Nischendesigner und Neuheiten Spiel mit Licht und Schatten: SP Parfums Sven Pritzkoleit

Spiel mit Licht und Schatten: SP Parfums Sven Pritzkoleit

07/01/16 08:47:52 (Ein Kommentar)

von: Stefanie Jähn

Im Vorfeld der diesjährigen Global Art of Perfumery 2016 durchforschte ich vorab die Liste der Aussteller nach möglicherweise interessanten Neuentdeckungen. Ein Name der mir spontan auffiel war SP Parfums Sven Pritzkoleit, ein Pharmazeut der zum Parfümeur wurde – das klang interessant.

Interessant blieb es auch! Sven Pritzkoleit, der sein unabhängiges Label gerade erst aus der Taufe gehoben hat, stellte mit der Essential Collection 10 Düfte vor, die sich in jeweils 5 Fresh und 5 Wood Düfte gliedern. Obwohl sich alle 10 Düfte um sehr unterschiedliche Themen entwickeln, haben sie doch einige Attribute mit ihrem Parfümeur gemein: sie sind direkt, sie sind ehrlich und sie sind ungekünstelte Geschöpfe aus Licht und Schatten. Vielleicht aufgrund des doch  steinigen Weges, der den Pharmazeuten schließlich zum Parfümeur werden ließ.

Heimat ist dort, wo wir das Parfum finden, das uns die Gerüche der Kindheit zurückbringt und die Erinnerungen an eine Zeit der Neugier, Unbeschwertheit und Geborgenheit. Dieses Parfum ist tief in unserem Bewusstsein und in unseren Träumen verankert. Vielleicht wird es uns begegnen...“ (Sven Pritzkoleit, „Duftspuren – Ein (Ver-)Führer für kreative Nasen und Parfümbegeisterte)

Der Geruch der Kindheit und Heimat ist für Sven Pritzkoleit vom Duftgemisch der Teekammer in der elterlichen Apotheke geprägt, von den Düften der Pfingstrose, den trocknenden Mohnkapseln im Garten der Großmutter, von Grießbrei und Pudding. Dieser Heimat haftete Sven Pritzkoleit zu Folge aber auch „der Gestank des Ostens“ an. 1970 geboren, war für ihn das allgegenwärtige DDR-Desinfektionsmittel Wofasept der Gegenpol zu den exotisch anmutenden Wohlgerüchen, die aus dem Westen in Form von Kaffee und Parfüms in die "Intershops" und „Exquisitläden“ gelangten. Auf die Idee Parfümeur werden zu wollen, wäre er zu diesem Zeitpunkt nie gekommen, erschien ihm ein solcher Wunsch als zu exotisch, oder sogar verdächtig; so bewirbt sich Pritzkoleit schließlich für einen Studienplatz der Pharmazie. Nicht jedoch, ohne vorher den obligaten Grundwehrdienst zu leisten. Und ausgerechnet dort begegnete ihm in der Bibliothek der Funktechnischen Abteilung ein Buch, das schon so manchen Parfümeur und Parfümliebhaber fasziniert und inspiriert hat: "Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders" von Patrick Süskind.

Auch Sven Pritzkoleit wird von diesem Buch so eingenommen, dass es zu seinem Reiseführer und Kompass durch die Welt der Parfümerie wurde. Intensiv, aber doch "nur“ als Hobby beschäftigte sich Pritzkoleit mit der Materie. Der Wandel vom Hobby zum Beruf aus Berufung vollzieht sich schließlich mit der Ausarbeitung eines Duftentwurfes, den er über zehn Jahre hinweg immer wieder überarbeitet hat. Pink Patchouly wird nach einem schwierigen Jahr, zum pinken Silberstreif am Horizont, der inzwischen zusammen mit vier weiteren Düften die "Fresh Collection" bildet, demgegenüber die ebenfalls fünf Düfte umfassende "Wood Collection" steht; 10 Düfte die Licht und Schatten in sich tragen:

 

rosa Beeren mit Rauhreif

Pink Patchouly

"Fruitchouly mit großer Strahlkraft aus dem Zusammenspiel fruchtiger Roter Beeren mit Patchouli/Timberol/Rosa Pfeffer Akkord sowie leicht pudrigem weißen Moschus und einem Hauch Tonkabohne.“

Pink Patchouli beginnt prickelnd wie ein Päckchen Ahoi-Brause des Typs Himbeer und macht mindestens ebenso gute Laune. Strahlend, fröhlich und transparent, und doch schwingt neben einer knackigen, hell-rosa Fruchtigkeit, auch eine angenehm erdige Patschulinote mit. Trocken, pudrig und recht sauber auf der einen, phasenweise aber auch holzig ambriert auf der anderen Seite. Im weiteren Duftverlauf wird Pink Patchouly zusehends holziger, dunkler und zu einem Unisexduft, den man zu Beginn bei aller rosa Leichtigkeit gar nicht erwarten würde: Das Patschuli wirkt wie von den strahlenden rosa Noten marmoriert.  Ein schönes Spiel mit dem Namen, denn bei Pink Patchouly vollzieht sich der Duftverlauf wie ein Farbverlauf von kühlem Rosa zu sanftem Braun.

 

 

Almwiese vor der Kampenwand

Sunmilkflowers

"Im ersten Moment befinden wir uns auf einer saftigen grünen Wiese, die Sonne scheint und wärmt die Haut. Wir sind auf einer Alm -fröhliche Kühe, pralle Sonne und heiße Milch, etwas Karamell und Hautduft.“

Ich habe noch nie eine so treffende offizielle Beschreibung eines Duftes gelesen. Ähnlich zum "Farbverlauf" von Pink Patchouly, überrascht auch Sunmilkflowers mit einem Verlauf, diesmal von krautigem Grün zu sonnigem, Vanillegelb. Als Kind verbrachte ich diverse Sommerurlaube in Bayern: Wandern in der Kampenwand, Forellen mit Semmelstücken füttern, Almwiesen, süße Sonnencreme, Vanillemilch. All das finde ich in Sunmilkflowers; ein Stück heile Welt in einem Flakon. Sunmilkflowers beginnt knackig grün, krautig. Erst herb erfrischend, schleicht sich eine sanft blumige Sonnencremenote ein, die zusehends pudriger und köstlicher wird und schließlich als Skinduft endet. Dahinter schlummert ein leiser, interessanter Kontrast.  Eine leicht metallische Note schwingt unter dem Duft sonnenwarmer Haut mit. Vielleicht die Milchkanne, oder eine Kuhglocke. Wunderschön!

 

 

Indisches Farbfest, Menschen bedeckt von bunten Pudern

White Blossom Powder 

Pfeifenstrauch und Tuberose/grünes Galbanumharz, unterlegt mit einer vintage Pudernote (Vanille/Honigwachs), Patchouli/Nagarmotha/Ciste tragen mit ihrem Amberwood Fond die weißen Blüten mit einem Hauch Kardamom und edlen Harzen.“

White Blossom Powder, initial blitzt im ersten Moment das Bild eines kleinen Gewächshauses in meinem Kopf auf; dichtes Grün, drückende Luftfeuchtigkeit, die vom Duft exotisch anmutenden Weißblühern in Form einer Cassis gerahmten Tuberose,  gesättigt scheint. Doch dieses Duftbild wandelt sich relativ schnell zu einem Boudoir der 1920er Jahre, jasminsüßer Körperpuder mit dezenter, exotischer Würze. Besonders interessant ist der wechselhafte Dufteindruck zwischen warm und kühl, cremig und pudrig, frisch und würzig. Dem hellen Puder steht ein dunkles Holz gegenüber und ich habe den Eindruck eine Wollwachs umrahmte Moschusnote zu erriechen.

 

 

Grüner Tee

Green Tea

"Frisch und Grün – Bergamotte, Limette und Grapefruit geben dem Tee die nötige Frische, dezente Hölzer stärken mit einem sanften Amber-Musk Akkord.“

Green Tea wirkt im Gegensatz zu einer Tasse grünem Tee umgehend belebend. Eine grüne, zart herbe, feuchte Frische weckt die Geister, um sich dann zu einem samtig trockenen, weich holzigen und dezent maskulinen Skinduft zu wandeln. Die Zitrusnoten nehme ich als solche kaum wahr, nur eine allgemeine initiale grüne Frische die an Tau benetztes Gras denken lässt, ehe sich der Dufteindruck zum samtig-sauberen Haut-und-saubere-Wäscheduft wandelt. Ein unkomplizierter, sehr unaufdringlicher Begleiter, der aufgrund der trocken, pudrig holzigen Basisnoten ein angenehmer Sommerbegleiter sein dürfte.

 

 

Zwei Stangen Süßholz

Liquorice Vetiver

"Spätsommer-Sonnenstrahlen reflektieren Wald und Moos. Frisch-grün, kräftig. Nuancen von Lakritz zaubern die besonderen Facetten."

Liquorice Vetiver ist neben Sunmilkflowers mein Liebling in der Fresh Reihe. Ein unbestimmt heiteres Süßholz verbindet sich mit einer kühlen, frischen Vetiverbrise und ergibt dabei deutlich mehr als nur die Summe der Einzelnoten. Obwohl hier eher maskulin konnotierte Noten dominieren, ist Liquorice Vetiver dank seiner dezenten, nicht klebrigen Süße, ein sehr ungewöhnlicher Unisexduft, der eine gewisse erwachsene, nüchterne Präsenz von Vetiver mit dem spitzbübischem Charme von Lakritz verbindet. Das Produkt aus dieser Kombination empinde ich als sehr weich, ein wenig rauchig und leicht erdig. Fast scheint es als hätten sich Vetiver und Lakritz auf dem kühlen Moosbett einer Waldlichtung zum Picknick verabredet.

 

 

Wilde Veilchen im Wald

Violet Moss

"Veilchenblätter und Waldmoos, Jasmin und ein Hauch von Leder mit Patchouli/Nagarmotha/Ciste; das perfekte Abenteuer – frisches Grün und ambriertes Holz – markant!"

 

Veilchen findet man meist in Kombination mit Puder und Iris als Dreigestirn der Kosmetikpuder- und Lippenstiftdüfte, erfrischend anders findet sich dagegn das Violet Moss Veilchen als grünes Vintage Veilchen im Wald. Statt in vermeintlich femininer Pudersüße zu ersticken, schwebt Violet Moss Veilchen in einem dunklen Mischwald über frischem Baumharz, abgebrochenen Zweigen und einem Hauch animalisch-ledriger Schwere. Frisches Grün, zartpudrige Blumensüße im Kontrast zu dunklem Holz und humuosem Waldboden. Junge Blütentriebe und Blattgrün auf zerfallenen Pflanzenahnen im Humus, Werden und Vergang in Momentaufnahme, der Wald im Zeitraffer der Jahreszeiten.

 

 

Brennendes Räucherstäbchen

Incense Wood Spirit 

"Orientalische Reise mit Gewürzen, Hölzern und Weihrauch, Jasmin und Rose, Zibet und Castoreum – 1001 Nacht!"

Incense Wood Spirit ist am ehesten von allen Düften der Kollektion eine Hommage an den  klassischen Herrenduft: holzig, würzig, rauchig warm, etwas animalisch, maskulin, präsentiert sich Incense Wood Spirit als oldschool im besten Sinne und heftet sich eine "Barbershop" Assoziation an. Gegenüber vergleichbaren Düften zeichnet sich Incense Wood Spirit vor allem durch eine Tiefe und Komplexität aus, die hier gerade auch von den animalischen Noten getragen wird und genau damit an die glorreichen Zeiten der Parfümerie erinnert in denen Parfums nicht hygienisch rein duften mussten. Unter einer Schicht aus würzigem  Räucherwerk und Hölzern entwickelt sich allmählich eine knisternde, animalische Wärme die aber dezent bleibt und nur schnurrt, nicht schreit.

 

 

Dunkelrote Rose vor schwarzem Hintergrund

Dark Rose 

"Die dunkle Seite der Rose – türkisches Rosenöl – unverfälschte Schöhnheit – mit Ledernuancen und edlen Hölzern."

 

"Eine Gothik Rose!", das war mein erster Gedanke, denn diese Rose ist nicht nur dunkel, sondern beinah schon schwarz. Komplex, würzig und etwas holzig. Leicht gummiartige Harze schwingen mit und wecken Assoziationen an Räucherwerk. Die Rose selbst wirkt dunkelrot, üppig, robust und beerig, wie ein Rosenkompott. Im Hintergrund schmiegt sich ein animalisches Leder um die Blüten. Ein erfrischender Kontrast zu den gängigeren Rosendüften, die sich meiner Meinung nach zu oft der seifigen, klinisch sterilen Rose verschrieben haben. In Dark Rose hingegen schwingt auch ein bisschen Dreck mit. "Gesunder Dreck", wenn man so will eine echte Rose mit Grün, tiefverwurzelt im Boden. Dark Rose hat mich an den sagenumwobenen tausendjährigen Rosenstock auf dem Friedhof des Hildesheimer Doms denken lassen. Eine Rose die viel "gesehen" hat, unter Schutt und Asche begraben war und doch den Widrigkeiten der Zeit widerstanden hat. Dark Rose wirkt ähnlich gealtert, gereift und gewachsen, vielleicht neben alten Gemäuern, oder zwischen Ruinen.

 

 

Steinerne Stufen führen in alte Katakomben

Lignum Vitae Forte 

"Maskulin! Amber-woody – Eine klassische Stil-Ikone der Fougere-Düfte, mit Nuancen von Leder, Sandelholz, Nardenöl und Moschus."

Lignum Vitae Forte knüpft thematisch nahtlos an Dark Rose an. Von der tiefdunklen Rose am Rande eines alten Gemäuers begibt sich Lignum Vitae Forte in die Tiefen altehrwürdiger Katakomben darunter. Ein vertrauter Geruch irgendwo zwischen Keller und Krypta: Erde, feuchter Stein, Moos, ein Rest Räucherwerk haftet kerzenbetupfter Dunkelheit an. Was herausticht ist ein Dufteindruck, der zwischen warm und kühl schwankt. Kühler feuchter Stein auf der einen Seite, eine leichte holzige Wärme auf der anderen Seite. Erkalteter Rauch, gegenüber animalischem Leder. Wieder ein sehr interessanter Duft, der sich mit seiner kontemplativen Stille für mich am ehesten mit Etro Messe de Minuit oder Sacred Spaces von Evocative Perfumes vergleichen lässt.

 

 

lauernde Katze

Civette Intense

"Die angstlösende Kraft der Zibetkatze! Vorsicht, Höchstdosis! Mit frischen grünen Facetten – mal kraftvoll, mal besänftigend."

Civette Intense, ein Name der mir wie in überdimensionierter Leuchtreklame mitteilt, dass er gefühlte Lichtjahre ausserhalb meiner eher sauberen Duftkomfortzone liegt. Getestet habe ich ihn dennoch und ähnlich wie mein Erlebnis mit Nirvana, das mich nachhaltig von meiner Oudphobie heilte, hat mich Civette Intense mit der Erkenntnis überrascht, wie gut "dreckig" sein kein. Hinter einem kurzen Auftakt aus dichtem Dschungelgrün lauert eine Raubkatze im Unterholz, die zunächst streng, ledrig und adstringierend faucht, um sich dann zu unheimlich vertrauter animalischer Wärme zu wandeln. Zu meiner größten Überraschung empfinde ich die zunächst beinah beißende Raubkatze gar nicht als dreckig. Hat sich das Fauchen gelegt, rollt sich diese Katze ein und präsentiert ein glänzendes, warmes und weiches Fell in das man Hand und Nase vergraben möchte und auch kann.

 

Fazit und Ausblick

Ungewöhnlich außergewöhnlich. Zehn sehr verschiedene Düfte die die olfaktorische Handschrift ihres Parfümeurs eint, die irgendwo zwischen holzigem Patschuli und animalischem Katzenschnurren liegt. Die Liebe zu Detail und Duft schwingt in allen Kreationen mit und zeigt sich auch in der Präsentation, die mit einer Gratwanderung zwischen dezenter Nostalgie und schlichter Funktionalität, auch in jeder Apotheke ihren Platz finden könnte. Stattdessen werden die Parfums, bzw. Extraits, die bisher nur direkt über SP Parfums vertrieben wurden, ab September 2016 auch im Berliner Departmentstore Quartier 206 erhältlich sein. Interessierte Duftliebhaber werden außerdem die Gelegenheit haben sich auf der Pitti Fragranze 2016  selbst ein Bild von der Essential Collection zu machen.

 

Disclaimer: Im Vorfeld dieses Artikels wurden mir von Sven Pritzkoleit freundlicherweise ein Exemplar des Buches "Duftspuren" und ein Sampleset zur Verfügung gestellt, meine Eindrücke und Meinung wurden davon nicht beeinflusst.
Fotos: Bilder von der Globar Art: C.Jaehn, restliche Fotos https://pixabay.com/



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Toller, appetitanregender Artikel ... und sogar noch mit Bezugsquellen, hurra!! :-) Vielen Dank dafür!
Mir gefällt Pritzkoleits Heimatbegriff, und die Düfte, die er mit seiner Kindheit verbindet, kommen mir selber auch sehr vertraut vor.
Auf den ersten und zweiten Blick sind da einige Düfte im Sortiment, die mich sehr ansprechen. Vor allem der "White Blossom Powder" klingt verdächtig nach meinem Beuteschema. Der "Violet Moss" klingt ebenfalls interessant.... was nicht heißt, dass sich die anderen uninteressant lesen. Ich denke, hier zahlt sich die Ausgabe für ein Probenpaket mal wirklich aus!

Jul
01
2016

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