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Incense Norma Kamali für Männer

Incense Norma Kamali für Männer
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Frühling
Sommer
Herbst
Tag
Abend
Stimmen insgesamt: 2
weiblich 25- 25+
männlich 25- 25+

Hatte ich: 1 Will ich: 1

Hauptakkorde
balsamisch
rauchig
warm würzig
süß
holzig

Incense von Norma Kamali ist ein Parfum der Duftfamilie Orientalisch und ist für Männer. Incense ist seit 1985 erhältlich. Das Parfum beinhaltet Weihrauch, Myrrhe und Weihrauch Olibanum.

Perfume rating: 5.00 out of 5 with 2 votes.

Duftnoten

Weihrauch Myrrhe Weihrauch Olibanum

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Duftschweif

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Mehr zum Duft in englischer Sprache / More in English language about Incense by Norma Kamali.

Dieses Parfum erinnert mich an  

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Incense Parfumbewertungen

NebelGeîst
NebelGeîst

Der Mythos.
Der Inbegriff von brennendem Weihrauch, evoziert durch ein Eau de Toilette.
Meilenstein, und doch gescheitert und vergessen.
Viel gesucht, kaum gefunden, Preise astronimischer als bei vielen anderen, eingestellten Kultdüften.
Mahnmal für die Designer und Parfumeure von heute.
Und doch, kaum einer kennt ihn.

Es begab sich zu einer Zeit, da ward mein Herz voll Düsternis. Doch war dies keine Düsternis der beklemmenden Art, noch war sie sonderlich trübselig oder gar furchtgeschwängert. Sie war keck, kokett und okkult, auf ihre ganz eigene Art fast heimelig.
Und so geschah es, dass meine Nase nach einem Duftwasser verlangte, die der Düsternis in meinem Herzen gleich kam.
Doch wusste ich mir nicht zu helfen, kannte ich doch nichts, was dies zu tun vermochte. Alsbald jedoch mischte sich mein Hirn ein und rief, "Weihrauch! Wir brauchen Weihrauch, aber ganz einen düsteren, nur Schatten, ohne Licht!"
In meiner Not befragte ich den Rat der Weisen, verlangte zu wissen, welches der dunkelste, der düsterste Weihrauch sei, und gar mannigfaltig sprudelten mir die Vorschläge entgegen.
Zu meinem Verdruss verstand mich kaum einer und so versuchte ich es mit Verbildlichungen...
Die Weisen sollten sich vorstellen eine verlassene Kirche im dunkelsten Fleckchen des Schwarzwaldes (als es noch dunkle FLeckchen gab), klein, alt, halb verfallen. Sie sollten sich desweiteren vorstellen die Katakomben, wie sie darunter verborgen lägen, feucht, uralt und in Mutter Erdes Leib wohl versteckt. Keiner Sonnen Strahl mag diesen Ort seit Urzeiten getroffen haben. Missbraucht für gar manches okkulte Ritual zur dunkelsten Neumondstunde stehe dort ein Altar.
Ich forderte die Weisen auf, sich vor ihrem inneren Auge vor jenem Altar stehen zu sehen und fragte, ob sie nun die Dunkelheit verstünden, nach welcher, gefangen in einem Weihrauchduft, es mich verlangte?

Ich gab ihrem Verstand auf, eine weitere Reise zu einer andere Szenerie zu wagen.
Nun sollten sie sich den Fürsten der Finsternis vorstellen, attraktiv, jung, voller Charisma, doch im selben Maße umgeben von einer Aura des Bösen, der Gefahr.
"Sehet, wie er wandelt baren Fußes über der Schlachten Feld," rief ich,"angefüllt mit den verottenden Leibern der Toten und der gefallenen Engel! Du bist dort, auf diesem Feld! Versuchst dich voller Verzweiflung zu verstecken, doch er wird dich finden! Er wird kommen! Und nun, da du dich unter einem alten, aber abgestorbenen Eichenbaum, vor Jahr und Tag von einem Blitz getötet, danieder kauerst, nun streckt er dir seine Hand endgegen, wie um dir aufzuhelfen! Wie wird er riechen, welchen Duft trägt er?"
Leider ist es mit der Imagination gar manchen Weisens nicht weit hergeholt, so wurden mir weiter Blumen angeboten, Balsame angepriesen und Früchte aufgeschwatzt.
Doch ein paar wenige schienen zu verstehen und machten Vorschläge, die mich passend deuchten.
Leider waren dies gar rare Tröpfchen und schwer bis gar nicht zu finden.
Das Herz voll Gram wendete ich mich anderen Questen zu.

Nach einiger Zeit suchte ich wieder einen Rat der Weisen auf, mit einem ähnlichen Anliegen. Einer der Vorschläge, der beide Male meine Gier weckte, war ein Elixir einer Alchimistin Namens Norma Kamali. Der schlichte Titel ihres Werke war Incense.
Doch diesmal erbot sich ein Edelmann, mir ein kleines Pröbchen dieses sagenumwobenen Gebräus zu schicken.
Zunächst zögerte ich. Sollte ich dies Angebot annehmen? Konnte ich es denn überhaupt ausschlagen? Was, wenn es der Gral war, der heilige (oder unheilige)? Und mein Leid sich mehren sollte, nun, da ich um seine Existenz wusste, er aber immer unerreicht bliebe?
Doch ich willigte ein und ein Bote überreichte mir wenige Tage später die kostbare Fracht (nicht wissend, welch Nektar er eben noch in Händen hielt und doch nicht kosten durfte!).
Außer mir vor Erwartung und Verlangen brach ich das Siegel und ließ die kleine Phiole in meine linke Hand gleiten. Sodann applizierte ich ein wenig des kostbaren Nasses auf den Rücken meiner rechten Hand.
Seltsam roch das. Sehr seltsam. Konfus geradezu.
Darob brach meine Erregung, meine Vorfreude in sich zusammen und ließ mich gebrochen zurück...

Naja, wär das Ganze jetzt ein Trauerspiel, müsste meine Duftbeschreibung hier enden. Und würde wohl nichts zum Duft aussagen. Glücklicherweise tut sie es nicht.
Ich kam also auf dem Boden der Tatsachen an und setzte mich wieder an den Computer (oh, Pardon, an das Orakel natürlich ^^).
Ich weiß nicht mehr was ich da tat, welche Seiten ich besuchte oder welches Spiel ich spielte. Jedenfalls stieg mir urplötzlich der äußerst authetische Geruch brennender Räucherharze in die Nase. Kannte ich gut, räucherte ich doch schon seit jahren gern die unterschiedlichsten reinen Harze, Hölzer, aber auch Mischungen.
Ich hatte in dem Moment vergessen, was ich mir auf den Handrücken gesprüht hatte, daher ging meine Gedankenkette wie folgt:
Oh Gott, ich hab Weihrauch angezündet und völlig vergessen! Oh Gott, jetzt brennt die Wohnung ab! Dabei blickte ich mich panisch umher, auf der Suche nach der Räucherschale.
Das ist keine Übertreibung, genau das ging in mir vor; ich muss allerdings dazu sagen, dass das aber sicher nur ein oder zwei Sekunden waren, zwischen Wahrnehmen des Geruchs und der Schlussfolgerung die ich daraus zog. Oder eher mein unterbewusstsein.
Überflüssig zu erwähnen, dass ich nichts verräuchert hatte, demnach stand auch nicht die WOhnung in Flammen.
Auf diesen Schreckmoment kam dann einen Augenblick später die Erleichterung, der Erkenntnis folgte, die daraufhin von (leicht getrübter) Begeisterung abgelöst wurde.
Ja, DAS war ein authetischer Weihrauchduft! Und ja, er war alles, was ich suchte! Am liebsten hätte ich mich in diesem Moment voll Wolllust auf den Altar in den Katakomben unter jener verfallenen Kirche geworfen, um mich, umgeben von Weihrauchschwaden, die gar nicht da sind, selbst zu lieben!

Als Noten werden Weihrauch als Akkord, Olibanumharz und Myrrhe genannt. Olibanum nehme ich dabei nicht groß war, haben doch die meisten Sorten zumindest schwache Anklänke von Zitrusnoten und Terpentin, derartige Lichtgestalten sucht man bei Incense allerdings (glücklicherweise) vergeblich. Dass der Weihrauchakkord vorhanden ist, ist denke ich mittlerweile mehr als offensichtlich. Aber auch die Myrrhe rieche ich, und zwar die Art von Myrrhe, die ich mag und die zu oben umschriebenem Bild passt, wie kein anderes Harz es könnte.
Denn das Myrrhenharz, das ich gerne verräuchere, hat bereits kalt neben den balsamischen, warmen Noten eine gewisse Kellernote, erdig, feucht, kalt, fast ein bisschen muffig, wie ein alter Gewölbekeller eben. Etwas mineralisch. Und genau diese Aspekte klingen leicht auch in Incense an. Sie stehen im Kontrast dum kokelden Harz und evonzieren damit genau diese Art von Düsternis, die ich gesucht hatte. Hier treffen balsamisch-harziger Rauch, Glut und orientalische Wärme auf die Kühle von feuchtem Stein, der dem Rauch die Hitze nimmt. Doch Rauch bleibt Rauch.
Und wie nach einem Feuer so hält sich dieser Rauch, er haftet an, projiziert dabei aber in einem großen Radius seine olfaktorische Aussage.
Ich habe lange getüftelt und versucht, diesen Effekt, diese starke balsamische Rauchnote hin zu bekommen. Doch zumeist erreiche ich nicht die Intensität wie bei Incense, und vor allem flacht die Rauchigkeit immer viel schneller wieder ab.
Ich hab herum gefragt, ob jemand wisse, was denn verwendet worden sein könnte. Und überraschender Weise konnte man mir nicht nur helfen, sondern lieferte auch eine Anekdote hinzu.
So heißt es, dass Norma Kamali höchst selbst mit den Parfumeuren zusammen arbeitete, und rund heraus sagte, was sie haben wolle und was nicht.
Bei Incense soll eine Substanz schon in der ersten Probe vorhanden gewesen sein, die man ihr zu riechen gab, Hydrocarboresine. Und sie wollte mehr davon drin haben. Die Konzentration wurde angehoben, aber immer wieder sagte Frau Kamali, man solle doch mehr davon rein machen, mehr.
Und so endete dieser Duft als hoffnungslose Überdosierung einer Substanz, die aus Labdanum gewonnen wird. Und tatsächlich, das reine, feste Labdanumresinoid, das ich habe, zeigt eine ähnliche Rauchnote. Nur bleibt die bei einer 25%igen Lösung in Ethanol nicht erhalten, besonders nicht in dieser Intensität.
Sicher wäre dies nie zustande gekommen, wenn lediglich ausgebildete Parfumeure am Duft gearbeitet hätten, die im Hinderkopf immer nur Höchstgrenzen von diesem und jenem im Kopf haben, nicht weil ein Mehr schlecht für die Haut wäre, sondern weil ein Mehr als unpassend, unschicklich galt.
Viel öfter sollten kreative, aber fachfremde Köpfe mit Parfumeueren zusammen arbeiten. Viel öfter sollten Designer ihr Duftprogramm selbst betreuen, nicht alles nur ihrer FInanzabteilung überlassen.
Aber welche echten Designer gibt es denn heute schon noch...

Eine Flasche dieses umwerfenden Dufterlebnisses werde ich wohl nie besitzen.
Aber nun, da ich etwas mehr über die Entstehung des Meilensteins in Sachen Weihrauch weiß, ist eine Portion des ominösen Hydrocarboresines von Biolandes unterwegs zu mir.
Mir fehlt es freilich am Können, einen Ersatz zusammen zu brauen, aber vielleicht bekomm ich ja trotzdem etwas schönes zustande :D

Egal ob es dein Metier ist oder nicht. Wann immer du die Chance bekommen solltest, diesen seit langem vom Markt verschwundenen Duft zu testen, nutze sie! Und sei es nur um zu wissen, was alles möglich ist.. Oder zumindest war.

Jan
17
2017

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