua Incanta“ empfinde ich als leichter; die sehr pudrige Duftprojektion ist luftiger, atmungsaktiver, ruht aber ebenfalls auf einer anschmiegsamen, ambrierten, hell-balsamischen, hell-harzigen und fluffig-vanilligen, warmen Unterlage.

Reve Royal NANA.M von aquaria 2017-03-02

Im Auftakt dominiert an mir dunkles, holziges Tannengrün und Baumharz; ich sehe es förmlich aus den abgebrochenen Enden der Tannenzweige fließen, und hier ist es dunkel orangefarben und riecht nicht nur sehr süß, sondern merkwürdiger Weise auch leicht fruchtig. Das muss nach Aprikosen duftender Osmanthus sein, der dieses fruchtige Aroma beiträgt, und der Honig, den ich als zusätzliche Süße merke. Kein klebriger, sondern trockener, kristalliner Honig. Diese Kombination zieht deutliche, aromatisch süße Duftfäden durch den ansonsten holzig-ledrigen Duft, der von herbem, aber frischem Tannengrün zu dunklem, trockenem und rauchigem Holz mutiert.
Die nächsten Stunden sind ein Zusammenspiel von kräftigen, herben (aber nicht unangenehm bitteren), dunkelgrünen, frischen und rauchigen Holztönen, von trockenem, pudrigem Holz und von diesem Eindruck nach süßem, mit Honigpolitur behandeltem Holz. Das Leder rieche ich zunächst nicht extra heraus, es scheint aber für den sehr dunklen Hintergrund verantwortlich zu sein. Erst nach längerer Tragedauer kommt es deutlicher als schwarzes, rauchiges Leder zum Vorschein.
Ab dem Mittelteil kriege ich zwischen der dunklen Ledrigkeit und Holzigkeit immer wieder einen Hauch sauberer Rose in die Nase, die allerdings sehr schattig vor einem nach wie vor dunklen, waldigen Hintergrund blüht. Die holzigen Akzente sind in dieser Phase sogar für meine Nase relativ angenehm. Sie wirken luftiger, eher grau als schwarz, und sie entwickeln in dieser Phase auch eine luftig ätherische Rauchigkeit. Mit der schwach noch vorhandenen Süße ergibt das einen weihrauch-ähnlichen, warmen Unterton.
Die letzte deutliche Veränderung macht mir den Duft aber dann doch anstrengend. Das Guajakholz tritt dominant in den Vordergrund. Auf mich wirkt es immer ein bisschen „schwitzig“, und das tut es auch hier. Umgeben ist es von kontinuierlich dunkler und dunkel-rauchiger werdendem Holz.
Reve Royal wird schließlich zu einem dunkel-würzigen Duft mit dunkelledrigen, intensiven Holznoten, ein für meinen Geschmack maskuliner Eindruck. Und dennoch mischt bis zum Schluss eine leise Süße und Weichheit mit, die ab und zu durchdringt. Honigholz.
Ein Marmorkuchen aus Honigholz, durchzogen von dunklem, rauchigem Holz und dunklem Leder, mit ab und zu vernehmbaren Duftfäden einer warmen, dunklen Rose und mit dunkelgrün aromatischen, leicht herb-krautigen Akzenten.

Gocce di Napoleon Morris von PhoenixNoctulus 2017-03-01

Ich muss zugeben, ich bin bei diesem Duft ein wenig verwirrt. Im Fragrantica-Verzeichnis sind eine Version von 1991 und eine von 1979 angegeben, beide mit unterschiedlichen Duftnoten (online findet man die Angabe, es habe eine Reformulierung gegeben). Ich teste aus einer Probe, bei der ich nicht genau weiß, von wann sie stammt (und von wem, da die Schrift auf dem Schildchen sehr verlaufen ist - auf jeden Fall vielen Dank für das Pröbchen, vielleicht fühlt sich ja jemand angesprochen!). Und was soll ich sagen? Ich rieche Noten aus BEIDEN Versionen (die aber jeweils nur in einer Version offiziell vorkommen sollen) ;) Ich denke also, die Pyramiden stimmen so nicht ganz, bzw. teilen alte und neue Version deutlich mehr Noten, als angegeben.

Anfangs rieche ich sehr deutlich Ringelblume. Ganz zart, sanft, aber deutlich als das, was sie ist, identifizierbar - mit Moschus und cremigem Sandelholz untermalt. Dann kommt eine vanillige Note hinzu, vermutlich Heliotrop. Diese Noten findet man (bis auf Moschus) laut Pyramide nur in der 1991er Version.

Und dann geht es aber los mit einer sanften aromatischen Lavendelnote; Pfirsich und Zitrusfrüchte brechen durch (sowohl saure und leicht herbe als auch süße), dazu Gartenkräuter wie Basilikum und Salbei, ein winziger Hauch Pfeffer. Die Ringelblume verklingt derweil. Moschus, Sandel und der vanillige Akzent bleiben im Hintergrund bestehen.

Mit der Zeit kommen dann noch ganz sanfte Harznoten von Myrrhe, Weihrauch und einem Hauch Labdanum hinzu, außerdem eine sehr zarte, puderige, leichte Moosnote. Der Hintergrund bleibt ab diesem Zeitpunkt "stabil", in der "Schicht" darüber geben allerdings die fruchtigen Noten mit der Zeit an Weißblüher (Gardenie, Jasmin, eine ganz leichte, wässerige Lilie) ab. Und so bleibt es auch, bis im Drydown letztendlich nur noch die Basisnoten, also Harze, Moschus, Moos, Sandel und ein Hauch von Vanille, abflauen.

Insgesamt erinnert der Duft mich an einen Garten nach einem Regenschauer. Nasse Luft und Erde, Kräuterbeete, Obstbäume. Alles sehr dicht gewebt, irgendwie aber insgesamt auch sehr mild, sehr rund. Ein richtiger Wohlfühlduft, im Sommer aufgrund von Kräuter- und Zitrusnoten und Lavendel sicher auch etwas erfrischend. Zum Namen passt es: Gocce heißt Tropfen (auch im Sinne von Regentropfen). Ein wirklich schöner Duft. Die Sillage ist moderat, die Haltbarkeit ebenso.

Sideris Maria Candida Gentile von PhoenixNoctulus 2017-03-01

Der Anfang ist für meine Nase sehr ungewöhnlich: Irgendwie ungeordnet, fast schon etwas laut, erreichen verschiedene süße, bittere, luftige und harzige Aromen meine Nase, ein Kuddelmuddel aus Räucherwerk, Honig, Wachs, Kräutern, einer Note, die an frische Bergluft erinnert, was in Kombination so abwegig natürlich nicht klingt, aber in den ersten Momenten ist es wirklich ein wenig seltsam (und so in Parfüm noch nie zuvor gerochen!), gerade, wenn man nicht weiß, was einen erwarten wird.

Doch schon bald ordnen sich die Noten auf eine harmonische Art und Weise an. Anfangs rieche ich hauptsächlich Grünes, Krautiges, frisch Luftiges. Wenn man das Aroma kennt, bemerkt man es nach einigen Momenten: Es ist tatsächlich griechischer Bergtee! Darunter fließen verschiedene Arten von Räucherwerk wie Nebelschwaden dahin, manche ätherisch-kühl, manche leicht würzig und rauchig, manche eher süßlich und zart zitrisch. Offiziell sind Myrrhe, Weihrauch und Benzoe angegeben, was gut zu meinem Eindruck passt. Doch nicht nur Räucherwerk ist wahrzunehmen, sondern auch Bienenwachs. Dicke, schon etwas ältere Wachskerzen, die allerdings auch etwas auffällig unsüß Honigartiges, aber dafür ansatzweise Cremiges, an sich haben. Außerdem ein Hauch Safran, etwas Labdanum und eine ganz zarte Prise Pfeffer für ein wenig Würzigkeit. Als Unterbau gibt es zudem noch ein wenig alte Hölzer.

Erst scheinen alle Noten ineinander zu fließen, die Frische und Bitterkeit des Bergtees überwiegt in der ersten Zeit. Später wird der Duft allerdings etwas wärmer und würziger, der Fokus liegt dann auf Harzen, Wachs und der leichten Gewürznote, wobei man eine grüne kräuterartige Note noch immer ganz sanft über allen anderen Noten riechen kan. Die Mischung aus Harzen, Wachs, Krautigkeit und Holz erinnert ich in dieser Phase deutlich an Rosarium von Angela Ciampagna. Die Düfte sind zwar nicht identisch, aber charakterlich zu der Zeit sehr ähnlich. Daher besteht natürlich auch eine leichte Ähnlichkeit zu Century von Odin, der wiederum wie eine würzigere Variante von Rosarium ausfällt.

Mit der Zeit scheinen die Harznoten ein wenig miteinander zu "konkurrieren", mal rieche ich die eine mehr, mal die andere. So geht es bei moderater Sillage über Stunden, bis der Duft letztendlich vanillig-harzig und sanft holzig ausklingt. Dabei wirken alle Duftnoten von Sideris unglaublich natürlich, irgendwie auch urtümlich. Aquaria (vielen herzlichen Dank für die Probe!) hat dazu ja schon Einiges geschrieben, was ich exakt so unterschreiben könnte.

Ich persönlich muss bei diesem Duft immer an die alten griechischen Bergklöster denken. Ich war noch nie in einem, aber die dicken Klostermauern aus Stein, die frische, kräuterschwangere Bergluft, drinnen die Echtwachskerzen, die alten Holzmöbel und das Räucherwerk - so ähnlich muss es wohl riechen. Auch die Abgeschiedenheit des Klosterlebens irgendwo weit abseits in den Bergen spiegelt Sideris für mich gut wieder: Es ist ein sehr ruhiger, einhüllender, ja, schon fast "still-sakraler" Duft. Etwas, um sich damit gedanklich zurückzuziehen, nachzudenken. Definitiv kein Ausgeh- oder Partyduft, sondern das komplette Gegenteil davon.

Insgesamt ein wirklich faszinierender und ungewöhnlicher Duft. Wer sich für Weihrauchdüfte interessiert, sollte Sideris unbedingt testen.

Forbidden Rose Avril Lavigne von PhoenixNoctulus 2017-03-01

Forbidden Rose war der 2. Avril-Lavigne-Duft und kränkelte genau an denselben Dingen, wie der erste (abgesehen vielleicht davon, dass der Flacon geringfügig besser gestaltet war, irgendwie meinem Gefühl nach etwas schwerer, nicht total leichtes Plastik).

Zum Einen wäre da wieder das Synthetische bei den Duftnoten. Einige, die schon in "Black Star" vorhanden waren, finden sich hier 1:1 wieder: Die angeblich "dunkle" Schoko-Note, die einfach nur eintönig süß ist, der wässerige Synthetik-Lotus, die süße Vanille. Dieses Mal gesellen sich künstliche Äpfel (Typ Kindershampoo) dazu, außerdem in der Kopfnote etwas Pfefferiges und in der Basis eine ganz unauffällige, hintergründige Sandelnote (allerdings auch alles mit Konserven-Anklang). Als Füllmaterial dazwischen findet man noch etwas Pfirsich, evtl. tatsächlich auch eine kleine Heliotrop-Note, aber auch die wirken nicht gerade beeindruckend echt.

Wobei ich glaube, hier ist auch die Komposition etwas unharmonisch geraten. Der Auftakt ist erst einmal - wie es auch bei Duft Nr. 1 war - sehr alkoholisch. Danach kommt erst einmal nur eine scharfe Pfeffernote durch. Und dann - verwässert alles. Da sind zwar die Shampoo-Äpfel, das Bisschen Pfirsich, die Basis aus Imitat-Schoko-Vanille-Sandel, aber alles scheint in der Lotus-Aquatik-Note, salopp gesagt, abzusaufen. Ein Mix aus künstlichen Äpfeln, Pfirsichen und übersüßter Vanille unter Teichwasser. Ein Seerosenteich zwar, aber das Plus an Charme ist marginal.

Der zweite Griff daneben: Das Konzept. Kühl wirkt der Flacon farblich gesehen ja, aber würde man sich darunter wirklich einen deutlich synthetisch ausfallenden aquatischen Apfel-Vanille-Duft vorstellen? Und wo ist die Rose von Forbidden Rose (ich nehme ja mal an, "verboten" soll in diesem Fall auf die Besonderheit der Rose anspielen - nicht darauf, dass sie zum Duft keinen Zutritt hat ;) )? Das Design verspricht - für meine Augen - etwas Außergewöhnliches, Düsteres bis Mystisches, hat eine gewisse Sinnlichkeit, Rosen sind wohl auch DAS Symbol für Romantik - aber was hat all das mit Apfelshampoo zu tun?

Mal abgesehen davon, dass damals viele Teenies das nach Apfel riechende Fructis-Shampoo mochten, ein ähnlicher Duft hier also dazu gedient haben könnte, die Kunden bei dem "abzuholen", was sie kennen und mögen - das Konzept passt trotzdem einfach nicht. Schade, man hätte doch Einiges daraus machen können (durchaus auch mit gefälligem Ergebnis - es muss sich ja auch ausreichend verkaufen). Wenn ich andererseits bedenke, dass das Erscheinen dieses Duftes mitten in die Twilight-Modewelle fiel, die ja auch dufttechnisch einige merkwürdige Blüten getrieben hat... Das erklärt vielleicht das "angedüsterte", zum Duft an sich leider nicht wirklich komplementäre Design.

Wobei ich mich manchmal frage, ob vielleicht meine Hautchemie mit diesen Düften nicht zurecht kommt, so gut, wie sie dann doch in der Bewertung abschneiden? ...

Black Star Avril Lavigne von PhoenixNoctulus 2017-03-01

Es gibt sie, die Schätze, die man unerwarteterweise auch bei DM oder Rossmann zum Schnäppchenpreis finden kann. Klar, kompositorische Meisterwerke sind es selten, aber manche riechen durchaus höherwertig oder sind sogar interessant, manche hingegen sind vielleicht nicht sehr originell, riechen aber immerhin angenehm und eignen sich gut als Alltagsdüfte. Und dann gibt es sie, die Düfte, bei denen man vielleicht ein interessantes Konzept (nach Flacondesign oder Zielgruppe) erwarten könnte - und die dann dennoch einfach nur flach/lahm/misslungen ausfallen. Black Star gehört leider zu letzteren.

Was rieche ich? Eine synthetische süße Vanillenote, dazu übersüße Schokolade, die zwar offiziell als "dunkle Schokolade" angegeben wird, aber keinerlei herbe oder auch nur natürlich kakaoartige Akzente hat (also einfach NUR süß ausfällt). Dazu kommt eine merkwürdige Wässerigkeit (ich würde sagen, künstliche aquatische Aromen, die mit ein wenig Süßlich- und Salzigkeit an Birne und Jasmin bzw. Lotus erinnern sollen), und darauf? Extrem süße "Frucht"noten. Mango und Hibiskus kann ich mit Fantasie herausriechen, vielleicht einen Hauch Cassis. Aber alle dieser Obstnoten erinnern mehr an wirklich billige Bonbons, solche ohne echte Aromen, als an tatsächliche Früchte.

Kürzt man das mal auf die gewichtigsten Noten zusammen, hat man, auf den Punkt gebracht, einen synthetischen (und komplett statischen) süßen Mix aus Kunst-Mango und irgendeiner ominösen Chemie-Vanilleschoko-Note. Oder noch kürzer gefasst: Übersüße, pure Synthetik. Die Mango ist dabei übrigens nicht einmal frisch oder spritzig, sondern irgendwie einfach nur dumpf süß. Das einzige "Frische" an dem Duft ist die anfängliche Alkoholnote, die auch erstaunlich kräftig und relativ lange wahrzunehmen ist (was es nicht unbedingt besser macht). Alles andere ist einfach nur ein akzentloser süßer, verwässerter "Sirup".

Naja, man hätte es sich schon beim Flacon denken können. Das Design ist natürlich Geschmackssache, der Deckel wirkt allerdings schon vom Material her nicht sehr wertig, und dieser Nieten-/Stachelring darunter, der offiziell als tragbarer Modeschmuck angepriesen wird, sieht in Echt noch mehr nach Hartplastik aus, als auf dem offiziellen Foto hier (ja, es ist Plastik, nicht einmal irgendein billiges Metall). Den hätte ich auch als 13-Jährige nicht tragen wollen, weil er einfach billig aussieht. Insgesamt nicht sehr überzeugend.

An sich finde ich es ja schon schade. Zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Duftes vermarktete Avril Lavigne sich stilistisch (optisch - die Musik war es weniger) irgendwo zwischen Gothic und Punk. Zwei Subkulturen, die sich gerne als un-mainstreamig geben. Es wäre eine interessante Chance gewesen, auch diesen Duft etwas ungewöhnlicher zu gestalten - was er aber nicht im Geringsten ist. Mit seiner synthetisch fruchtigen Süße wirkt er weder besonders mysteriös oder dunkel, noch rebellisch oder eigenwillig (na gut, dann passt es ja - sorry für den Seitenhieb - auch zu Avril Lavignes Musik; die war nämlich auch nicht gerade originell und passte auch nicht zu dem "Individualisten"-Image, das man ihr geben wollte). Da sind Lady Gagas Düfte - zu ihrer Bühnenperson passend - deutlich außergewöhnlicher.

Mir ist schon klar, dass dieser Duft auf junge Avril-Lavigne-Fans abzielte, also Mädchen zwischen (von mir mal grob geschätzt) 12 und 18 Jahren (wobei ich gerade online lese, offiziell 13 bis 24 - aber das halte ich für etwas zu hoch eingeschätzt). Aber auch für diese Altersgruppe sind mir schon deutlich bessere Düfte in exakt derselben Preisklasse untergekommen. Was "extreme" Fans dann kaufen, ist natürlich wieder eine andere Sache...

L'Instant Magique Guerlain von PhoenixNoctulus 2017-02-28

L'Instant Magic - frischer Puder. Anfangs sogar (für Puder) ziemlich frisch, mit einer herb-zitrischen Bergamottenote, Zitrone und relativ viel Anis. Was nun aber nicht heißen soll, der Duft wäre unangenehm scharf oder brisig. Nein, im Gegenteil, er ist unglaublich leicht, luftig und unauffällig, ein wenig wie zarte Frühlingsluft.

Danach allerdings setzt die Puderigkeit ein, Moschus, Iris, Veilchen - wobei die Veilchennote durchaus ihren typischen blumigen Anteil hat. Dazu kommt eine ganz sanfte, cremige Mandel, die mich fast schon etwas mehr an Mandelblüte erinnert, zart blumig, keineswegs so süß wie Marzipan. In die Cremigkeit könnte noch ein winziges Bisschen helles, fast schon luftiges Sandelholz mit hineinspielen. Apropos Holz, auch ein wenig Zeder ist vorhanden, für noch etwas mehr leichte Kühle. Und dazwischen? Noch ein paar winzig kleine Blumennoten, etwas puderige aber auch sonnige Mimose, ein kleiner Hauch frischer säuerlicher Rose, ein bisschen zartwürzige Nelke und Freesie. Ein Frühlingsgarten, in dem die ersten Blumen zaghaft blühen.

Hauptsächlich ist L'Instant Magic für mich aber zartes, frisches Puder mit Fokus auf Veilchen und Mandel, dazu im Hintergrund leicht vanillig. Auf eine unaufdringliche Weise luftig-leicht, ganz sanft blumig und cremig, keineswegs staubig, schwer, übersüß, oder wie Puder sonst so ausfallen kann. Im Gegenteil: Fast schwebend.

Was gleichzeitig aber auch ein kleines Problem darstellen kann, wie ich leider sagen muss: Denn nicht nur die Sillage ist eher dezent, sondern der gesamte (an sich sehr schöne) Duft verfliegt für mich schon innerhalb von nur knapp 3 Stunden. Vielleicht liegt es aber auch an meiner Nase oder an der Hautchemie, aber ja, bei mir ist es leider wirklich so, dass ich innerhalb relativ kurzer Zeit von diesem Duft nichts mehr wahrnehmen kann. Ich hatte einmal eine (sogar relativ spendable) Abfüllung von L'Instant Magic, die war im Nu aufgebraucht (wohl auch, da ich sehr oft nachsprühte...), nachgekauft habe ich den Duft dann eben wegen der geringen Haltbarkeit nicht, obwohl ich ihn an sich sehr gelungen finde. Aber Andere haben ja offenbar mehr Glück damit - das vorherige Testen würde ich aufgrund dieser Problematik aber schon empfehlen :)

Musc Molinard von PhoenixNoctulus 2017-02-28

Moschus? Räucherstäbchen! Wie Aquaria es schon treffend beschrieben hat: Indische Räucherstäbchen. Vom 1. bis zum allerletzten Moment.

Genauer: Nag-Champa-Räucherstäbchen. Traditionell bestehen sie aus einer Basis aus Sandelholzpaste (als Brennmittel), vermengt mit dem Duftstoff, der aus Blüten des Eisenbaumes Mesua ferrea (manchmal vermengt mit anderen Weißblühern) besteht. Und ich finde, das riecht man auch: Leicht milchig-cremiges, aber natürlich auch angenehm hellholziges Sandelholz, dazu eine (oder mehrere) Weißblühernote(n), zwischen luftig, intensiv süß, leicht puderig, leicht cremig und stellenweise auch leicht seifig changierend. Ein blumiger Tropennachtduft - als Räucherwerk.

Und so fällt auch der Duft von Musc aus: Räucherholz und Weißblüher, blumig, puderig, süß, zart seifig. Er wird allerdings trotzdem nicht wirklich schwer, sondern sillagiert wie ein feiner Nebel um mich herum. Interessanterweise bemerke ich es, wenn ich am Schreibtisch stillsitze, kaum. Aber sobald ich durch's Zimmer gehe, schwebt mir dieser Hauch von Räucherstäbchen hinterher. Und das finde ich wunderbar! Den Duft von Nag Champa liebe ich seit vielen Jahren. Ich trug Nag-Champa-Öl (neben Sandelholz- und Patschuli-Öl, usw. - diese ganzen Mono-Duftöle aus indischen Läden) schon in einem Alter, als ich mich mit "normalen" Parfüms kaum befasste. Ich trage es heute noch manchmal ganz gerne, Molinards Musc hat hier aber den zusätzlichen Pluspunkt der intensiven Sillage, während das Öl - auch mit Alkohol verdünnt und in einen Zerstäuber gefüllt - nie einen solchen wunderbaren Duftschleier erzeugte.

Was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Wobei ich sagen muss, dass Räucherstäbchenduft für mich persönlich sowieso ein ziemlich sentimentales Thema ist, einerseits, weil ich schon in meiner Jugend sehr viel und sehr oft geräuchert habe (Gothic-Szene ;) ), andererseits weil ich aus einer (teilweise) asiatischen Familie stamme, wo, natürlich, auf dem Hausschrein regelmäßig Räucherstäbchen brannten, deren charakteristischen Nachklang man nach dem Abbrennen noch Stunden später in der ganzen Wohnung wahrnehmen konnte. Und daran erinnert mich Molinards Musc.

Interessant sind übrigens die für diesen Duft angegebenen Noten. Sandelholz als Basis für den Räucherwerks-Aspekt kann ich ja noch nachvollziehen, Moschus für die Puderigkeit. Tonkabohne steuert vermutlich hauptsächlich Coumarin bei. Aber der Rest? Wo sind die Weißblüher? Wobei ich gerade sehe, dass noch ein anderer, gleichnamiger Duft von Molinard in der Datenbank verzeichnet ist, eine Version von 2015 im neuen Flacon. Laut Rezensionen ist der Duft aber wohl identisch. Angegeben sind als Noten: Bergamotte, Neroli - Patschuli, Vanille, Ambra - Moschus, Benzoe, Oppoponax. Das deckt sich schon ein wenig besser mit dem Dufteindruck.

Ach ja, abschließend noch, bei aller Begeisterung: Ich empfinde den Duft als feminin. Die Weißblüher sind recht süßlich, die Vanille auch - es ist kein herb-holziger, kühler Räucherduft, also nach den üblichen Kategorien eher nicht maskulin oder unisex. Einen etwas geschlechtsneutralen Räucherwerks-Duft findet man in u.a. Ambre von Le Blanc (wobei es da wohl auch deutlich auf die Hautchemie ankommt).

Vielen Dank an Aquaria für die Probe, die mich letztendlich auch dazu bewog, den Duft als Originalgröße bei mir einziehen zu lassen (auch die alte Version in der "Kaminuhr"-Flasche) :)

Le Male Jean Paul Gaultier von Esperanto 2017-02-28

Würzig, Frisch.

Invictus Intense Paco Rabanne von Esperanto 2017-02-28

Finde ihn persönlich als sein Vorgänger! Der Hauch Vanille macht es aus.

Bleu de Chanel Eau de Parfum Chanel von Esperanto 2017-02-28

Habe ihn heute zum ersten Mal probiert. Ich war sehr enttäuscht. Guter, frischer Duft, hat mich aber nur an eine bessere Version von Puma Jamaica erinnert.

Trotzdem sehr gefragt und beliebt.
Das EDP ist meiner Meinung nach wesentlich besser als das EDT.

The One for Men Dolce&Gabbana von Esperanto 2017-02-28

Wenn man ihn aufträgt bewirkt er Wunder.

Versace Pour Homme Versace von Esperanto 2017-02-28

Spritzig. Einzigartig. Versace.

Valentino Uomo Intense Valentino von Esperanto 2017-02-28

Faszinierend was Valentino da erschaffen hat. Iris, Leder, Vanille und Elegant. Ein herrlicher edler Duft für die kalten Wintertage.

Prada Amber Pour Homme (Prada Man) Prada von Esperanto 2017-02-28

EIn toller, einzigartiger und frischer Duft! Unter meinen Top 5!

Ultra Male Jean Paul Gaultier von Esperanto 2017-02-28

Habe ich heute zum ersten Mal getestet und ich war so fasziniert, dass ich nicht genug bekommen konnte. Süß, stark und edel. Perfekt für den Club oder zum Ausgehen.

Der wahrscheinlich beste Duft, den ich je gerochen habe.

Sicher unter den Top 3 meiner persönlichen Auswahl.

Sauvage 2015 Christian Dior von Esperanto 2017-02-28

Ein sehr frischer Duft! Aber leider hat er mich etwas enttäuscht. Er kommt mir vor wie wenn man aus der Dusche kommt und einen guten Aftershave verwendet. Der Pluspunkt ist, dass Sauvage auch eine leichte Tannen(baum) Essenz hat, der die Sache noch interessanter macht. Persönlich nicht so meins, aber trotzdem sehr gefragt!

Jardin de Vie Grenade Weleda von PhoenixNoctulus 2017-02-27

Grenade hat einen leicht grünlich-krautig-frischen Auftakt, danach brechen sehr schnell die Fruchtnoten durch. Ein süßer Frucht-Mix, ich persönlich hätte auf verschiedene, hauptsächlich tropische, Früchte getippt (Granatapfel, Mango, Maracuja, aber auch nicht gerade wenig Orange). Wobei die Fruchtnote erstaunlich prickelt, wie Limonade, sie kommt mir auch leicht gezuckert vor. Dazu kommt etwas cremige, weiße Blumigkeit, könnten gut Davana und Neroli sein, wobei die Neroli-Note auch noch eine allgemeine orangenartige Fruchtigkeit mit hineinbringt. Unterfüttert werden die limonadigen Früchte und cremigen Weißblüher durch eine cremig-gourmandig-süße, aber gleichzeitig auch fluffig-leichte Vanillenote.

Einen richtigen Duftverlauf gibt es hier nicht, mal abgesehen davon, dass die krautige Note vom Anfang ziemlich schnell verfliegt und die Limonadigkeit der Fruchtnote mit der Zeit etwas weniger wird, quasi "abflacht", zu normaler, aber eben nicht mehr brausiger, Süße.

Die Sillage ist anfangs noch moderat, geht aber wirklich sehr schnell zurück und bleibt dann den Großteil der Zeit ziemlich hautnah. Auch die Haltbarkeit an sich ist mit unter 2 Stunden nicht besonders stark ausgeprägt. Andererseits ist Grenade auch lediglich als ein leicht parfümiertes Erfrischungsspray gedacht. Preislich ist es für rund 12 Euro je 50 ml erhältlich (in Drogerien wie z.B. Rossmann... in anderen Geschäften geht der Preis für exakt denselben Flacon bis auf etwa 20 Euro hoch). Hier zahlt man vermutlich für Bio- und Naturkosmetik-Siegel und für das anthroposophische Image von Weleda mit. Ob es das einem wert ist, muss man selber wissen - ich finde Grenade schon angenehm zu riechen, den Preis für die geringe Haltbarkeit und Sillage allerdings zu hoch angesetzt.

Jardin de Vie Agrume Weleda von PhoenixNoctulus 2017-02-27

Agrume wird seinem Namen gerecht: Hier gibt es Zitrusfrüchte, sonst (fast) nichts. Für mich überwiegen die sauren Noten von Zitrone und Grapefruit; leicht süßlich-fruchtige Mandarine ist zwar auch dabei, aber für mich nur hintergründig. Unterhalb der Zitrusfrüchte liegt noch eine helle, ziemlich zurückhaltende Basis aus Sandelholz, einfach nur ganz zart holzig, keineswegs cremig oder milchig. Generell geht sie unter den Zitrusfrüchten aber eher unter.

Agrume ist und bleibt ein Mix aus sauren mit einem kleinen Touch süßlicher Zitrusfrüchte. Wenn man das mag, ist dieser Duft im Sommer sicherlich angenehm erfrischend. Allerdings ist die Sillage nur sehr körpernah, die Haltbarkeit wirklich enorm kurz. Nach allerhöchstens einer Dreiviertelstunde, bei hohen Temperaturen eher noch weniger, ist der Spaß schon wieder vorbei. 50 ml kosten zwischen 12 und 20 Euro, je nach Anbieter.

Jardin de Vie Rose Weleda von PhoenixNoctulus 2017-02-27

Weledas Rosenduft fällt unglaublich natürlich aus - klar, da nur natürliche Inhaltsstoffe verwendet wurden. Die Rosennote wirkt auf mich einerseits nach einer frisch-luftigen, ganz zart säuerlichen Gartenrose, andererseits aber auch ein wenig süßlich. Im Auftakt ist noch ein wenig Pfeffer drübergestreut, eine ganz sanfte, nur leicht würzige aber keineswegs scharfe, Pfeffernote. Später sollen minimale Nebennoten von süß-würzigem Ylang einerseits und leicht grüner, frischer Geranie andererdeits, den Rosenduft ein wenig abrunden. Er bleibt trotz Allem sehr leicht und eher frisch, hat also auch nicht allzu viel Tiefe. Das wirkt sich dann leider aber auch in Sachen Haltbarkeit und Sillage aus, beides ist wirklich sehr gering ausgeprägt. Ein wunderbarer, lebendiger Duft ist es dennoch. 50 ml kosten zwischen 12 und 20 Euro.

Beautiful Estée Lauder von aquaria 2017-02-27

Ich beschreibe das EdP. Erst mal bedanke ich mich für den Tipp im Forum; ich hätte sonst dieses EdP wahrscheinlich nicht probiert. Schon oft in irgendeinem Shop gesehen, aber nie das Bedürfnis gehabt, ihn zu testen.
Stellt sich heraus, dass ich den Duft wirklich liebe. Ich denke, für manche, vor allem jüngere, könnte er etwas altmodisch wirken, nicht nur, weil er in manchen Phasen etwas seifig kühl, sondern auch, weil er ein richtiger 80-er Jahre Kracher ist. Beinahe überladen mit Blumigkeit, aber für mich dennoch ein feiner, charmanter, blumiger Schleier. Der Duft wird zu keinem Zeitpunkt zu schwer oder zu opulent für mich. „Beautiful“ ist ein riesiger, bunter Blumenstrauß im Gegenlicht einer warmen Sonne, umweht von einer frischen Sommerbrise.
Es wäre müßig zu versuchen, hier alle Blumen einzeln herauszuriechen. Würde ich in dieser homogenen Blumenpracht nicht schaffen. Der Duft fängt kühl, zitrisch frisch und leicht ins Grüne gehend an, entwickelt sich dann zu einem leuchtenden, blütigen Mix aus hellen, natürlich süßen und frisch sommerlich duftenden Blumen. Da sind sowohl etwas wärmere Akzente von Tuberose, Jasmin und Ylang-Ylang zu merken als auch kühlere Frühlingsboten als auch würzige, samtige und zart aromatische wie Gartennelke, Mimose und Kamille.
Eine perfekt abgestimmte Komposition aus allem, das im Frühsommer blüht, das dieses unbeschwerte, positive Sommergefühl ausmacht (bevor die Hitzetage kommen) und die Nase erfreut. Ein reiner, sauberer, frischer, leuchtender Blumenstrauß, in milde Wärme gehüllt.
Anfangs scheint der Duft wie feinste Tautröpfchen in der Sonne zu glitzern. Ich vermute ein paar Aldehyde im Auftakt. Der Duft ist sehr frisch, beinahe „brisig“, und er schwebt luftig leicht um mich. Mit zunehmender Tragedauer erwärmt er sich ein wenig, wird insgesamt blumensüßer, bleibt aber stets auf der frisch-luftigen und schwebenden Seite.
„Beautiful“ erinnert mich in der Aussage ein bisschen an den Boucheron Boucheron, ist aber trotz seiner sauberen, manchmal haarscharf an seifig vorbeischrammenden, Duftprojektion weicher, runder und wärmer. Da sticht nichts in der Nase. Da legt sich nur ein mit bunten Blumen in allen Farben bedruckter Chiffonschal um mich.

Special Formula X DSH Perfumes von aquaria 2017-02-27

Dawn Spencer Hurwitz gibt auf ihrer Homepage an, sie hätte diese spezielle Formel entwickelt, um einen besseren Eindruck der Hautchemie ihrer Kunden zu kriegen. Diese Formel X soll den jeweiligen Eigenduft der Haut verstärken und ihn als sauberen und weichen Hautduft mit dem Eigenduft verbinden, also den Duft der eigenen Haut reflektieren.
Wenn ich Special X aufsprühe, rieche ich erst mal längere Zeit gar nichts. Erst nach und nach merke ich einen extra-feinen, fast transparenten Eindruck nach Moschus, und zwar nicht direkt an der Haut, sondern als leichten Duft um mich, sobald ich mich bewege. Es ist schwer für mich, diesen Dufteindruck zu beschreiben. Er fühlt sich für mich an wie ein Hauch von Nichts. Der ultraleichte Duft scheint zu changieren. Ab und zu riecht er entfernt nach etwas Mineralischem, dann kriege ich einen durchsichtigen, leicht fruchtigen und frischen Moschus, ein paar Minuten später sauberen Moschus, der nach warmer Haut nach einer Dusche riecht.
Kein Parfüm, das ich als Parfüm empfinde, aber ein interessantes Experiment. Einen Tag lang habe ich ständig diesem Nicht-Duft hinterher geschnüffelt. Mal glaubte ich, einen subtilen Hauch von Sauber zu erhaschen, verdrängt von einem Hauch Mineralisch oder Pudrig oder Cremig oder Weiß oder warmer Haut, und jedes Mal, bevor ich diesen Hauch zu fassen kriegte, war er schon wieder weg.
Ein Kaleidoskop an positiven Eindrücken, die quälend schön aufblitzen und dann schnell wieder weg sind und in anderer Form wiederkommen. Ich denke, der Duft wirkt unterschwellig auf den Träger; ich hab mich jedenfalls in ihm wohlgefühlt, ohne ihn wirklich so richtig bewusst zu „riechen“.
Als Sillage habe ich mich trotzdem für "Moderat" entschieden. Der Duft wird nämlich von der Umgebung deutlicher wahrgenommen als von mir selber.
Vielen Dank für die Erfahrung, Comfy!

Jardin de Vie Rose Weleda von RadostTina 2017-02-27

In Jardin de Vie Rose finde ich die pfefferigen Rosen, die Ich liebe. Ihr Aroma ist würzig und ausdrucksvoll. Sie besitzen eine kühle und frische metallische Note und ihre Süße is wessentlich angenehmer als bei den anderen Rosen. Das alles ist in dem Parfum wunderschön verkörpert.

Jardin de Vie Rose duftet sehr natürlich aber auch intensiv. Wer Rosen liebt, der wird auch diesen Duft lieben. Er ist ein greller und trotzdem eleganter Duft. Bei zu kräftiger Dosierung aber kann die Anfangsphase etwas entmutigend werden- etwas hektisch und laut. Für ein Paar Minuten nehme ich sogar etwas animalisches wahr (Geranie), das mich fast aufgeben lässt. Gott sei Dank vergeht das schnell. Meiner Meinung nach lohnt sich hier die Geduld. Nach einer Weile taucht die schöne Königin Rose auf und glänzt in ihrem pfefferigen Gewand für etwa 3 Stunden. Die Geranie balanciert die Komposition und betont die Samtigkeit der Rose. Der Pfeffer ist angemessen dosiert und veredelt das Parfum. Unter den Rose-Only-Düften gehört Jardin de Vie Rose zu meinen Favoriten.

Aqua Allegoria Teazzurra Guerlain von PhoenixNoctulus 2017-02-26

Ein zitrischer Duft mit Tee. Zum Auftakt ein saurer, spritziger, erfrischender, Mix aus Zitrone, Yuzu, leicht herber Bergamotte und ein wenig süßlicher Grapefruit. Vermengt mit einer kräftigen Grüntee-Note. Am Anfang bemerke ich noch ein wenig sanfte Kamille, die zusammen mit etwas Moschus und Vanille (und vielleicht auch dem leicht salzigen Hauch Calone) irgendwie an Handcreme erinnert (mit der Jasminnote zusammen vielleicht sogar ein wenig an Sonnencreme am Strand?) - hier jedenfalls ein ganz interessanter Aspekt, in Kombination mit den anderen Noten.

Doch leider endet für mich das Spannende an diesem Duft auch sehr schnell... Er entwickelt sich recht bald zu einem - für meine Nase - generischen Mix aus leichtem Jasmin, Zitrus und frischem Grüntee, mit einem Hauch Salz. Jasmin, Zitrus, Tee. Wie oft haben wir das in den letzten Jahren schon gerochen? Wobei es nicht einmal eine authentische Jasmintee-Note ist, wie man sie beispielsweise bei Inekes Poet's Jasmine oder Jasmin Perle de The von Fragonard entdecken kann. Nein, ich rieche hier einfach nur eine durchschnittliche Grünteenote, dazu so eine sanfte, wenig ausdrucksstarke, fast schon etwas wässerige Jasminnote, wie sie zu Hauf in aktuellen Mainstream-Düften auftaucht. Und dazu die obligatorische Zitrone.

Sicherlich ist der Duft in Sommermonaten erfrischend, ja, er riecht auch nicht unangenehm. Gefällig ist er sicher. Aber interessant oder charaktervoll finde ich ihn nicht. Von einem traditionsreichen Haus wie Guerlain hätte ich mir allerdings doch etwas ein wenig mehr Individuelles und Ausdrucksstarkes gewünscht - ja, das geht, selbst wenn es nur ein erfrischendes Sommerwässerchen sein soll. Nur habe ich das in der Reihe Aqua Allegoria bisher leider selten erlebt. Düfte, die ganz nett waren - ja, genug. Einige, die ich - sorry - scheußlich fand, gab es auch. Aber so einen richtigen "Knaller" (nicht in Sachen Intensität, sondern in seiner Besonderheit)? Bisher leider kaum. Aber vielleicht ist das auch nicht die Absicht hinter dieser Reihe.

P.S.: Der Name Teazzurra scheint doch sehr deutlich auf die italienischen Worte "te" und "azzurra" zu verweisen, also übersetzt: blauer Tee. So wird auch Oolong-Tee bezeichnet, mit dem dieser Duft allerdings auch keinerlei Ähnlichkeit hat.

Bonbon Spring Summer Viktor&Rolf von lisamarianiedermeier 2017-02-26

Hallo kommt den der duft auch nach deutschland

L’Ange Noir Givenchy von 2017-02-25

Geheimnisvoller Puderduft, mit speziellem Auftakt, dann wunderbar cremig-mandelig anschmiegsam.
Viel schöner als Lipstick on. Zum Glück nicht vergleichbar mit Hypnotic Poision. Ein gelungener Blindkauf, der meine Sammlung bereichert. Weiter so Givenchy. Die Ange ou Dèmon Düfte sind auch sehr schön.

Aqua Allegoria Flora Nymphea Guerlain von PhoenixNoctulus 2017-02-25

Weiße Blüten, hauptsächlich Orangenblüte, ein wenig Seringa, mit Honig gesüßt. Nektarartig. Gleichzeitig durch grüne Akzente mit einer gewissen tauartigen Frische versehen, und dezent kühl holzig. Und Moschus sorgt für eine hintergründige Puderigkeit, die mich - in Kombination mit den weißen Blüten und der Honignote - ein wenig an Blütenstaub/Pollen denken lässt.

Insgesamt ist es für mich ein eher süßer Duft, aber auch nicht übertrieben süß. Etwas puderig, ansatzweise auch cremig. Die Weißblüher selbst fallen recht zart aus, keineswegs indolisch. Außerdem sind alle Duftnoten sehr eng miteinander verbunden, ich persönlich rieche (wenn ich nicht detailliert darauf achte) mehr oder minder EINE puderig-cremige Weißblühernote, mit Honigsüße, ein wenig Frische, ein wenig Holzigkeit. Grüne, krautige Noten kommen bei meiner Hautchemie nur schwach durch.

Dadurch wirkt der Duft dann zwar nicht allzu komplex, sehr statisch ist er auch, aber durchaus angenehm. Da er nicht übersüß ist, kann er auch gut in wärmeren Monaten getragen werden (oder eher: besonders in wärmeren, denn insgesamt ist er doch eher zart, weshalb er bei sich bei Wintertemperaturen möglicherweise nicht ausreichend entfaltet).

Insgesamt ist Flora Nymphea wirklich nicht schlecht gelungen. Wer zarte Weißblüher und authentische Honignoten mag, sollte diesen Duft auf jeden Fall testen. Die Sillage empfinde ich als leicht unterdurchschnittlich, aber das passt zum sanften Duftcharakter, ist für mich in diesem Fall also kein Mangel. Die Haltbarkeit beträgt etwa 3-4 Stunden.

Aqua Allegoria Jasminora Guerlain von PhoenixNoctulus 2017-02-25

Luftiger, leichtfüßiger Jasmin. Kräftig, fast schon brisig, frisch-grün untermalt mit Maiglöckchen und Bergamotte, wobei letztere noch einen zartherb-fruchtigen Aspekt mit hinein bringt. Der ganze Duft ist eher grün, leicht grasig, Galbanum unterstützt diesen Eindruck noch. Das Einzige, was da etwas dagegenhält, ist einerseits Ambra, das den Duft ein wenig aufwärmt, und andererseits etwas Moschus, welches dem Duft ein wenig Puderig- und Cremigkeit verleiht. Ach ja, und geringe Mengen Freesie und Alpenveilchen sind auch noch mit von der Partie, und steuern meiner Meinung nach eine ganz sanfte blumige und leicht cremige Nuance mit bei, die Freesie auch eine ganz leichte Würze.

Hauptsächlich bleibt der Duft aber frisch, grün und leicht zitrisch, mit Fokus auf sehr luftigen Jasmin und grüne Noten. Jasminora ist also keineswegs die üppig-süße Form von Jasminduft, die einem häufiger begegnet. Ob einem so ein "grünlicher" Jasminduft zusagt, ist natürlich Geschmackssache. Eines lässt sich aber schon noch sagen: Die einzelnen Duftnoten wirken relativ natürlich und qualitativ nicht schlecht. Haltbarkeit und Sillage sind moderat.

Eau Duelle Diptyque von verbeene 2017-02-25

das eau de toilette "eau duelle" ist der köstlichste vanilleduft, der je unter meine nase kam.

ein holzig würziger beginn,von bergamotte und harzen temperamentvoll eröffnet, wandelt sich in kurzer zeit in ein durchleuchtetes grün.

und während sich dieser grüne raum langsam öffnet, durchwehen ihn kostbarste vanilleschwaden.
leicht, duftig, zärtlich aber keineswegs flach, sondern von tee und weihrauch gebändigt und vertieft.
immer deutlicher präsentiert sich die vanille, um im abklingen dann sanfte garten-noten zu hinterlassen.
wie ein lichter kräutergarten, den man in der dämmerung
durchquert.... die vanillenebel hängen noch leise über dem deutlich wahrnehmbaren tee.
wacholder dunkelt den duft langsam ein...

Wardia Al Haramain Perfumes von RadostTina 2017-02-24

Wardia ist ein Parfum das wie Rosenöl riecht. Es ist ein rosensüßer Riese. Konzentriert und langanhaltend wird er Sie den ganzen Tag begleiten.
Wardia ist nicht eine einzelne Rose die zwischen verschiedenen Blumen steckt und flirtend blinzelt, sondern das sind 100 Rosen die zusammen in einem dicken Blumenstrauß gebunden sind. Das ist eine Badewanne voll mit nur Rosenblüten. Das ist ein Blumenladen bei Rosenlieferung am frühen Morgen. Eine gewisse Frische kommt vom Moschus aber der Duft ist so harmonisch abgemischt, dass keine einzelne Note laut ist.
Im Vergleich zu den Rosen in anderen Rosendüften ist Wardia unterschiedlich. Die Rose in Roses De Chloe hinterlässt den Eindruck von frisch geschnittener Rose mit Stängel und Blättern. In D&G Rose the One bringen die Früchte ein Hauch Exotik.
Wardia ist ein Parfüm für Roselovers, die wissen, dass die Königin keine Begleitung braucht um zu strahlen.

Aqua Allegoria Limon Verde Guerlain von PhoenixNoctulus 2017-02-24

Spritzige Limette, mit etwas Rohrzucker vermengt - anfangs duftet Limon Verde für mich tatsächlich wie Caipirinha :) Sogar eine leichte alkoholische Note, die zu diesem Eindruck passt, kann ich erkennen. Ob man selber wie ein alkoholisches Getränk riechen möchte, ist dann wieder eine andere Frage - aber der Eindruck von Limon Verde verändert sich sowieso noch einmal deutlich. Aber leider - nicht zum Besseren. Denn bald setzt ein Bouquet a la Obstkorb ein, noch einmal extra aufgewärmt mit leicht marzipaniger Tonkabohne. Was am Obstkorb verkehrt sein kann? Nun... Ich drücke es mal so aus: Der Obstkorb stand mehrere Tage in der Sonne und matscht so vor sich hin. Die Noten wirken leicht vergoren, leicht herb, ich denke, die Feige trägt auch dazu bei (wobei ich ehrlich sein muss: mit Feigennoten vertrage ich mich öfters nicht). Oder ist es doch die Mischung mit grünen und holzigen Noten (da hatte ich schon einmal ein ganz ähnliches Problem, bei Jour d'Hermes)? Wie auch immer... So wird aus dem frischen Limetten-Cocktail dann mit der Zeit ein dumpf-muffiger Fruchthaufen. An dem möchte ich mich dann auch nicht mehr bedienen.

Aqua Allegoria Flora Nerolia Guerlain von PhoenixNoctulus 2017-02-24

Flora Nerolia, Nerolia Bianca - die Namen wirken ähnlich, die Duftnoten auch. Allerdings stellt Nerolia Bianca definitiv NICHT das Remake von Flora Nerolia dar.

Flora Nerolia empfinde ich sehr sehr jasminlastig, es ist eine sehr süße, ansatzweise sogar etwas indolische Jasminnote, vermengt mit einer zarten Orangenblütennote und etwas leicht säuerlichem Neroli. Petitgrain spielt mit hinein, gibt dem Duft auch noch leicht grüne und herbe Aspekte und sorgt dafür für etwas mehr Komplexität. Insgesamt würde ich Flora Nerolia gar nicht mal als Neroli-, sondern eher als Jasminduft klassifizieren wollen. Insgesamt ein erstaunlich starker, kräftig ausstrahlender Duft. An der intensiven, fast schon etwas lauten, Jasminnote dürften sich allerdings die Geister scheiden.

Nerolia Bianca fällt im Vergleich dazu deutlich sanfter, ruhiger und vor allen Dingen fruchtiger aus. Dafür ist bei Flora Nerolia die Sillage deutlich ausgeprägter (ich würde sie als moderat bis überdurchschnittlich beschreiben) - wie angesichts der sehr kräftigen Jasminnote aber auch zu erwarten war, die Haltbarkeit ist ebenso überdurchschnittlich.

Aqua Allegoria Nerolia Bianca Guerlain von PhoenixNoctulus 2017-02-24

Fruchtige Orange und sanfter Grüntee. Ich muss zugeben, diese beiden Noten rieche ich bei Nerolia Bianca fast deutlicher, als die namensgebende Neroli-Note. Generell fällt der Duft sanft fruchtig aus, genau genommen wie eine leicht verwässerte (und das meine ich nicht negativ - es ist nur eben kein wirklich süßer, spritziger Fruchtduft) Mandarine, dazu der schöne Tee-Aspekt. Vielleicht ist es auch die Orangenblüte, die diese sanfte Fruchtigkeit bei gleichzeitig luftig-leichtem Charakter beisteuert? Und ja, auch wenn ein Hauch zartherber Bitterorange ebenso seinen Anteil an Nerolia Bianca hat, der Duft ist hauptsächlich sanft süßlich. Neroli habe ich (besonders als reines ätherisches Öl) öfters als säuerlich, leicht herb, manchmal sogar relativ grün erlebt - all das kommt hier nicht vor. Süßliche Mandarine und Tee, plain and simple. Der Duft ist dabei auch ziemlich statisch, aber das haben ja bisher alle Düfte aus der Aqua-Allegoria-Reihe so an sich gehabt. Die Sillage ist sanft, die Haltbarkeit liegt hingegen leicht über dem Durchschnitt. Als zartblumiger, erfrischender Sommerduft ist Nerolia Bianca definitiv sehr gut geeignet.

Winter Kiss Naomi Campbell von PhoenixNoctulus 2017-02-24

Winter Kiss beginnt mit einer frischen, aber gleichzeitig auch süßlichen Anisnote, vermengt mit sanft zitrisch-herber Bergamotte und ein wenig rosa Pfeffer, den ich leicht prickelig, aber keineswegs zu scharf finde. Dazu trägt sicherlich auch bei, dass die Basis des Duftes aus süßlich-gourmandiger Vanille, milchigem Sandelholz und puderigem Moschus besteht, und insgesamt sehr wohlig cremig-puderig wirkt. Etwas Zedernholz ist auch noch dabei und streut eine leicht kühlere holzige Nuance ein, die aber wenig auffällt. Abgesehen davon hat Winter Kiss auch noch ein zart blumiges Herz, hauptsächlich aus Freesie und den Blüten der Kakteenart Königin der Nacht bestehend, aber auch mit einem Hauch leichten Jasmins. Insgesamt ein milder, fast etwas luftiger, zartblumiger Eindruck.

Zusammengefasst würde ich Winter Kiss als puderig-cremigen, leicht blumigen Vanilleduft mit schöner Anis-Kopfnote bezeichnen. Er ist nicht allzu komplex, ja, 100%ig natürlich duftet er auch nicht, aber er ist schon ziemlich angenehm. Mir persönlich gefällt die Mischung aus cremiger, vanilliger Basis und frischem Anis besonders gut. Die Sillage ist moderat, die Haltbarkeit bemerkenswert überdurchschnittlich. Mit dem Originalpreis von etwa 20 Euro für 30 ml (10-12 Euro für 15 ml, je nach Anbieter) war Winter Kiss auch relativ günstig. Unter den Drogeriedüften gehört er für meine Nase definitiv zu den qualitativ gelungensten.

Atkinsons His Majesty The Oud Atkinsons von Lady Smellalot 2017-02-24

Einmal getestet und dann nie wieder. Ich mag eigentlich auch Oud, das kann toll riechen, aber His Majesty The Oud riecht unangenehm. Vanille, Holz und Rauch dominieren den Duft und das riecht dann wie ein Vanille gespickter Räucherschinken- nicht schön. Und wie es immer mit Düften ist die einem nicht gefallen, ist die Haltbarkeit extrem gut.

Orchid Paradisi Mayfair von PhoenixNoctulus 2017-02-24

Orchid Paradisi wirkt auf mich hauptsächlich süßlich-blumig. Neben einer merkwürdig süßen Grünteenote (die durchaus die typische teeartige Frische hat - aber eben auch etwas auffallend Süßes) nehme ich eine Menge ebenso süße Vanille und eine süßliche Blumennote wahr. Sie riecht schon hauptsächlich nach (synthetischer) Orchidee, aber ist das wirklich ein Soliflor? Ich meine, da sind auch noch Elemente von Rose und Jasmin vorhanden. Und dann kommt das Sandelholz. Erst eine extrem zurückhaltende, leicht hölzerne Basis, die kaum auffällt, entwickelt es sich mit der Zeit schon noch etwas cremiger, aber nie auffällig milchig. Wobei es zusammen mit der Vanillenote schon ganz nett aufgeht, darauf etwas Geblümel und ein Hauch frischer, aber keineswegs herber oder aromatischer Tee.

Ich schrieb es schon: Süßlich. Alles ist irgendwie leicht süßlich angehaucht (nicht übersüß, aber eben fern jeglicher anderer Akzente, die einen natürlichen Duft ausmachen würden), so hat es auch alles etwas Synthetisches an sich. Das ist etwas schade, könnte die Mischung der Duftnoten an sich wohl hervorragend funktionieren, würden sie an sich natürlicher wirken. Insgesamt ist Orchid Paradisi also ein relativ simpler und verhältnismäßig statischer, leider nicht sehr natürlich riechender Blumenduft. Ich muss allerdings sagen, er riecht nicht wirklich schlimm, ich finde ihn im Großen und Ganzen schon noch angenehm, auch wenn ich schon deutlich bessere Düfte auch in dieser Preisklasse gerochen habe (ja, auch in dieser Preisklasse - dieser Duft ist in Großbritannien ein Drogerieduft, 100 ml kosten etwa 8 Euro).

Wer harmlose, etwas fröhlich/jugendlich-süßliche Vanille-Blumen-Düfte mit etwas Cremigkeit mag, und gegen einen synthetischen Anklang nichts einzuwenden hat, könnte Orchid Paradisi aber mal testen. Da rieche ich regelmäßig schlimmere Düfte auf der Straße ;) Ich denke, so richtig schade finde ich die nicht ganz so gelungenen Aspekte an diesem Duft auch nur deswegen, da ich von Mayfair andere Düfte kenne, die wirklich eine ganze Klasse weiter oben spielen (beispielsweise Pagan).

Haltbarkeit und Sillage sind moderat.

Tobacco Vanille Tom Ford von Lady Smellalot 2017-02-24

Ich finde Tobacco Vanille weder maskulin noch aufdringlich. Das ist ein toller und komplexer Vanilleduft mit etwas rauchigen Tabakaromen und Trockenfrüchten mit angetrocknetem Honig. Im späteren Duftverlauf kommt auch eine leicht holzige Kakaonote hervor. Ein toller Duft, der sehr teuer ist, aber auch sehr hochwertig riecht und wirklich sehr, sehr ergiebig ist. Hat etwas von einem "Herrenzimmer", vorm Kamin eine süß aromatisierte Zigarre, ein Cognac und ein gepflegtes Gespräch. Die Haltbarkeit ist ebenfalls sehr gut.

Velvet Orchid Lumière Tom Ford von Lady Smellalot 2017-02-24

Velvet Orchid Lumiere ist die beschwippste Rum Vanille mit ein paar eingelegten Früchten. Blumen nehme ich nicht war, nur die likörige Vanille. Ein bisschen künstlich wirkt der Duft schon, so als wäre ein wenig warmes Plastik über die Vanille gelaufen und trotzdem wirkt der Duft irgendwie strahlend und sonnig. Wie das Farbspiel eines Cognacs den man im Glas schwenkt.

Noir Extreme Tom Ford von Lady Smellalot 2017-02-24

Noir Extreme ist als Herrenduft geführt aber den kann auch eine Frau tragen. Er riecht nach würziger Vanille und erinnert ein wenig an Joop Le Bain. Daneben wirkt Noir Extreme aber viel hochwertiger. Die Gewürze geben etwas Pepp, aber sie wirken fast kühl. Die Vanille dagegen cremig und holzig. Gute Haltbarkeit, man benötigt nur wenig um eine schöne Duftwolke mit sich herum zu tragen.

Casmir Chopard von PhoenixNoctulus 2017-02-23

Warme Harze. Zimt. Vanille. Darauf ein Cocktail aus orangen Früchten, einerseits Mandarinen, andererseits Mangos. Dann, ganz prägend von Anfang an, Aprikosen und Pfirsiche. Ja, für meine Nase ist der ganze Duft irgendwie orange. Warm, ambratisch, leicht puderig, zartwürzig, mit einer tollen sanften Fruchtnote.

Die Harze (Ambra, Benzoe, würziges Oppoponax) werden noch einmal schön untermalt durch marzipanige und mandelige Tonkabohne, cremig-süße Noten von Vanille, milchiges Sandelholz (und ein Hauch Kokosmilch, der damit sehr gut harmoniert). Dazu Patschuli (auch der ambratischen Art) und Moschus, für extra viel Puderigkeit. Schon steht die wohlig-warme Basis.

Darauf: Ein paar Blüten, aber unter den Fruchtnoten, eher zaghaft. Einerseits leicht würzige Nelke, grünliche Noten von Geranie und Maiglöckchen, die etwas Frische schenken (gleichzeitig aber in der ansonsten absolut "ungrünen" Mischung keineswegs fehlt am Platz wirken). Dazu eine süßliche, aber nicht zu üppige Jasminnote.

Ganz oben: Die schon genannten Noten von Pfirsichen und Aprikosen, etwas dahinter dann Mangos und Mandarinen. Feine Akzente von Beeren, außerdem, als Auftakt, eine - wieder etwas Frische hinein bringende - Bergamotte. Ja, auch etwas zitrisch ist der Auftakt dadurch, sogar etwas prickelig, aber die Obstnoten werden relativ schnell ziemlich weich und rund, was aber auch viel besser zu der wohlig-warmen Harzbasis passt.

Ein wenig erinnert mich diese zimtig-mandelige Harz-Vanille-Mischung an Chai (also, das Milchgetränk). Kein Wunder, dass der Schuss Kokosmilch und die orangen Früchte da so gut hineinpassen. Casmir ist ein wirklich schöner, gourmandiger, warmer Duft, der am besten im Herbst und Winter zu tragen sein dürfte. Haltbarkeit und Sillage empfinde ich als moderat (wobei die Haltbarkeit sich am oberen Ende des moderaten Bereichs ansiedelt). Relativ preisgünstig ist Casmir auch, 30 ml sind regulär für etwa 30 Euro erhältlich, oftmals gibt es allerdings Sonderangebote zu etwa 20 Euro.

Das einzige größere Manko, das ich mir bei dem Duft vorstellen könnte, ist, dass die Fruchtnoten einigen Leuten zu süß sein könnten. Ja, sie sind süß-fruchtig, aber ich empfinde das zusammen mit den warmen Harzen und dem leichten cremig-zimtig-milchigen Anklang (Tonka, Zimt, Vanille, Kokos, Sandel...) als nicht unpassend. Andere orientalische Düfte haben dafür ihre Honignoten. Aber da das sowieso alles eine persönliche Geschmacksfrage ist: Casmir vielleicht einfach lieber vor dem Kauf testen! Er steht in jedem Kaufhaus herum ;)

Nymphessence Dear Rose von verbeene 2017-02-23

morgens im garten...
noch ehe die sonne aufgegangen ist, tummeln sich die feen und die nymphen. sie sammeln den tau von blüten und früchten.
ihr helles leises lachen scheint in jedem tropfen aufgehoben zu sein.
wer zeitig erwacht und leise in den garten schleicht, mag ein wenig von diesem funkelnden , duftenden, fruchtigen und spritzigen wässerchen finden.
es sprüht dir frische entgegen. sehr schnell mischen sich betörende freesien darunter und cremig tiefgründige magnolien.
sie schweben schwerelos um dich herum

subtil, aber einige stunden
du musst lächeln, denn immer wenn dich ein duftwölkchen in der nase kitzelt, hörst du die elfchen leise kichern.....

ein absoluter lieblingsduft!!!

Summer Vanilla Bettina Barty von PhoenixNoctulus 2017-02-22

Während "Vanilla" ein Dupe zu "Joop! Le Bain" zu sein scheint, doubled "Summer Vanilla" Jil Sanders "Sun". Beides sind vanillige, leicht ambratisch anmutende Düfte, mit harzigen und cremigen bis puderigen Aspekten, außerdem etwas orangiger Fruchtigkeit.

Während Sun im Original allerdings relativ facettenreich ist (mir gefallen besonders die tiefen Hintergrundnoten von Tabak, Styrax, Patschuli und Hölzern; allerdings hat der Duft auch in Sachen Blumigkeit noch ein paar Nuancen mehr zu bieten), erscheint mir Summer Vanilla eine abgespeckte Version zu sein. Diese Tiefe, die Sun besitzt, wird hier nicht erreicht. Dafür wirkt Summer Vanilla puderiger und runder, irgendwie auch glatter und generell zarter (klar, wenn die Tiefennoten von Sun fehlen). Die Zartheit spiegelt sich auch in Sachen Haltbarkeit und Sillage wieder: Während Sun bei Beidem locker überdurchschnittliche Werte erreicht, steht Summer Vanilla in Sachen Sillage am unteren Ende des moderaten Spektrums, die Haltbarkeit ist moderat.

Insgesamt kann Summer Vanilla (wenn man die Vergleicherei aufgibt) durchaus als angenehmer puderig-sanfter, zart fruchtiger Vanilleduft punkten, der auch bei hohen Temperaturen noch tragbar, ja, mit seiner zartblumigen Puderigkeit vielleicht gerade im Sommer besonders wohltuend sein könnte.

Scherrer 2 Jean-Louis Scherrer von PhoenixNoctulus 2017-02-22

Scherrer 2 beginnt fruchtig und frisch-grün. Einerseits rieche ich sehr viel süße Mandarine und spritzige Ananas, zudem etwas bittersüße Bergamotte, andererseits helle Blüten von Lilie und grünliches Maiglöckchen; darauf eine ganze Menge frischen Anis und, wie ich meine, auch noch eine luftige Aldehyd-Note. Im Hintergrund macht sich schon etwas Harz (zitrisches Benzoin, leicht warmes Ambra) bemerkbar.

Nach einigen Minuten tauchen dann weitere blumige Noten auf, vor allen Dingen eine frische Rose und etwas Jasmin, nach einigen weiteren Minuten auch süß-üppige Tuberose. Der Duft wird etwas seifig, andererseits hat er auch eine "wäscheartige" Frische an sich. Allerdings wird er mit der Zeit auch etwas süßer, cremiges Sandelholz und eine leichte Honignote kommen dazu. Mit der Zeit bemerke ich dann noch ein paar süß-vanillige Noten (Vanille, Heliotrop), gleichzeitig taucht auch noch etwas saubere Puderigkeit durch Moschus auf.

Unerwarteterweise wandelt Scherrer 2 sich später allerdings noch einmal. Ich hatte vermutet, er würde letztendlich immer wärmer werden, allerdings entwickelt sich, im Gegenteil, später wieder eine auffällige Frische - und Seifigkeit. Ja, der Duft wird letztendlich sogar sehr stark seifig (ich vermute, es ist die Rose), ich würde den Gesamteindruck der Hauptphase, wenn ich ihn ganz kurz zusammenfassen müsste, wohl auf Aldehyde+Ananas+Rosenseife verdichten. Süß-frisch-seifig, fruchtig-blumig. Irgendwie ungewöhnlich, gleichzeitig von einer klassischen Eleganz. Aufgrund seiner sauberen Fruchtigkeit empfinde ich den Duft als strahlend. In der Hinsicht hat er charakterlich eine kleine Ähnlichkeit mit YSL Cinema. Sillage und Haltbarkeit sind überdurchschnittlich.

Angel Eau Sucree 2017 Mugler von KarateArwen 2017-02-22

Sucre 2017 ist absolut gefällig und weich,warm.Er erinnerte mich sofort an Escada Magnetism.Sucre ist aber noch etwas gehaltvoller und zieht eine beachtliche Duftwolke hinter sich her.Definitiv meine Duftrichtung.Mit viel warmer Zuckerwatte und dicker süßer Sahne.Für Tage an denen man gerne wieder Schokolade und Süßes essen möchte.Hier reicht dann ein gehaltvoller Sprühstoß aus dem wunderbaren Flacon und die Naschlust ist erstmal besänftigt.Ein sehr schöner Duft , der jetzt nicht neu ist , aber für Zuckerwattefans ein habenswerter Duft ist.

Mon Amour Frederic Haldimann von KarateArwen 2017-02-22

Mon Amour ist eine ganz feine Duftköstlichkeit.Er riecht sehr angenehm nach zitrischen Karamelpuder.Ich finde ihn zum Anbeißen lecker.Für jeden geeignet der Düfte wie l instant Magic mag.Er geht in die gleiche Richtung , ist nur nicht so schwer , sondern eher leicht und gefällig.Ich meine auch Himbeernoten zu erkennen, die den Duft noch süßer machen.Insgesamt ein schöner verspielter Frühlingsduft , der auf wärmere Tage hoffen lässt.

Ambre Sultan Serge Lutens von PhoenixNoctulus 2017-02-22

Ambre Sultan beginnt für mich krautig-grün. Ich rieche eine Menge Lorbeer, ein wenig Koriander, Myrte, Angelika und Oregano. Auch an Nelken und Thymian erinnert mich die anfängliche Kräuter- und Gewürzmixtur etwas. Der Gesamteindruck ist herb-würzig und für meine Erfahrungen erst einmal eher ungewöhnlich. Der Duft wirkt soweit ziemlich mediterran auf mich.

Nach einer Weile setzt dann ein Vielklang von Harzen ein, anfangs noch mit den Kräuter- und Gewürznoten gemischt: Sehr viel Ambra, aber für meine Nase auch noch Weihrauch, Myrrhe und Benzoe, möglicherweise noch andere Räucherharze. Insgesamt wirkt der Duft erst einmal resinoid-krautig-würzig, das Krautige nimmt mit der Zeit ab, übrig bleibt ein balsamisch-würziges und ziemlich warmes Harzgemisch. Mit der Zeit kommt auch noch ein süßer vanilliger Ton mit hinein, auch etwas cremiges Sandelholz, ein Hauch warmes, ambratisches Patschuli, der Duft wird auch ein wenig puderig, der Haupteindruck bleibt allerdings ambratisch-harzig-warm - und das dann über Stunden.

Das Statische könnte man an diesem Duft bemängeln, manchem mag der Duft etwas zu süß oder zu warm sein. Manchen könnte auch die Kräuternote vom Anfang nicht gefallen. Aber das ist und bleibt ja immer eine individuelle Geschmackssache. Mir persönlich gefällt Ambre Sultan ganz gut, an kalten Wintertagen wirkt er wärmend, er passt allerdings genauso gut zu Herbsttagen, ob nun solche mit goldenem Laub, oder graue, neblige, verregnete, an denen er stimmungsaufhellend wirken könnte.

Die Sillage von Ambre Sultan empfinde ich als moderat (anfangs ist sie etwas stärker, schrumpft aber relativ schnell zusammen). Die Haltbarkeit liegt über dem Durchschnitt. Wer warme, etwas vanillige, leicht puderige Ambra- oder generell Harz-Düfte mag, könnte diesen Duft mal testen.

Impressions de Soleil Frederic Haldimann von KarateArwen 2017-02-22

Herr Haldimann hat in diversen Duftklassen abgekupfert.Hier nehme ich definitiv den Klassiker Sun war.Die solaren Noten sind hier nur etwas voluminöser und dichter miteinander verwoben.Er riecht sehr angenehm nach sonnengewärmter Haut.Seine Sillage ist ganz gut gelungen.Am Anfang riecht er sehr alkoholisch , welches sich aber mit der Zeit verflüchtigt.Ich weiß nicht , ob er noch zu haben ist.Er ist eine sehr gute Alternative für Sun.

Gem Van Cleef & Arpels von PhoenixNoctulus 2017-02-22

Gem nehme ich als enorm sanften orientalisch angehauchten Chypre-Duft wahr. Schon von Anfang an bemerke ich Eichenmoos, Patschuli und Nelken (sowohl das Gewürz als auch die Blume) - aber alles erscheint einfach nur warm und rund, ziemlich zart, ohne viele Kanten. Ja, selbst die Gewürze, neben Nelke auch Kardamom und Koriander, vielleicht auch noch ein Hauch Pfeffer, die man durchaus wahrnehmen kann, wirken nicht scharf, sondern eher, wie in Watte gepackt. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Abfüllung, die ich habe, schon ziemlich alt ist, ich habe die Erfahrung gemacht, dass einige Düfte beim Altern deutlich sanfter und runder werden, was besonders die Gewürznoten betrifft.

Mit der Zeit bemerke ich auch noch etwas Vetiver und zaghafte mediterrane pflanzliche Noten von Zypresse und Myrte. Dazu kommt nun, immer kräftiger werdend, warmes Rosenholz. Der ganze Duft ist warm und zunehmend puderig. Mit dabei sind auch sanfte fruchtige Noten (hauptsächlich Pflaume, ein wenig Pfirsich) und süßliche Blumen, hauptsächlich Weißblüher (Tuberose, Jasmin), aber auch etwas Ylang und ein Hauch von Rosen. Generell ist es aber eine ziemlich dichte, in einander verwobene Blumigkeit, die in einer wattig-puderigen, zarten, warmen von Rosenholz geprägten Basis einsinkt. Etwas ambratisch kommt sie daher, etwas vanillig. Insgesamt wohlig; ich denke, der Duft wäre gut für Herbst und Winter geeignet.

Die angegebenen Noten für Gem wirken, zugegeben, denen von Paco Rabannes La Nuit relativ ähnlich. Tatsächlich ist Gem allerdings viel runder, weicher und sanfter. Ja, auch hier ist tatsächlich eine leichte animalische Zibet-Note vorhanden, allerdings fällt auch diese verhältnismäßig zahm aus und geht (da ereilt sie dasselbe Schicksal wie den Gewürzen in Gem) irgendwo zwischen warmem Holz und Puder unter.

Die Sillage von Gem empfinde ich als moderat. Die Haltbarkeit ist leicht überdurchschnittlich ausgeprägt.

Impressions d`Hiver Frederic Haldimann von KarateArwen 2017-02-22

Hiver kann durchaus unisex sein.Er ist in keinster Weise süß , welches ich erhofft hatte.Er hat krautige Noten in sich die leicht pudrig wirken.An mit mag ich ihn nicht sehr gerne und ich verbinde auch keinen Wintereindruck mit ihm.Sicherlich ist er gut gemacht , aber mir fehlt hier und da ein Blümchen.Ich kann keine Veilchen oder Vanillenote entdecken.Vielleicht mag meine Haut ihn einfach nicht entfalten.Schade.Ich hatte hier einen Winterbegleiter erhofft.Er könnte etwas für Damen sein , die leichte krautige unsüße Akzente mögen.

Cat Deluxe With Kisses Naomi Campbell von PhoenixNoctulus 2017-02-22

Der 2. Flanker zu Cat Deluxe, "With Kisses", gefällt mir deutlich weniger, als die ersten beiden Versionen. Und das liegt nicht nur am noch aufdringlicheren Flacon (Leopardenmuster und Bommel lassen sich tatsächlich noch toppen - durch Lippenstiftabdruck-Muster, Perle und pinkrote Bommel ;) ).

With Kisses ist für mich geprägt durch sowohl ausgeprägt säuerliche als auch üppig süße Fruchtnoten und - ich muss es leider so sagen - aufdringliche Gewürze. Oder ist es wieder meine persönliche Abneigung gegen Pfeffer? Jedenfalls schreit die Pfeffernote für meine Wahrnehmung ziemlich (dazu ist noch eine kleine Menge Kardamom vorhanden, aber die stört nicht mehr weiter), und zwar in einen Berg süß-sauren, zusätzlich gezuckerten Obstes hinein. Ein leider ziemlich künstlich anmutender roter Apfel, gezuckerte Johannisbeeren verschiedener Couleur, säuerliche Himbeere noch dazu, und eine irgendwie unangenehm süßliche, gleichzeitig aber auch säuerlich-bittere, Clementinennote. Ach ja, den leicht herben Bergamotte-Auftakt hätte ich fast vergessen.

Was kommt dazu? Säuerliche Rose und süßer Jasmin. Ich bin ja für komplexe Düfte zu haben, aber diese Mixtur aus Süße, Säuerlichkeit, leichter Bitterkeit (Vetiver ist auch noch ein wenig drin), dazu auch noch diese scharfe Pfeffernote... Es ist ein dysharmonisches Kuddelmuddel für meine Nase, und dazu kommt auch noch die offensichtliche Künstlichkeit des Apfels. Ich empfinde es insgesamt als eher unangenehm. Die etwas ausgleichende Puderigkeit der Pfingstrose kann da leider auch nicht mehr viel ausrichten. Die vanillige Basis, die mit Tonka und süßer Vanille druntergebaut ist (und mit einem Hauch Weihrauch, der eher kühl und etwas würzig anmutet) macht es auch nicht mehr wett. Ich denke wirklich, dieser Duft ist mir einfach zu laut - in zu viele Richtungen gleichzeitig.

Sillage und Haltbarkeit sind moderat, die Haltbarkeit ist geringfügig ausgeprägter als bei Originalduft und Flanker Nummer 1 und beträgt etwa 5-6 Stunden.

Cat Deluxe At Night Naomi Campbell von PhoenixNoctulus 2017-02-22

Cat Deluxe At Night teilt als Flanker einige der Charakteristika des originalen Cat-Deluxe-Dufts: Die Spritzigkeit im Auftakt (hier aber Cassis statt Pfirsich), die blumige Puderigkeit von Pfingstrosen als Herznote, und eine ambratische Nuance in der Basis (Ambra, in diesem Fall aber ohne Patschuli - dafür mit anderen Aspekten, aber dazu komme ich später). Eine gewisse Verwandtschaft kann man also schon erkennen. Abgesehen davon unterscheidet sich Cat Deluxe At Night allerdings in weiteren Punkten schon sehr vom Originalduft.

Der Flanker ist säuerlicher. Neben dem einfach nur saftig-süßen Pfirsich im Original haben die fruchtigen Noten hier auch stark säuerliche Aspekte: Nicht nur die Cassisnote ist säuerlich, auch ist noch etwas Himbeere vorhanden.

Der Flanker ist fruchtiger. Das ist kein Widerspruch. Während Cat Deluxe als Fruchtnote nur Pfirsich anbot, ist hier ein ganzer Obstkorb vorhanden, tropische Früchte, die man kaum auseinanderpuzzlen kann, vielleicht ein wenig wie Multivitaminsaft.

Der Flanker ist frischer. Pitahaya (Drachenfrucht) und Birne bringen etwas aquatische Frische mit hinein. Als Basis ist eine an frische Wäsche erinnernde, aber auch leicht holzig anmutende, Baumwollnote vorhanden. Apropos Holz, auch dunkle holzige Noten besitzt Cat Deluxe At Night, im Gegensatz zu seinem Vorgänger.

Und diese Holzigkeit, die ist wohl auch das Prägenste, was diesen Duft etwas tiefer und dunkler anmuten lässt, als den Originalduft. Während Cat Deluxe "spritzig-würzige Kopfnote + Freesien und Puder + Ambra" war, ist Cat Deluxe At Night "spritzige Kopfnote + Obstkorb und Puder + holzig-frische Basis". Holzigkeit und Frische nehmen deutlich die Süße aus dem Duft, es ist auch keine Würzigkeit wie im Original vorhanden, ja, ich habe sogar das Empfinden, dass die holzig-aquatische Note etwas leicht Unisexartiges mit hineinbringt. Wobei der Duft durchaus insgesamt noch feminin ist, aber eben keineswegs so weiblich, wie der Originalduft.

Kurz gesagt: Cat Deluxe ist im Vergleich weniger würzig, dafür in Sachen Fruchtnoten etwas facettierter, gleichzeitig etwas säuerlich, etwas kühl-holzig. Insgesamt kommt mir Cat Deluxe At Night auch etwas weniger linear vor. Sillage und Haltbarkeit sind allerdings wie beim Original: etwa 3-4 Stunden hält der Duft, bei moderater Duftausbreitung.

Haute Couture Frederic Haldimann von KarateArwen 2017-02-22

Haute Couture ist ein richtiger "Kracher".Er ist sehr intensiv ,warm und raumfüllend.Eine Diva unter den Haldimanns.Hier muss definitiv sparsam aufgelegt werden , sonst wird er unangenehm auf der Haut.Er brüllt mit Orangenblüten und Jasmin um die Wette.Das Maiglöckchen verleiht im eine kräftige Würze.Er ist ein Ausgehduft für die Grande Dame , ein Opernabend mit festlichen Ausklang.Der Sylvesterpartyknaller für die attraktive Pretty Woman.Er erinnert an vergangene Tage und ist ebenso nostalgisch.Er ist sehr parfümig.Für Damen die den großen gewagten Auftritt mögen ein guter Wegbegleiter.

Cat Deluxe Naomi Campbell von PhoenixNoctulus 2017-02-22

Diesen Duft habe ich tatsächlich vor etlichen Jahren mal besessen. Er ist insgesamt fruchtig, zartwürzig, etwas puderig-blumig, auf einer angenehm harzig-patschulilastig-vanilligen Basis.

Der Auftakt ist ziemlich spritziger Pfirsich (zu dem Zeitpunkt kommt Cat Deluxe mir irgendwie ziemlich "girly" vor, aber das wandelt sich mit der Zeit), vermengt mit zartwürzigem Kardamom für ein leichtes Prickeln. Danach kommt eine satt-blumige, auch leicht würzige, Freesiennote hindurch, mit leichter Hintergrund-Puderigkeit durch Pfingstrosen(!), ein wenig Veilchen und Moschus. Darunter befindet sich ein Mix aus warm-ambratisch untermaltem Patschuli und cremig-gourmandiger Vanille.

Es ist ein ziemlich linearer Duft, aber was soll man von einem Drogerieduft zum Preis von rund 8 Euro für 15 ml erwarten? Schön fand ich damals an Cat Deluxe die warme, ambratische Basisnote, der leicht angewürzte Pfirsich passte sehr gut dazu, die blumige Puderigkeit war auch stimmig. Der Duft war insgesamt nicht zu übersüß, auch nicht einfach nur eintönig blumig, auch aus heutiger Sicht empfinde ich ihn eigentlich als gar nicht so schlecht gelungen für das Preissegment. Etwas super Komplexes darf man natürlich nicht erwarten, aber ein angenehmer, solide komponierter Duft ist Cat Deluxe schon.

Der fruchtige und gleichzeitig angenehm wärmende Dreiklang Pfirsich-Freesie-Patschuli passt gut in die Herbst- und Winterzeit. Die Sillage ist moderat, die Haltbarkeit liegt bei etwa 3-4 Stunden. Wer ambratische Düfte mit Pfirsich, Freesie und puderigen Blumen mag, könnte mit Cat Deluxe auch heute noch ein Schnäppchen machen.

Au Coeur du Désert Tauer Perfumes von verbeene 2017-02-22

das ist mehr als ein parfum... es ist eine geheimnisvolle reise
zuerst staub, sand,--wie kann ein duft denn sand suggerieren???-- herbe würzigkeit
nach wenigen minuten schimmert blütenduft durch den sand.staubige rose, vielleicht immortelle, etwas thymian.
hölzer, von der sonne geröstet
wenn der herbe duftbeginn verklungen ist, bleiben würzig-kräuterige töne auf der haut.

lange
eine reise durch die stille,
fordernd und beruhigend zugleich

die würzigkeit ist ebenso subtil wie eindringlich.
ein tauer eben.
und ein großartiger.

für abenteurer und unangepasste.

die haltbarkeit ist länger als 12stunden

La Dandy D`Orsay von aquaria 2017-02-21

„La Dandy“ ist an mir zunächst über lange Zeit ein frischer, leichter, fast transparenter und eher kühler Pfirsichduft mit einer Pfirsichnote, die sich dank Bergamotte nicht zu Pfirsichkompott entwickelt. Ich scheine nur an der äußerst zarten Haut eines noch nicht ganz reifen Pfirsichs zu schnuppern. Da ist sehr wenig Süße, aber viel Aromatik.
Diese hell strahlende, fast schon grelle (aber nicht unangenehm grelle) Pfirsichnote bleibt während des gesamten Verlaufs der zentrale Mittelpunkt, die Sonne des Duftes, um die alle anderen Komponenten gemächlich ihre Umlaufbahn ziehen.
Über zwei Stunden bleibt der Duft frisch-aromatisch und eher auf der kühlen Seite. Die Gewürznelken lassen eine frische Brise über die Pfirsichhaut ziehen, trockener, aromatischer Zimt gesellt sich dazu.
Ein würziger und schwebender Pfirsichduft.
Es scheint, als würde sich dieser Duft nie auf meiner Haut niederlassen, sondern ständig in einem gewissen Abstand um mich schweben, mich mit seiner extraleichten Aura einhüllen.
Erst spät erwärmt sich „La Dandy“ dann doch auf meiner Haut. Eine kleine Dosis Kardamom und sehr sanfte semi-gourmandige Noten von Honig und einer leicht nussigen Tonkabohne plus sorgen für luftige Cremigkeit und etwas Süße.
Die floralen Akzente merke ich wohl, sie sind aber eben nur Akzente. Ab und zu blitzt eine freundliche, leicht würzige und sehr helle Freesie auf. Das Ylang-Ylang merke ich nur als transparentes, hellgelbes Leuchten. Es scheint den cremigen Charakter zu unterstützen.
Dennoch bleibt „La Dandy“ für mich ein sehr zarter und luftiger Duft, mild würzig und mit ganz feiner balsamischer Wärme im Hintergrund, die Richtung Basis deutlicher wird. Die Kombination aus Pfirsich und trocken-aromatischem Zimt, der manchmal sogar leicht herb wirkt, bleibt an mir bis zum Schluss tonangebend.
Textur und Temperatur des Duftes empfinde ich wie einen leichten, zarten, glatten und kühlen Seidenschal auf warmer Haut.

After the Rain Arran Aromatics von PhoenixNoctulus 2017-02-21

After the Rain beginnt zitrisch frisch und aquatisch, fast schon ein wenig brisig, gleichzeitig sind auch noch kühle Holznoten (Zeder?) wahrzunehmen. Meine erste (für meine Nase nicht gerade schmeichelhafte) Assoziation: Irgendein 08/15-Herren-Sportduft.

Nach einigen Momenten nimmt die Brisigkeit allerdings ab, der Duft wird weitaus weicher, runder und auch etwas wärmer. Cleaner, aber nicht zu frischer Moschus tritt hervor. Außerdem bemerke ich in kleinerem Umfang cremige und zartpuderige Rosen-Akzente. Und mit der Zeit geht ein ganzes Blumenbouquet auf, hauptsächlich saubere Weißblüher, würde ich sagen. Auf jeden Fall luftig-leichter Jasmin und frühlingshaftes Maiglöckchen.

Mit der Zeit nimmt die Blumigkeit noch weiter zu, ich würde After the Rain ab diesem Zeitpunkt als Blumenduft klassifizieren wollen. Die Zitrusnoten sind ziemlich hinweggeschrumpft, was ich allerdings unter all den sanften Blumen noch wahrnehmen kann, sind mäßig temperierte Hölzer, viel Moschus, etwas Vanilliges, und, ich würde sagen, da liegt als letzter frischer Akzent auch noch ein Hauch Anis über allem.

Der Gesamteindruck ist sauber blumig, zart vanillig, leicht cremig und puderig, moschuslastig mit einer gewissen sportlichen Frische. Kommt Euch bekannt vor? Tatsächlich erinnert mich After the Rain stark an Armani Lei. Nur, dass Lei noch leicht fruchtig und ein ganzes Stück süßlicher ist, After the Rain ist dafür blumiger und ein wenig kühler, hat aber auch einen maskulineren, frischeren Auftakt, der Lei fehlt.

Preislich gesehen ist After the Rain etwas günstiger als Armani Lei (16,50 Euro für 30 ml - Armani Lei kostet bei gleicher Menge etwa 20-30 Euro), in Haltbarkeit und Sillage sind beide moderat. Welcher der Düfte einem persönlich besser gefällt, ist Geschmackssache. Ich empfinde den Auftakt von After the Rain leider als etwas unangenehm, insgesamt halte ich den Duft aber schon für interessant. Tatsächlich erinnert er ein wenig an einen Garten voller weißer Blüten nach einem Frühlingsregen (blumig, frisch) - aber eben deutlich "parfümisiert" mit Creme und Puder.

Seringa Floris von PhoenixNoctulus 2017-02-21

Seringa beginnt kühl und herb und erinnert erst einmal an einen klassischen Chypre: Krautiges Eichenmoos, zart erdiges Patschuli, etwas Puderigkeit durch Moschus und Veilchenblatt, ein bisschen Blümeligkeit incl. leicht würziger Gartennelke und Zitrus darüber. Zudem ist da eine taufrische grüne Note oben drauf.

Doch schon bald verändert das Duftbild sich etwas. Nun tritt eine leichte, helle, fast schon leicht wässerige Liliennote hervor, ganz luftig-leichter Jasmin, eine frische, leicht säuerliche Rose. Zusammen mit den Grün-Noten und dem ebenso kühlen Eichenmoos wirkt der Duft schon sehr erfrischend auf mich - und entwickelt sich vom erdigem Patschuli und Moschus ein wenig mehr zum hellen Blütenduft hin (wieso hier die Kopfnoten länger zum Wirken brauchen, als die Basisnoten, ist ein kleines Mysterium für mich, aber es ist so).

Wenn man noch ein wenig kleines bisschen Zeit vergehen lässt, ist Seringa ganz zum frischen Weißblüher-Duft geworden: Die namensgebende Note ist nun tatsächlich auch das, was den Hauptteil des Duftes ausmacht. Seringa (die man übrigens auch in Guerlains Flora Nymphea recht deutlich riecht), klar, hell, aber dennoch auch etwas süßlich, strahlende Blumigkeit, untermalt von klarer Lilie und Jasmin, alles aber auch ein wenig tauartig-wässerig, zart kräuterartig, auch die "grünen Noten" und der luftige, helle Weihrauch dürften daran so ihren Anteil haben, so wie ganz zarte Akzente von Vanille, Ylang und Tonka ein wenig Süßlichkeit beisteuern - aber es bleibt eben doch in erster Linie ein irgendwie grünlicher und auch leicht aquatischer Weißblüher-Duft. Frisch, etwas cremig, durch den Moschushintergrund auch etwas puderig. Allerdings insgesamt ein ziemlich sauberer und frischer Blumenduft.

Qualitativ definitiv nicht schlecht, moderate Haltbarkeit und Sillage. Für Freunde von Weißblüher-Düften, die frisch-luftig und tauartig, sauber, leicht cremig und ganz zart puderig wirken, könnte Seringa einen Test wert sein. Synthetisch wirkte der Duft auf mich übrigens nicht, nur ein bisschen "starr" bzw. wenig facettenreich, da man während der Hauptphase wirklich nur noch frische (luftige, wässerige, grünliche...) Weißblüher riecht, die dann auch noch wie EIN Block wirken, also in sich wenig differenziert, ansonsten nichts.

Danke an Aquaria für die Probe!

Night Scented Jasmine Floris von PhoenixNoctulus 2017-02-21

Sommerabend.

In der Dämmerung
ein feiner Schleier
weißer Blüten;

Leichter Wind
trägt eine Spur Duft
die Straße hinab;

Grünlich-blumig-laue Luft,
zart puderig untermalt:
ein Hauch von Garten.

Kräuter, Blätter, Gras,
doch über allem:
vergänglich-sanfter Jasmin.

La Nuit Paco Rabanne von PhoenixNoctulus 2017-02-21

Ein "klassischer" 80er-Jahre-Chypre. Im Auftakt riecht man schon deutlich das herbe Eichenmoos im Hintergrund, zu dem Zeitpunkt noch ein wenig bedeckt durch die grün-krautig-zitrische Kopfnote aus Wermut, Basilikum und diversen Zitrusfrüchten (Zitrone, Mandarine, Bergamotte). Dazu kommt, erst einmal stärker werdend, schwarzer Pfeffer, der der Mischung etwas deutlich Würziges, sogar leicht Scharfes gibt (andererseits bin ich persönlich empfindlich gegenüber Pfeffer, es kann gut sein, dass diese Note Anderen gar nicht so sehr bei diesem Duft auffällt).

Nach einigen Momenten setzen langsam fruchtige und blumige Akzente ein. Ich rieche vor allen Dingen eine süß-fruchtige, saftige Pfirsichnote, dazu süßliche Rose, zarten Jasmin, mit ein paar Tröpfchen Honig abgeschmeckt. Die Mischung aus (hauptsächlich) Weißblühern, honiggesüßtem Pfirsich und dem scharfen Pfeffer ist schon interessant... wenn sie auch ein wenig "laut" auf mich wirkt. Hintergründig rieche ich nun neben Eichenmoos auch noch erdiges, aber gleichzeitig auch ein wenig ambratisches Patschulikraut und diverse dunkle, leicht kühle, fast schon ein wenig maskuline Holznoten. Süßlichblumigfruchtigpfefferig auf einem Bett aus Erde, Moos und etwas Holz.

Mit der Zeit scheinen die Blüten etwas seifig zu werden, aber generell auch etwas schwächer; es überwiegt nun Pfirsich (mit etwas Pfeffer und Honig) auf einer tiefen krautig-erdigen Basis, in die sich nun auch langsam eine immer deutlicher werdende, etwas maskulin-würzige Ledernote hineinmischt. Ebenso wird La Nuit mit der Zeit immer animalischer; Zibet, Leder, Patschuli und Eichenmoos vermengen sich letztendlich zu einer intensiven Basis. Darauf - süßer Pfirsich und etwas Gewürz. Und so bleibt La Nuit dann auch bis zum Ende, wobei die Würzigkeit als Erstes abnimmt, danach die Fruchtigkeit, und als Letztes - wen wundert es? - die starken Basisnoten.

Wer die schweren, intensiven Düfte der 80er mag, kann bei diesem Duft eigentlich nichts falsch machen. Sillage: Intensivst. Haltbarkeit: Nahezu endlos.

Die perfekte Sommervariante für mich als Ange ou Dèmon EdP Fan. Prickelnd, spritzig und geheimnisvoll.

Helicriss Sylvaine Delacourte von aquaria 2017-02-21

"Wenn Helicriss eine Farbe wäre, wäre es Grau. Dieses Parfum entstand aus meinen Erinnerungen an warme Urlaubstage in Korsika und erweckt den sehr spezifischen Duft der Macchia zum Leben, der gleichzeitig warm und herzlich ist."
Sylvaine Delacourte

Macchia nennt man in Korsika den grünen Pflanzenteppich, der überall auf der Insel zu finden ist. Neben Zistrosen und Immortelle riecht dieser Pflanzenteppich, wenn er im Frühling aufblüht, nach allen möglichen Gewürzpflanzen und –sträuchern, wie Rosmarin, Wacholder, Myrte, Erika und wer weiß, was sonst noch alles mitdüftelt. Diese Macchia macht den „typischen“ Duft Korsikas im Frühling aus.
„Helicriss“ fängt dieses Aroma perfekt ein. Geprägt ist der Duft vor allem von einer Immortelle, die anfangs mit kräftiger, unglaublich schöner, heller und energiegeladener Zitrusunterstützung wie eine goldwarme Sonne leuchtet. Der Duftverlauf lässt sie dann langsam nachdunkeln, bis sich der Duft als sanfte, sonnengewärmte, frische Brise aus mild-aromatischem Kräuteraroma mit dunkelgelben Blüten und leichter Zitrusfrische auf die Haut legt. Ein sanfter Duft, der im Mittelteil die Würzigkeit von hellgelbem Curry ausstrahlt. Die Immortelle wirkt vollmundig, sehr würzig, leicht salzig und goldgelb, ohne das Curryaroma in irgendeiner Form nach Gulasch oder ähnlichem Essbaren riechen zu lassen. Zitrus, Gewürze (trockener Zimt) und Kräuter halten den Duft frisch und luftig.
Nach ca. 3 Stunden verändert sich der Duft an mir deutlich, der Fokus verschiebt sich dann Richtung Patchouli auf Moschus, und ich rieche einen wunderschön luftigen, würzigen und frischen Patchouli-Duft.
Ich habe mir ein paar Tage das Hirn zermartert, weil mich diese zweite Hälfte des Drydowns extrem an einen anderen Duft erinnerte. Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen (oder von der Nase):
„Helicriss“ verwandelt sich, je näher es sich Richtung Basis entwickelt, zu einem abgewandelten „Eau Legere“ von Bottega Veneta. Es ist dieselbe, frische Patchouli-Interpretation wie im „Eau Legere“, auch hier aufgewirbelt, „aufgeraut“ und zu einem würzigen Leuchten gebracht durch die lang anhaltenden Zitrusakzente, und auch hier unterlegt mit sehr sauberem, frischem Moschus.

Oroluna Moresque von verbeene 2017-02-20

sonne und mond
als gäbe es einen raum zwischen hell und dunkel,
zwischen frisch und warm,
zwischen berühren und entfernen.
in dieses niemandsland entführt oroluna:
der frische auftakt von grapefruit wird sofort besänftigt von kardamom und gehalten von pfeffer.
zeder legt sich darunter, edel und stützend.
und dann steigt ein feiner, köstlich würziger und herb blumiger rauch auf.
er nimmt dich mit ins schwerelose und vernebelt den blick für das konkrete: so wie morgennebel auf sommerlicher heide.
in diesem nebel verlierst du dich nicht, sondern du kommst näher zu dir selbst.
sehr leise. sehr intensiv.

ein duft, der gegensätze beschreibt, um sie im träger wieder zu vereinigen.

Ma Cherie Frederic Haldimann von aquaria 2017-02-20

Beim Aufsprühen und noch lange danach rieche ich eine zart-blumige Mischung, die für mich den lieblichen Duft gerade aufgeblühter Hyazinthen wiedergibt. Der Duft weckt bei jedem Aufsprühen verlässlich die Sehnsucht nach Frühling. Ich rieche die feinen, zarten, verspielten Blüten der Hyazinthen inklusive der grünen Blätter.
Ich sehe aber auch, dass in der Pyramide weit und breit keine Hyazinthe angegeben ist. Also ergibt wohl die Melange aus Veilchen, Rose, Maiglöckchen mit den weiteren angegebenen floralen Noten für mich den Duftcharakter einer Hyazinthe. Das Cassis-Blatt ist dann für den grünen Eindruck nach Blättern und Stängeln verantwortlich.
Erst nach längerer Tragedauer kann ich einzelne Blüten aus diesem Strauß heraus riechen und dann auch das Veilchen identifizieren. Es handelt sich um kein besonders pudriges, sondern mehr um ein sehr helles, glasklares, helllila Veilchen. Und auch die Rose erkenne ich dann, vor allem durch ihre Wärme, durch einen weich-samtigen, zart gehaltenen und sauberen Duft nach hellroten Teerosen.
"Ma Cherie" ist ein sehr zarter, beschwingt blumiger und romantischer Duft, der einfach nur die Helligkeit und das positive Gefühl eines Frühlingstages ausdrückt.
Das einzige Manko, das mich ab einer gewissen Tragedauer stört, aber nicht zu sehr, ist eine süßfruchtige Note, die sich an mir etwas wächsern und sehr süß entwickelt. Sie bleibt dezent im Hintergrund, ist aber lange zu merken.
Erst wenn sich die Basisnoten deutlicher zeigen, in meinem Fall vor allem die Vanille, die sich hier nicht gourmandig gebärdet, sondern sehr leise auftritt, zieht sich diese fruchtige Note dann doch etwas zurück. Die Vanille scheint in erster Linie für mehr Weichheit, eine hauchzarte Pudrigkeit und ein bisschen zusätzliche Wärme verantwortlich zu sein, lässt den frisch-süßen Frühlingsstrauß nicht zu kühl werden. Als Vanille-Aroma nehme ich sie hier kaum wahr.
Also insgesamt ein freundlicher blumig-fruchtiger Duft mit moderater, dezenter Sillage, unaufdringlich genug fürs Büro, aber doch mit genügend Präsenz, um an die 6-7 Stunden wahrgenommen zu werden.

A travers le miroir - durch den Spiegel. Als Konzept sollte dem Duft eine Mischung aus sehr weiblichen und kraftvollen männlichen Duftnoten zugrunde liegen, ein Duft-Hermaphrodit quasi. Als offizielle Duftnoten werden an anderer Stelle Tuberose, Wintergrün und Absinth angegeben. Manchmal wird der Duft symbolisch als "Eisblume" beschrieben. Und ja, ich meine, gerade dieser Begriff trifft es sehr gut.

Als Erstes rieche ich vor allen Dingen die frischen "maskulinen" (wobei ich sie eigentlich eher als geschlechtsneutral empfinde...) Duftnoten: Minziges, kampferartiges Wintergrünöl. Im deutschsprachigen Raum eher weniger bekannt, wird in den USA diese Zutat gerne für Kaugummis, Kräuterbonbons und Körperpflegeprodukte (Erkältungsbäder und vor allen Dingen Zahnpflegeprodukte) verwendet. Außerdem hat Wintergrün eine gewisse rootbeer- oder sarsaparillaartige Note, dürfte daher auch in einigen Erfrischungsgetränken zu finden sein. Insgesamt ist Wintergrün ziemlich minzig, hat aber auch eine gewisse Bitterkeit und irgendwie einen ganz besonderen, eigenen kräuterartigen Aspekt. In A travers le miroir ist diese Note also der Auftakt - vermischt mit verschiedenen Kräuternoten, die in Absinth vorkommen (ein wenig Wermut, ganz deutlich süßlich-milder Fenchel, ein Hauch frischer Anis), ohne allerdings wirklich wie richtiger Absinth zu riechen. Dazu nimmt man noch eine ganz zarte vanillige Note wahr.

Kurz darauf setzt die blumige Note des Duftes ein. Offiziell soll es Tuberose sein, ich hätte es allerdings eher für Jasmin gehalten. Luftig-leicht, aber gleichzeitig süßlich. Ja, auch ein honigartiger Anteil ist vorhanden. Insgesamt wirkt die Blüte klassisch-feminin, allerdings nie übersüß - die kühlen, minzigen Kräuternoten halten dagegen. Genau genommen kommt es mir vor, als wäre beides perfekt gegeneinander ausbalanciert, die "maskulinen" Noten werden nie zu scharf oder kalt, die Blumigkeit nie zu süß oder warm. Zudem ist da eine starke Puderigkeit (ich vermute Moschus), in der alles ziemlich wie in Watte versinkt. So wirken alle Noten wie ein einzelner Ton ("dicht gewebt" wäre noch untertrieben), der aufgrund ihrer deutlichen Unterschiedlichkeit irgendwie abstrakt wirkt.

Als zwitterhaft würde ich diesen Ton nicht bezeichnen (wie gesagt, ich empfinde die kühl-kräuterartigen-mentholigen Noten nicht zwingend als maskulin - da ist nichts übermäßig Kaltes, Dunkles oder Holziges, auch keine typischen Herren-Duftnoten der klassischen Parfümerie), aber bemerkenswert ist es schon, dass es gelungen ist, die kräuterig-minzigen und die blumig-süßliche Note so eng miteinander zu verbinden, dass eine kühle, ziemlich echt wirkende, Blumigkeit entsteht, die so bei keiner realen Blume wirklich existiert, aber dennoch absolut stimmig erscheint.

"Eisblume" trifft es wirklich gut. Leider aber auch in Sachen Sillage und Haltbarkeit: Sehr sanft, sehr flüchtig. Da finde ich den Preis von 130 Euro für 50 ml leider ein wenig heftig, auch, wenn ich den künstlerischen Anspruch dieses Duftes durchaus verstehe. Insgesamt bleibt A travers le miroir für meine Nase aber ein wunderbarer Duft. Falls ich ihn mal in Originalgröße irgendwo second hand zu einem günstigen Preis finde, zieht er bei mir ein (bislang besitze ich leider nur eine kleine Miniatur dieses Duftes).

Balahe Leonard von PhoenixNoctulus 2017-02-20

In den 1980ern entstanden, schwarze Flasche. Das wird ein Wummser sein. Dachte ich jedenfalls. Umso größer war mein Erstaunen, als mich im 1. Moment lecker-fruchtige Noten (hauptsächlich saftige Pflaume, aber auch etwas sonnige Mandarine und süße Ananas) begrüßten. Sicher, da waren noch einige starke Gewürze (Koriander, frischer Anis - ich würde aber behaupten wollen, auch ein wenig Muskat und Pfeffer), aber die verblassten schnell. Und die Basis darunter? Etwas süßherbes Vetivergras, Oppoponax (aber diese Note liebe ich sowieso!), auch relativ viel animalisches Zibet? Auch nur im 1. Moment irgendwie schwer, schon bald gewannen stattdessen leichte, aldehydische Noten und süßliche Blüten die Überhand. Vor allen Dingen Tuberose, aber dann auch etwas Jasmin, Ylang, Rose, Orangenblüte - mit der Zeit kommen dann noch zartere wie cremig-helle Orchidee und puderige Iris hinzu. Apropos Puder, davon ist auch eine ganze Menge als Basis vorhanden, in Form von Moschus und Iriswurzel. Helles Sandelholz und süßliche Vanille sorgen für Cremigkeit. Insgesamt ein sehr dicht gewebter Duft.

Mit der Zeit verändert sich Balahe noch einmal. Was bleibt: Eine üppig-süße, leicht butterige Tuberosennote, mit etwas Jasmin und Ylang vermengt, auf Basis von süß-gourmandiger Vanille, cremigem Sandelholz, Pudermoschus und balsamisch-zartwürzigem Oppoponax. Kuschelig, warm, ambratisch - wie gemacht für kühlere Herbst- und Wintertage. Der Tuberosen-Ylang-Mix alleine erinnert übrigens deutlich an Guerlains Mahora. Insgesamt ist der Duft durchaus intensiv - im Sinne von überdurchschnittlicher Sillage und Haltbarkeit - aber er ist trotzdem nicht der schwere, gewürzlastige Knaller, den ich erwartet hätte. Stattdessen also ein süßlicher Tuberosen-Duft auf Basis von cremiger Vanille, Harzen und Puder(moschus). Wenn man diese Art von Düften mag (und kein Problem mit butteriger Tuberose hat) - testen!

Danke an Aquaria für die Miniatur :)

Eau Fraiche verdient diesen Namen.
Ein aromatisch frischer, energiegeladener Zitrusduft, der an mir noch dazu nicht ganz so schnell verfliegt wie andere zitrusbetonte Colognes. Die Duftprojektion fällt auch anderen als angenehm erfrischend auf. Für diesen Duft habe ich in den vergangenen Sommern mehr Komplimente bekommen als für alle anderen meiner Düfte zusammen.
Die Duftprojektion ist anfangs extrem kühl, fast eisig frisch. Viel Minze (nicht in der Duftpyramide, aber ich rieche welche), die nicht an Kaugummi- oder Zahnpasta-Minze erinnert, sondern das tiefe, volle Aroma dunkelgrüner Minzblätter liefert, unterstützt durch glasklaren, kühlen, sauberen Lavendel, grasiges Vetiver und eine ganze Riege an Zitrusfrüchten, sowohl zitronig fröhliche als auch solche mit einem leicht herben, grünen Touch, wie etwa von Zitronenmelisse oder Zitronenverbene, düfteln hier um die Wette, als gäbe es einen Preis für die frischeste Duftnote zu gewinnen.
Darin verwoben melden sich noch dezent leise Akzente von Maiglöckchen und kühlen Gewürznelken, die wie eine zusätzliche Klimaanlage im Duft wirken. Der Duft hat also eine sehr saubere, zitrisch aromatische und deutlich brisig kühle Duftprojektion, die besonders an heißen Tagen äußerst ansprechend wirkt und zum Durchatmen einlädt.
Ein klein wenig anders zeigt sich der Duft direkt an der Haut oder unmittelbar aus der Nähe gerochen. Da lässt er auch etwas zarte Wärme merken. „Rundere“, abgemilderte Zitrusnoten, Orange und Orangenblüten und der feinste, fast transparente Hauch von Ylang-Ylang verleihen dem Duft eine zarte, warm leuchtende Aura. So dezent dosiert, dass dem Duft nichts von seiner kühlen Aussage genommen wird, aber merkbar genug, um ihn nicht kalt wirken zu lassen.
Von den Basisnoten merke ich nur einen klitzekleinen, grün-würzigen Patchouli-Anklang, der dem Duft im letzten Drittel des Drydowns eine leicht aufgeraute, pudrige Struktur verleiht. Von der Vanille merke ich gar nichts.

Come L'Amore Bois 1920 von aquaria 2017-02-20

Üppige, betörende Blumensüße in Sonnenuntergangswärme. Will ich riechen, als wäre ich an einem lauen Sommerabend gerade einem Blumenmeer entstiegen, greife ich zu „Come L’Amore“.
Den Duft in seine Einzelteile zu zerlegen und zu beschreiben zu versuchen, wäre hier ein aussichtsloses Unterfangen. Zu sehr zeigt er sich als homogen fließende, durchgehend opulente Blütigkeit vor honigwarm leuchtendem Hintergrund mit pudrig balsamischer, sehr weicher Basis.
Obwohl ich mir hier mit jedem Sprühstoß einen riesigen Blumenstrauß aufsprühe, wirkt der Duft nie aufdringlich oder schwer. Er schwebt in einer süß-pudrigen Wolke um mich und hüllt mich in eine sanft-pudrige, weich-blumige Umarmung.
Ich bin nicht gerade der größte Fan von Lilie und Gardenie. Hier ist beides deutlich zu merken, aber derart gekonnt mit den übrigen Noten verwoben, dass sie der jasminwarmen und honigsüßen Blumigkeit eine angenehm frische, saubere Anmutung geben. „Come L’Amore“ wirkt dadurch einfach nur elegant, samtig, blumig süß und - bei dieser Fülle an Inhaltsstoffen überraschend – unaufdringlich leicht, legt einen Schleier aus authentisch duftenden und betörenden Blüten um die Trägerin.
Außer in den ersten 10 Minuten, wenn der Duft in überwältigender Fülle aus dem Flakon kommt und einige kräftige blumenstängelig grüne und pflanzlich herbe Anteile merken lässt, stört mich in diesem Duft absolut nichts. Gar nichts. Keine wächsernen, keine zu schweren, keine zu grünen, keine indolischen, keine zu buttrigen Anteile. Nur Blütenduft pur.
Ein für meine Nase perfektes Zusammenspiel aller Komponenten:
Üppige, warme, cremeweiße Blüten, die dank der goldenen Honigwärme teilweise wie pudrig-samtige Blütenpollen wirken, luftige, helle, süße Harze und eine leise, aber saftige Fruchtigkeit, die zusammen mit der milden Würzigkeit die Blumen zum Strahlen bringt. Die Basis ist sanft pudrig, warm und balsamisch süß.
Mit dieser Blumensymphonie habe ich einen heiligen Gral gefunden, von dem ich gar nicht wusste, dass ich ihn suchte.
Nachdem ich den „Summersent“ von Marjorie Midgarden Fragrances über alles liebe und leicht in Panik verfallen bin, als ich feststellte, dass es den nicht mehr gibt, habe ich mit diesem Bois1920 einen adäquaten Ersatz gefunden. Und das macht mich überglücklich.

Lilylang Sylvaine Delacourte von aquaria 2017-02-20

"Dieser Duft entstand aus Erinnerungen an Urlaubstage in La Réunion, wo ich die Ylang-Ylang-Blüte, das Bildnis einer sonnigen Blüte, entdeckt habe. Ich wollte den Duft von Sand auf sonnengewärmter Haut rekreieren."
Sylvaine Delacourte

Der Auftakt besteht aus nüchternem, unsüßem Ylang-Ylang, das in eine grüne Richtung geht, relativ frisch gehalten durch die Bergamotte und Limette, die keinen prickelnden Zitruseindruck, sondern einen frisch-grünen, leicht saftigen und dabei bereits weichen Hintergrund erzeugen. Kurzfristig erscheint mir das Ylang in diesem Duft als zu grün, begleitet von einer anfangs dünn und beinahe wässrig wirkenden Cremigkeit.
Aber dann geschieht etwas Magisches. Wie in einem Batikstoff vermischen sich die einzelnen Duftstoffe, verlaufen sehr langsam, aber stetig, ineinander. Eine leise Süße von Tuberose und Jasmin durchzieht den bisher nüchternen Duft mit samtigen und warmen Duftfäden, die Ylang-Blüte entwickelt ihre typische sahnige Cremigkeit, die ein kleines bisschen nach Kokosöl riecht, aber wirklich nur ganz dezent, und natürlich ist da auch noch der cremige, sahnige Moschus, der eine saubere, aber warme Umgebung schafft.
Die Komposition wird kontinuierlich geschmeidiger, anschmiegsamer und wärmer, bis der Duft in cremigem, sattem Gelb schimmert. Dennoch noch immer alles auf sehr leisem, hautnahem Niveau. Und er wird noch leiser. Je näher zur Basis, desto leichter entwickelt sich der Duft. Er verliert sein cremiges Zentrum nicht, wird aber insgesamt pudriger.
„Lilylang“ hält an mir doch an die 6 Stunden an, zeigt sich aber ab dem Mittelteil als pudriger und sehr skinniger Hauch. Schade; von diesem wunderschönen Dufteindruck hätte ich gerne eine kräftigere Version. Andererseits würde der Duft dann womöglich viel von seinem Charme verlieren.

Relax Lollia von aquaria 2017-02-20

Eine Probe einer Bestellung beigelegt gefunden. Hier bei Fragrantica nachgeschaut. Die Aufmachung, das Flakondesign und der Name des Duftes haben mich angesprochen.
Schon während der ersten Tests musste ich allerdings feststellen, dass dies für mich das einzig Attraktive an diesem Duft ist.

Margot Elenas blumige Beschreibung:
A rich exotic blend of Lavender, Bee Blossom Honey with White Orchids and warm, woody undertones of Indian Amber delicately completed with a touch of Tahitian Vanilla.

Nichts davon ist zu riechen. Weit und breit kein Lavendel, nichts Exotisches und schon gar keine „zarte Vanille aus Tahiti“. Das einzige, das ich rieche, ist warmes Trägeröl, möglicherweise mit sehr warmem, öligem Moschus versetzt. Von den angegebenen Duftnoten kann ich außer einer sehr synthetischen und sehr süßen Vanille keine sonst ausmachen.
Für meine Nase gibt’s hier fast ausschließlich den Geruch nach warmem Öl, vermischt mit synthetischen Zutaten, die manchmal ein bisschen süßer, manchmal etwas weniger süß, aber für meine Nase durchgehend ziemlich gleich nach Nichts bzw. fast nur nach diesem dichten und überwarmen Süßöl riechen.
Ich hab auf der Homepage von Margot Elena nach weiteren Informationen gesucht; unter anderem festgestellt, dass dies mit 50$ für 50ml nicht gerade ein Schnäppchen ist.
Was ich dem Duft zu Gute halten kann, ist, dass er weder klebrig noch schwitzig wird, er bleibt halt konstant in dieser einheitlich ölig süßen Richtung.

Chloe Eau de Parfum Chloe von verbeene 2017-02-20

chloe ist die kleine und etwas naivere schwester von "ananda" von micaleff
.... ihre liebevolle etwas erfahrenere cousine wäre "perle rare" von panouge

alle drei haben eine delikate, köstliche fruchtigkeit,unterlegt und überschwebt von hellen blütennoten.chloe, die zarteste von den dreien,bleibt sanft und blumig,
lässt keinen widerspruchsgeist erkennen und wird von beinahe allen gemocht. aber ihre vanillige-blütige süsse hält lange an, und diese sanfte, freundliche beständigkeit ist ihre stärke.

Soie Sage Jardin de France von PhoenixNoctulus 2017-02-20

Soie Sage, die "sanfte Seide", duftet in den ersten Momenten erstaunlich fruchtig. Ich rieche süß-fruchtige Waldbeeren (besonders Walderdbeeren), geschichtet auf ein Bett aus süße-marmeladigem Rosenpuder, Pudermoschus und Vanille. Im Auftakt ist noch ein kleines bisschen Pfeffer und Bergamotte vorhanden, beide Noten dienen aber nur als kurzer frisch-würziger Auftakt, und schwinden dann sehr schnell.

Mit der Zeit kommt dann auch ein Hauch Cremigkeit hervor, der mich persönlich an altmodischen Lippenstift erinnert (Angelika?), außerdem taucht neben der Puder-Rose und dem ebenso puderigen Moschus auch noch eine eigensinnige Veilchennote auf. Die Waldfrüchte schwinden, Soie Sage entwickelt sich zu einem leicht cremigen Rosen-Veilchen-Moschus-Puderduft. Die zunehmend stärker werdende Veilchennote erinnert mich dabei ein wenig an Guerlains Insolence, allerdings ist sie hier etwas weniger süßlich. In diesem Zustand bleibt der Duft die längste Zeit: veilchen- und rosenlastiges Puder, leicht cremig, leicht vanillig im Hintergrund, irgendwie auch einen Hauch aprikosig. Dieser Puderduft ist also durchaus ein wenig süßlich, allerdings nie übersüß. Dafür mache ich die leicht im Hintergrund vernehmbare Reispuder-Note verantwortlich, die selber kaum auffällt, dem Duft aber durchaus eine gewisse ausgleichende Milchigkeit gibt, die die süßen Noten ein wenig schluckt.

In der Endphase wandelt Soie Sage sich noch einmal ein wenig; das Veilchen klingt schneller ab als die Rosennote, so bleibt letztendlich nur noch zart vanilliges Rosenpuder übrig. Ein Hauch Orchidee könnte auch vorhanden sein, jedenfalls ist eine gewisse seidig-sanfte blumige Cremigkeit, wie sie für Orchideendüfte sehr üblich ist, nicht zu "überriechen". Aber möglicherweise ist das auch das Zusammenspiel von Blüten, Vanille und Reis.

Erfüllt der Duft meine Erwartungen? Ja, "Sanfte Seide" passt als Name tatsächlich sehr gut. Der Duft ist puderig, cremig, wirkt gleichzeitig gepflegt sauber, die Cremigkeit hat etwas gewissermaßen Klassisches, Edles an sich. Die Assoziation von dieser Art von Düften mit Seidengewebe ist allerdings auch keine ganz neue; ich glaube, schon häufiger Körperpflegeprodukte benutzt zu haben, die laut Hersteller einen "seidigen Duft" haben sollten, und sie alle waren blumig puderig-cremig, oft orchideenartig ;) Aber das soll den positiven Eindruck von Soie Sage keineswegs schmälern! Es ist ein wirklich sehr gelungener, zum Thema passender Duft. Sillage und Haltbarkeit sind moderat, der 100ml-Flacon kostet 54 Euro.

Tentation Dentelle Jardin de France von PhoenixNoctulus 2017-02-20

Tentation Dentelle beginnt erstaunlich honigsüß, in den ersten Momenten sogar ein wenig karamellig. Mit der Zeit entschlüsselt sich die ausgeprägte Honignote dann als Mischung aus saftig-süß-fruchtiger Pflaume, marmeladiger Rose, marzipaniger Tonkabohne und süßen Weißblühern (besonders Tuberose, aber auch etwas Jasmin). Im Auftakt ist darüber hinaus auch noch etwas Bergamotte wahrzunehmen, außerdem ein wenig luftiger Weihrauch.

Nach und nach wird der Duft blumiger, die süße Rosennote übertont die immernoch kräftige Pflaume nun ein wenig und geht auch langsam etwas ins Puderige. Auch ein Hauch würziger Geranie ist wahrzunehmen. Die Süße nimmt generell ein kleines bisschen ab, allerdings bleibt der Duft insgesamt ziemlich süß (süß, fruchtig, rosig).

Mit der Zeit wird der Luft letztendlich zu einem typischen, ziemlich süßen (und leicht fruchtigen), üppigen Rosenpuderduft. Die Kategorie ist dieselbe, in die z.B. auch Quelques Fleurs Royale von Houbigant fällt, allerdings ist Tentation Dentelle deutlich süßer. Der Duft wirkt für mich daher auch etwas "jünger". Patschuli ist nun im Hintergrund ein wenig herauszuriechen, er fällt aber eher gefällig-ambratisch als erdig oder grün aus, und ist generell nicht allzu stark dosiert.

In der Endphase macht Tentation Dentelle noch einmal einen Wandel durch. Nun rieche ich hauptsächlich ambratisches Patschuli, Holz und Räucherwerk, versetzt mit feinem, süßlich-fruchtigem Rosenpuder. Die Süße hat sich auf ein für mich angenehmes Maß reduziert, die rauchig-holzigen Noten lassen mich an qualitativ hochwertige Räucherstäbchen denken. Tentation Dentelle hat sich nun zu einem wunderschönen rosig-puderigen Räucherwerk-Duft entwickelt. Aber leider ist dies tatsächlich nur die Endphase, die meiste Zeit über ist dieser Duft deutlich süßer, fruchtiger und hat nicht diese rauchig-holzige Tiefe, in deren Kombination das Rosenpuder für mich erst so richtig aufgeht.

Insgesamt muss ich sagen, dass Tentation Dentelle sich ziemlich unerwartet für mich entwickelt hat. Die Duftpyramide hatte ich erst einmal nicht vorliegen, und nur in Anbetracht des Flacons und des Duftnamens würde man wohl nicht auf einen Duft diesen Charakters tippen. Der Name bedeutet übersetzt Spitze (im Sinne von Spitzenstoff), die Flüssigkeit ist aquatisch türkis. Der Flacon mit durchsichtigem Deckel und Metallanhänger hat für mich einen modernen Touch, den Duft hingegen empfinde ich als relativ klassisch-romantisch.

Die Haltbarkeit des Duftes ist etwas überdurchschnittlich, die Sillage empfinde ich als intensiv. Qualitativ wirkt Tentation Dentelle auf mich hochwertig, mir persönlich ist der Duft aber zu süß - bis auf die wunderbare Endphase, aber das ist eben leider nur der letzte Ausklang des Duftes. Für Menschen, die Rosenpuderdüfte lieben und auch mit sehr süßen Düften kein Problem haben, könnte Tentation Dentelle allerdings dennoch einen Test wert sein.

Sicily Dolce&Gabbana von PhoenixNoctulus 2017-02-20

Gelbe, vollreife Bananen, süß, cremig, sogar etwas honigartig (mich erinnert das Aroma insgesamt ein wenig an Backbananen mit Honigsoße) - so beginnt Sicily für mich. Dazu kommt ein leicht vanilliger Hintergrund (vermutlich Heliotrop), der mit der Zeit noch deutlich stärker wird. Die cremige Facette der Bananennote wird zusätzlich durch helles, milchiges, weiches Sandelholz gestützt. Außerdem nehme ich im Auftakt noch ein wenig Zitrusfrucht und eine ganz minimale sanfte Würze (Muskatnuß) wahr. Zudem ist da noch eine gewisse Seifigkeit von Weißblühern vorhanden, die langsam anklingt, und ein Hauch frisch-luftiger Aldehyde.

Mit der Zeit nimmt das Honigartige etwas ab, fruchtige Banane ist aber noch immer sehr deutlich zu vernehmen, auch, wenn der Gesamteindruck nun von zuckerig-süßen Backbananen zu einem naturnahen cremigen Bananen-Milchshake übergeschwenkt ist. Dafür kommen nun, neben Aldehyden, noch diverse Blumennoten kräftig hervor. Eindeutig: Hyazinthen. Zudem Geißblatt, Jasmin, etwas Orangenblüte... Und leicht puderiger, angenehm sauberer Moschus.

Luftige, aber dennoch süße Weißblüher, vanillig-süßer Heliotrop, cremig-milchiges Sandelholz, leckere gelbe Bananen, ein wenig Moschuspuderigkeit im Hintergrund - ein wunderbarer Sommerduft, der für mich einen gewissen tropischen oder südseeartigen Touch hat. Oder ist es doch nur eine mediterrane Sommernacht mit Bananendessert auf der Gartenterrasse? Wie auch immer, trotz aller Fruchtigkeit hat Sicily auch etwas Elegantes an sich, vermutlich durch die Seifig- und Puderigkeit der Weißblüher und die klassischen Aldehyde, die man besonders zu Anfang (nach dem langsamen Abnehmen der Honigsüße) wahrnehmen kann. Insgesamt ein wirklich toller Duft mit überdurchschnittlicher Haltbarkeit und Sillage.

Vielen Dank an Aquaria für die Abfüllung!

4 Reines L`Occitane en Provence von Viduch 2017-02-19

Ich habe 4 Reines in einem regnerischen Tag in Rotterdam gekauft. Dieser Duft ist eine frische Rosengarten, wo Blütenblätter bedeckt mit regen Tropfen. Unglaubliche Frische und Melancholie in einer Flasche. Love it!

Musk Al Haramain Perfumes von RadostTina 2017-02-19

Musk gehört zu der Attar- Familie von Al Haramain. Und was für eine Familie! Die meisten entwickeln sich aufregend und vielseitig und die Haltbarkeit ist enorm, besonders auf Kleidung. Aber Vorsicht: sparsam auftragen, weil das Parfum hoch konzentriert ist. Ich hab schon den Fehler gemacht und wollte weglaufen.
Ich bin sehr glücklich diese Parfums zu entdecken. Die Qualität ist wirklich hoch. Das ist eine neue geheimnisvolle und wunderschöne Welt für mich. Im Sommer habe ich ein Paar Tester online bestellt mit dem Gedanken, dass mein Durst schnell gelöscht wird. Und zwar nicht alle von denen sind Treffer aber die tolle Überraschung ist die hohe Qualität bei geringen Kosten. Ich bin wirklich begeistert.
Vom Anfang an ist Musk frisch aber nicht zitrisch, vielleicht dezent medizinisch. Meiner Meinung nach kann er auch von Männern getragen werden. Moschus ist hier verständlich der Hauptspieler. Ich nehme ein Hauch von Blumen wahr und das ist alles für mich. Aber was für Alles. Im Gegensatz zu vielen Düften, die am Ende wie etwas ohne Markenname riechen, bleibt Musk edel nur etwas süßer als am Anfang. Meiner Meinung nach ließe sich das Parfum gut mit anderen Düften kombinieren. Ich habe gerade eine Orange geschält und meine Hände riechen nach Orangen. Im Moment trage ich Musk auf meinem Handgelenk und was für eine angenehme Überraschung: eine wirklich tolle Kombination zwischen Moschus und Orangenaroma. Auf alle Fälle brauche ich mehr Zeit um seinen Charakter zu enthüllen.

Maroussia Slava Zaitsev von KarateArwen 2017-02-18

" Hast du wieder deinen Wäscheduft aufgelegt?",fragte mich ein guter Freund.Also Wäscheduft,nein, das kann doch nicht sein,oder doch?Eigentlich habe ich ihn für mich als richtig schönen gefälligen Vanilleduft entdeckt.Ich den Nasen anderer wirkt er wohl sehr sauber,trocken und weichgespült.Mir soll es ganz recht sein.Ich mag diese Art von Düften.Er ist ein Klassiker und ist in den 80ger Jahren sehr teuer gewesen.Eine absolute Kostbarkeit,die ich immer besitzen wollte.Er riecht sehr edel und kostbar.Warm ,cremig und etwas betörend ,einfach lecker.Jetzt wird er sehr günstig angeboten und ich durfte mir gleich 100 ml sichern.Er darf nie ausgehen.Für mich ein nostalgischer Klassiker , den Männer sehr mögen.

DKNY Donna Karan von KarateArwen 2017-02-18

Grapefruit in seiner reinsten Form , das versprüht DKNY.Auf der Suche nach einem authentischen Grapefruitduft ,der auch auf der Haut hält bin ich über diesen Kanditaten gestolpert.Eine richtig erfrischende, deftige Prise Grapefruit, mit leichten herben Untertönen.Ich denke er kann auch von Männern getragen werden.Absolut für den Sommer geeignet oder für Wintertage , die dunkel und grau sind.Ein schöner Stimmungsaufheller.Angeblich soll Grapefruit 10 Jahre jünger im Auge des Betrachters machen.Dafür ist er definitv einen Test wert!

Perpetual Pearl Jane Arthes von KarateArwen 2017-02-18

Welch ein günstiger und schöner Duft.Er ist sehr pudrig und weich.Mir kommt der Begriff "fluffig" in den Sinn.Er hat weiche Zuckerwatteakzente,rosa Puder,Vanille mit Zitronenzuckerguss.Ein wirklich deliziöser Duft für den Tag.Eingekuschelt in den fluffigen warmen Lieblingspullover,wohlfühlen und die Zeit genießen.Ein Traumduft ,mit guter Sillage.Ebenfalls kann er mit Rose oder Amberdüften gut gelayert werden.Er wird dann sehr gourmandig.Wer seinen Geldbeutel schonen möchte sollte ihn testen.

Maitresse ist ein wirklich sehr erotisches Düftchen.Er wird erst mit Hautkontakt sinnlich.Er ist warm , nicht zu süß.Keinesfalls blumig.Er erinnert mich an schwarzes Satin.Er umschmeichelt die Haut , gibt unbewußt betörende Akkorde ab.Ein Kompliment bekam ich , welches sehr nett war.Du riechst so wunderbar anders.Ja was heißt denn Anders?Hier muss ein Duftmolekül versteckt sein , welches unterbewußt Sinnlichkeit, Wärme und Geborgenheit verströmt.Ein für mich etwas magisches Düftchen.Unbedingt testen , für einen betörenden Auftritt.

Just Me Paris Hilton von KarateArwen 2017-02-18

Just me ist ein Frühlingsduft.Er hat viele Maiglöckchen und Moschus in seinem Flacon vereint.Der Duft wirkt sehr intim , wenn er sich richtig ausgebreitet hat.Er läßt mich auch an frische Wäsche denken und er gibt einen eine gewisse Vertraulichkeit.Es ist ein gepflegter Duft.Ich finde ihn sehr interessant für einen Promiduft und bin wirklich überrascht.Dieser Duft hat keine Ähnlichkeit zu einem mir bekannten Duft.Der Flacon ist sehr schön und macht Freude.Wer einen schönen frischen Blütenduft sucht und Wäschedüfte liebt , sollte ihn unbedingt testen.

Perles De Lalique Lalique von KarateArwen 2017-02-18

Die Perlen von Lalique werden hochgelobt und das sicherlich auch zum guten Recht.Er ist sehr außergewöhnlich , er ist subtil.Hier werden feminin und maskulin vereint.Entweder der Duft entscheidet sich für eine subtile ,leicht pudrige Süße oder er wird maskulin , dann werden Vetiver , Eichenmoos und Patchouli präsent.Ich habe drei Tage gebraucht ihn gut oder schlecht für mich zu bewerten.Bei mir wird er leider zu Vetiverlastig.Das soll aber nicht heißen , das er sich auf einer anderen Haut nicht feminin entwickeln kann.Lalique Düfte sind sehr eigen, das macht sie interessant und sind immer für eine Überraschug gut.Die Perlen sind sehr langlebig.Hier braucht es auch nur wenig, sonst ist man schnell überbeduftet.Wer einen unsüßen Duft sucht wird hier eventuell fündig.

Intense Cafe Montale von KarateArwen 2017-02-18

Intense Cafe ist mein absoluter Montale Liebling.Es gibt inzwischen eine riesige Auswahl an Montale.Hier ist eine üppige Rose in einem Topf aus Vanille und Amber getaucht worden.Er ist sehr süß , gourmandig und hat natürlich auch die Montale Note in seinem Herzen.Den Kaffee kann ich nur in ganz geringen Maßen erahnen.Es ist ein schwerer Duft.Ich trage ihn nur an kalten Tagen,es reicht ein kleiner Tupfer dieses üppigen Duftes und er riecht tagelang an der Bekleidung.Er ist sehr außergewöhnlich.Als ich noch nicht mit der Montalemanufaktur vertraut gewesen bin und völlig desorientiert vor den ganzen bunten Fläschen gestanden hatte , machte eine superliebe Parfumberaterin mich auf Intense Cafe aufmerksam.Dieser Duft würde zu mir passen.Wie recht sie hatte.Süß , außergewöhnlich,schwer mit viel Vanille Amber und Rose.Wer diese Düfte mag sollte den Kaffeeduft testen.

ein köstliches, funkelndes bouquet von blüten und früchten.hell, leicht, würzig, zauberhaft.....

du bist noch gar nicht fertig damit, die einzelnen komponenten herauszuschnuppern und leider, leider...schon nach 5minuten ist der kostbare duftkomet entschwunden,

übrig bleibt ein hauch süsse und eine flache duftspur
wie schade!!!!
....und eher untypisch für düfte von tom ford.

könnte es sein, mein pröbchen war nicht frisch?

Grape Pearls The House of Oud von verbeene 2017-02-18

ich finde manchmal duftkomponenten , die in einen kontrast zueinander treten, so wie zwei töne, die eine dissonanz bilden.

für meine nase herrscht in "grape pearls" eine andauernde und subtile dissonanz von kaffee und beeren.
die säuerliche frische attakiert die würzige schwere vom kaffee. und diese reibung erhält sich während des gesamten duftverlaufs.
das dissonante, etwas sperrige duftzentrum , dass an gärende weintrauben erinnert, wird umhüllt von einem wunderbaren mantel weichen moschus' und vanillig cremigen tönen.

Blanche Byredo von KarateArwen 2017-02-18

Hier ist der Wäscheduft schlechthin gelungen.Ich bin absolut angetan von dem wunderbaren Duft.Vieles wurde schon von mir getestet auf der Suche nach frischer Wäsche. Es riecht wunderschön nach einem ganz edlen Waschpulver.Nicht zu synthetisch, nicht zu stark.Warme weiße Handtücher, frisch aus dem Trockner entnommen.Ein weißes Lieblingstshirt warm und kuschelig.Absolut lecker und ich bin hin und weg. Der kommt auf meine Wunschliste.

Rеve d'Infini Lalique von KarateArwen 2017-02-18

Endlich konnte ich den Duft testen und bin froh ihn nicht blind bestellt zu haben. Der erste Eindruck ist tatsächlich Lychee.Eigentlich sehr schön. Aber meine Haut macht aus ihr einen maskulinen Touch.Ich rieche viel dicke fette Wundcreme.So viel das sie mich fast erstickt. Dieser Lalique soll leicht sein? Ich dachte er wird ein feines Puderwölkchen.An mir wird er sehr aufdringlich und schwülstig.Zum Schluß mischt sich noch eine metallische Note ein.Ich denke an viele Eisenspäne.Lalique spielt in seinen Düften immer mit einer femininen und maskulinen Seite.Das mag ich aber hier garnicht.Der Duft ist dumpf und schwer an mir.Schade bei so einem wunderschönen Flacon.Also unbedingt testen. Er entwickelt sich je nach Haut anders.

Fancy Nights Jessica Simpson von PhoenixNoctulus 2017-02-17

Wandelbares Patschuli. Oder zumindest kommt es mir bei diesem Duft so vor, als würden verschiedene Formen, in denen Patschuli auftreten kann, hier durchgespielt; wobei ich denke, dass hier eigentlich nicht das Patschuli selbst changiert (bzw. unterschiedlich gealterte Patschuli-Öle verwendet wurden - ehrlich gesagt glaube ich in diesem Fall generell eher an Synthetik, was aber nicht besonders störend wirkt), sondern die unterschiedlichen Ausdrucksvarianten durch perfekt ergänzende supporting notes erschaffen werden (selbst, wenn es Zufall sein sollte).

Zuerst riecht der Duft ein wenig grün, etwas frisch, leicht weihrauchartig-aetherisch, leicht gummiartig, aber auch grasig - diese grüne Grasigkeit kenne ich von noch nicht allzu gereiftem Patschuliöl. Auch eine gewisse leichte, fast zitrusfruchtartige Frische. Ich denke, der Eindruck entsteht hier durch die Mischung von Patschuli und Bergamotte.

Danach wird der Duft krautig, waldig, leicht erdig, bleibt aber immernoch relativ kühl. Ja, auch so kann Patschuli riechen - Eichenmoos verstärkt hier den Eindruck.

Und dann? Normalerweise hätte ich gesagt "ambratisches Patschuli", warm, ein wenig harzig, ganz sanft cremig-holzig - hier wohl eine Mischung mit Ambra und Sandelholz. Auch etwas Süße kommt nun noch hinzu, Vanille. Der Duft wird auch leicht puderig, sanft blumig, mit den klassischen Noten von Rose und Jasmin.

Und so scheint der Duft dann mit der Zeit auch vor sich hin zu flackern, mal etwas ambratischer, mal holziger, mal erdiger, mal krautiger... Und dazwischen taucht auch immer mal ein markantes Wölkchen Papyrus auf.

Wirklich, sehr ungewöhnlich. Bei einem Star-Duft hätte ich das absolut nicht erwartet. Schon gar nicht bei einem Duft, bei man man 50ml für rund 10, 100ml für rund 20 Euro bekommt. Ich bin tatsächlich etwas beeindruckt (und frage mich, wie wohl die anderen Jessica-Simpson-Düfte ausfallen). Allein schon das ungewöhnliche Konzept, diese Duftnoten, die so gar nicht in das "fruchtig süß oder unauffällig weißblühend"-Schema vieler anderer Celebrity-Düfte fallen. Und Patschuli, das wirklich als solches wahrzunehmen ist! Nicht einfach nur dezent-ambratisch-elegant im Hintergrund, sondern durchaus mit erdigen, grasigen und krautigen Aspekten. Papyrus gehört auch nicht zu den ersten Duftnoten, die mir bei so mainstreamigen Düften einfallen würden. Für einen Duft mit dieser Zielgruppe (jüngere Frauen, Drogerie- oder Kaufhaussegment) finde ich Fancy Nights geradezu gewagt. Ein Tanz um das Patschulikraut. Endlich freue ich mich mal über meine Hautchemie, die bei mir diesen wirklich interessanten Eindruck auslöst.

Auch in Sachen Sillage und Haltbarkeit muss sich dieser Duft übrigens nicht verstecken. Beides fällt überdurchschnittlich aus.

Danke an NebelGeist für die "Kaufberatung"! Auch, wenn der Duft bei mir offenbar etwas anders ausfällt, diesen Blindkauf bereue ich keineswegs :)

Amazonian Wild Lily The Body Shop von PhoenixNoctulus 2017-02-17

Amazonian Wild Lily ist ein zartblumiger, aber in erster Linie auch frisch-aquatischer Duft. Deutlich nimmt man eine helle, frische, leicht grüne Liliennote wahr. Dazu eine Irisnote, die eine "wäscheartige" Frische ausstahlt, eine sehr sanfte, cremige Orchideennote und etwas Süße durch fruchtige Papaya. Außerdem rieche ich sehr deutlich etwas, was an Lotus oder Wasserlilien erinnert, aquatisch, leicht salzig, ganz zart blumig. Das Aquatisch-Frische überwiegt bei diesem Duft, danach kommt in der Gewichtung die leichte Blumigkeit, und zuletzt ein kleiner Hauch fruchtiger Süße. Im Sommer sicherlich ein erfrischender Duft, aber aquatische Düfte sollte man natürlich schon leiden können, um an Amazonian Wild Lily seine Freude zu haben. Die Sillage ist eher sanft, die Haltbarkeit beträgt etwa 3-4 Stunden.

Bekannte Marken und Parfums: