Nischendesigner und Neuheiten Renegades: Geza Shoen, Mark Buxton & Bertrand Duchaufour

Renegades: Geza Shoen, Mark Buxton & Bertrand Duchaufour

06/01/16 08:17:25

von: Sergey Borisov, Valery Mikhalitsyn, Matvey Yudov


Matvey Yudov:
 

Parfümeur zu werden, ist ein langer Prozess. Zuerst lernt der zukünftige Duftkünstler die Inhaltsstoffe kennen, und erst wenn er die alle am Duft unterscheiden kann, beginnt die nächste Stufe: einfache Akkorde und Kombinationen mischen. Kann er die Komponenten simpler Kompositionen identifizieren, fängt er an, Monoaromen zu mischen und schließlich unterschiedliche Parfümgenres zu studieren.

Nach Abschluss der Parfümschule wartet selten eine Karriere als unabhängiger Parfümeur auf ihn, meistens wird er Teil eines Teams in einem Parfümunternehmen, ob groß oder klein, und lernt dort von erfahreneren Kollegen, seine Fähigkeiten richtig einzusetzen. Oft schon habe ich Parfümeure gefragt, wie viele Jahre man insgesamt etwa braucht, um sich fertiger Parfümeur nennen zu dürfen. Und die Antwort war immer dieselbe: Wir reden hier von zirka 15 Jahre konstanten Trainings.

Jetzt stellen wir uns vor, jemand verbringt 15 Jahre damit, Parfüms für große Marken herzustellen, dann wird man verstehen, wie müde diese Person des ständigen neu Zusammenmischens von Klonen und den immer gleichen Repliken populärer Parfüms werden kann. Einige schaffen es, sich auch in diesem Brotberuf einen Namen zu machen und ab und zu kreative Projekte zu starten. Aber andere können mit dem Tempo des Parfümbusiness nicht Schritt halten, in dem immer wieder unzählige, neue Flanker verlangt werden - Sport, Intense, Blue, Light – und sie verlassen die großen Unternehmen, um sich ihrer eigenen kreativen Entwicklung zu widmen.

Antoine Lie, Schöpfer der größten Hits für Versace, Armani, Valentino und Salvador Dali, verließ das Unternehmen Givaudan 2011, um in einer kleineren, aber viel kreativeren Firma, Takasago, an Aufträgen von Nischenhäusern arbeiten zu können. Francis Kurkdjian, den wir als Vater des Le Male und Green Tea Elizabeth Arden kennen, der auch Kreationen für Dior and Guerlain lieferte, startete seine Karriere bei Quest (das später von Givaudan übernommen wurde), wechselte 2005 dann aber ebenfalls zu Takasago. Vor sieben Jahren gründete Francis schließlich sein eigenes Maison Francis Kurkdjian.

 

 

Unsere drei Helden, um die es heute geht, machten sich alle bereits einen berühmten Namen durch die unzähligen Parfümhits, die sie für verschiedene Marken produzierten. Auch für sie kam aber schließlich der Punkt, ab dem sie nicht mehr für große Unternehmen arbeiten wollten, sondern sich lieber den Herausforderungen ihrer eigenen kreativen Prozesse stellten.

In diesem Jahr starteten Geza Schoen, Bertrand Duchaufour und Mark Buxton schließlich ihr eigenes Parfümprojekt unter dem Namen Renegades. Ein großer Schritt, ein deutliches Statement und ein gewagtes Versprechen, denn jeder wird ihre Düfte mit ihren früheren, kommerziellen Arbeiten vergleichen und etwas Überraschendes und Neues erwarten.

Ich muss sagen, ihre Parfüms sind tatsächlich ungewöhnlich und interessant, aber uns in maßloses Erstaunen zu versetzen, scheint nicht ihre primäre Absicht gewesen zu sein. Wie sie selbst sagten, wollten sie sich eigenen Herausforderungen stellen und dabei vor allem viel Spaß haben. Ihre Parfüms wurden, anders als viele andere Nischendüfte, nicht mit gewaltigem Zeitaufwand geschaffen, der Fokus lag mehr auf den Materialien und den technischen Fähigkeiten, auf allem, was sie selbst spannend fanden. Es sind also „einfache“ Düfte, in dem Sinne, dass sie keine komplex zusammengeklöppelten Geschichten rundherum brauchen. Sie sind tragbar und angenehm, und sie kopieren keine anderen Trends, die auf dem Markt gerade „in“ sind.
 

Geza Schoen auf der Esxence

Geza Schoen: Ich denke, der Name sagt alles, da mussten wir nicht lange überlegen und nichts erfinden. Schauen Sie, es ist so: Wir sind Abtrünnige (Renegades) und unsere Düfte werden von Abtrünnigen gemacht. Jeder hat sein Foto auf dem Flakon – ein britischer Künstler zeichnete Karikaturen und wir machten 3D Bilder daraus. Mark Buxton sieht wie ein Affe aus, Bertrand ist der mit der Brille, und der letzte hier bin ich.  

Sergey Borisov: Und was war der Anlass, „abtrünnig“ zu werden?

Geza Schoen: Schauen Sie sich die Nischenwelt mal an. Alle diese Marken, alle diese „Parfümeure“. Das sind keine Parfümeure, das sind Freaks. Sie kennen zwar ihre Bergamotte und ihr Patschuli, aber das allein macht noch niemanden zu einem Parfümeur, tut mir leid! Mark, Bertrand und ich, wir hatten nach der Ausbildung zum Parfümeur bereits eine solide Karriere in verschiedenen Parfümunternehmen, und dann machten wir uns selbstständig. Wir waren stark genug, allein zu bestehen, auch im Vergleich zu anderen, denn wir wissen, was wir tun, und außerdem haben wir gute Ideen und Konzepte. Ich denke, das ist genug, um so einen Schritt zu wagen.

Sergey Borisov: Ok. Was war der Ausgangspunkt für Ihr eigenes Parfüm? Ganz offensichtlich hatten sie ja kein Briefing.

Geza Schoen: Ja, ganz ohne Anweisungen. Mein Thema war Schinus Molle oder der peruanische Pfefferbaum. Der ist der „Star“ meiner Komposition. Schinus Molle-Extrakt wird auf dem Markt als rosa Pfefferöl gehandelt.

Sergey Borisov: War also rosa Pfeffer das Überthema für alle drei?

Geza Schoen: Nein…nein! Kann sein, dass Mark und Bertrand auch etwas rosa Pfeffer verwendeten, das weiß ich nicht. Aber wir hatten kein gemeinsames Thema. Warum sollten wir das haben? Wir sind Renegades, nicht Procter&Gamble! Es war vorher nichts abgesprochen.

Sergey Borisov: Wird aus Renegades also eine Serie, ähnlich einer Fortsetzung von Comics? Sie wissen schon, wie Batman & Schinus Molle, Die Rose Batmans oder Batman& Kardamom…

Geza Schoen: Ja, absolut! Ja, das werden wir definitiv machen, nachdem wir jetzt unsere erste Kollektion lanciert haben.

Bertrand Duchaufour & Eugeniya Chudakova, Foto von der Esxence 2016

Bertrand Duchaufour: Geza hatte die Idee als erster. Wir waren schon lange befreundet, wir arbeiteten auch mit Mark schon seit 12 Jahren in derselben Firma zusammen. Wir teilen nicht nur dieselben Ansichten, sondern auch dieselben künstlerischen Fähigkeiten und dasselbe Wissen über Parfüm, und wir waren alle begeistert von Nischenparfümerie. Geza hatte die Idee, wir sollten alle drei zusammen kommen und mal etwas ganz anderes machen, eine neue Marke kreieren. Er wollte etwas “décalée”, also etwas Abgerücktes, etwas ganz „anderes“. Im Wesentlichen wollte er einfach etwas nur so zum Spaß machen, etwas mit einer Prise guten Humors.

Sergey Borisov: War es nicht schwierig, sozusagen im “leeren Raum” zu arbeiten?

Bertrand Duchaufour: Ja, das hätte es sein können, so ganz ohne Referenzpunkte oder einen definitiven Ausgangspunkt. Aber man findet ja Inspiration, wo immer man hinschaut! Die beste Idee zur Inspiration ist immer die erste Idee, die man hat! Und ich wollte ein Parfüm kreieren, das auf einem meiner liebsten Materialien basierte, den roten Beeren bzw. rosa Pfefferöl. Ich kreierte den Duft so, dass er den Effekt des rosa Pfeffer richtig heraus streicht. Mein Duft ist wie eine “écrin”, eine Schmuckschatulle rund um den rosa Pfeffer. Oder, ich formulier das noch anders: Der Duft ist die Ringfassung, der rosa Pfeffer ist der Edelstein darauf.

Sergey Borisov: Ist es ein Fougere?

Bertrand Duchaufour: Ja, der Duft geht in diese Richtung, aber alles dreht sich um den rosa Pfeffer in der Hauptrolle. Das Parfüm startet mit rosa Pfeffer und dem Gin-Effekt aus Wacholderbeeren, das Herz besteht aus Weihrauch (Weihrauchöl und das Harz), um vertikale Struktur zu schaffen. Und da ist auch noch ein maritim salziger Effekt vorhanden, der von Salicylaten stammt. Plus ozonische Noten, Florhydral und Calone. Alles wird zusätzlich verstärkt durch die Immortelle, was die Basis schließlich sehr ambriert und salzig macht.


Sergey Borisov:


Um noch mal auf das Comics-Motiv zu kommen, da sehe ich Renegades Renegades Bertrand Duchaufour als Popeye. Der Duft ist ziemlich kräftig und „scharf“ in der Eröffnung, was mich zunächst erstaunte, denn so kannte ich Bertrands Stil noch gar nicht. Er ist aber auch so produktiv, da ist es schwer, auf dem Laufenden zu bleiben.

In einer Phase erinnert mich dieser saubere Frischeduft an Männer-Duschgels aus einem Drogeriemarkt. Das ist mein persönliches Erkennungsmerkmal für moderne Fougeres. Andererseits merkte ich aber auch einen sehr süßen, harzig-holzigen und sogar waldigen Akkord. Ein etwas verrückter Eindruck, wie bei fast allen Düften von Bertrand. Ananas, Limette und rosa Pfeffer neben Tanne, Fichte und Ambra. Es ist eine sehr helle und moderne, holzige Komposition, die nicht so einfach gestrickt ist, wie sie auf den ersten Riecher erscheint. Dividiert man die einzelnen Komponenten auseinander, so passt jede von ihnen perfekt zu Bertrands Stil. Da finde ich die typische Frische, auch die Würzigkeit von Ginaroma, die die gesamte Struktur wie ein Strahlen durchzieht, ähnlich wie in Lothair Penhaligon`s. Den meisterlichen Umgang mit Kardamom spürt man in vielen von Bertrands Kreationen, aber auch die Liebe zu rosa Pfeffer, wie zum Beispiel inAedes de Venustas und Tubereuse de Nuit L`Artisan Parfumeur.

Ein transparenter, aber hartnäckiger Weihrauchakkord ist ebenfalls eines seiner Markenzeichen; zu riechen in Avignon Comme des Garcons Parfums und Copal Azur Aedes de Venustas. Bertrand vermag mit seinen rauchigen und holzigen Basisnoten wahre Magie zu vollbringen. – In seinem Renegades Parfüm riechen wir neutrales Iso E Super als „Füllmaterial“ und den süß-harzigen, grünen und beinahe fruchtigen Akkord des Tannenbalsam, der auch eine signifikante Rolle in Enchanted Forest The Vagabond Prince und Ashoka Neela Vermeire Creations spielt.

Ja! Es ist zweifellos eine Kreation von Bertrand. Seine Handschrift zeigt sich im Weihrauch, in den Gewürzen und vor allem auch in der Komplexität der ganzen Komposition. Der Duft ähnelt Lothair; das nur als Referenz für alle, die gerne vergleichen möchten. Er steht für alles, wofür Bertrand bekannt und beliebt ist – Hölzer, durchscheinende Rauchigkeit und lebhafte Würzigkeit.

BERTRAND DUCHAUFOUR
Renegades

Bergamotte, rosa Pfeffer, Kardamom, Gin, schwarze Johannisbeere, Galbanum

rosa Pfeffer, Weihrauch, Hinoki

Tannenbalsam, Ambra, Treibholz

 

 

 


Matvey Yudov:

Vetiver spielt die Hauptrolle in Mark Buxtons Parfüm. Auch wenn es schon so viele Vetiver-Düfte da draußen gibt und viele von ihnen verdammt gut gelungen sind, fällt Buxtons Arbeit doch aus dem Rahmen. Der Duft ist in der für ihn üblichen strahlenden, beinahe kaleidoskopischen Art gemacht. Immer sehr farbenfroh und lebendig, aber immer mit einem perfekten Gefühl für Balance.

Der Duft startet mit grünen, pflanzlichen Noten, ein Gartenbeet mit Kräutern neben einer Reihe von Johannisbeerstauden, dann macht sich ein würziger Pfefferakkord bemerkbar, der sich auch später beständig durch den Duft zieht. Es scheint, als wären Johannisbeere und Pfeffer die zwei Hauptkomponenten, die sich in allen drei Renegades-Düften finden. Das Vetiver ist hier Teil einer eleganten, harzig-holzigen Struktur mit einem deutlichen Akzent animalischen Leders. Ich kann mir diesen Duft sehr gut an einem Gentleman oder einer Lady auf einer formellen Veranstaltung vorstellen; es gibt allerdings nichts Arrogantes oder Aufgesetztes in diesem Duft. Die beste Beschreibung für ihn wäre wohl „angenehm“, und dabei ist er so angenehm, dass ich ihn jeden Tag tragen könnte. Ich heb ihn mir aber doch für ganz besondere Momente auf.

MARK BUXTON
Renegades

Basilikum, Mastixharz, Johannisbeerblüte, schwarzer Pfeffer, Galbanharz

Rosa Pfeffer, Leder

Labdanum, Guaiak, Vetiver, Ambra

Mark Buxton, Fotot von der Esxence


Valery Mihalitsyn:
 

Geza Schöns neues Parfüm könnte seinem fantastischen Kinski die Show stehlen. Die Komposition scheint aus mehreren, leuchtenden Strängen in Grün und Blau gewebt zu sein. Samtiger rosa Pfeffer, der die Komposition eröffnet, wurde meisterlich mit süßen und sauren Zitrusakkorden vermischt, von denen Orange und Limette auch einzeln zu identifizieren sind. Schwarze Johannisbeeren und Johannisbeerblätter tragen zur süßen Klarheit des Duftes bei, aber der Parfümeur wollte sie offensichtlich nicht in den Vordergrund pushen, er verwendete sie lediglich dazu, sein geliebtes Iso Gamma Super zu nuancieren und zu stützen. Dieses Molekül durchdringt alle Phasen der Komposition, bringt seinen metallischen Geruch ein und formt die Duftspur, die mich wie die magische Pfeife des Rattenfängers von Hameln anzieht. Ich folgte dieser Spur eine ganze Nacht lang durch Mailand, die in Duftwellen von der Haut meines Freundes kam.

Für eine perfekte vertikale Struktur endet jeder Strang mit einem Tupfen Ambra. Diese Tupfen flüstern und tänzeln hin und her, klein und kaum wahrnehmbar bis zum Schluss. Manche Parfüms sind dazu gemacht, nur auf Haut getestet zu werden. Das würde ich bei Renegades Geza Schön auch dringend anraten. Die Magie entfaltete sich auf dem Teststreifen nicht; da war nur beständiger rosa Pfeffer mit einigen stillen, fruchtigen Nuancen. Nett, aber das war’s auch schon…

Renegades Geza Schoen scheint unter den drei Renegades der “Anführer” zu sein. Er ist der Initiator des Aufstands, ein rastloser Geist, für immer jung und frei. Er sucht nach Regeln und Grenzen, um sie dann zu brechen und zu überschreiten und damit jedem Mutlosen ins Gesicht zu lachen. Schaut euch einfach nur Gezas Gesicht auf dem Flakon an, sein freches Grinsen und die hochgezogene Augebraue. Der Duft wird euch nie zur Ruhe kommen lassen. Er ist wie ein „überirdischer“, feuriger, blau-grüner Kondensstreifen, der von einem Science Fiction-Superhelden auf der Reise durch den Kosmos hinterlassen wurde.

GEZA SCHOEN
Renegades

Rosa Pfefferöl, rosa Pfeffer Absolue, Johannisbeere, Zitrone, Limette, Bergamotte

Tannenbalsam, Herbstduftblüte Absolue, Wacholder, Hedione, Hedional, Iris Absolue, Mate

Iso E Super, Zeder, Ladanharz, Weihrauch, Eichenmoos, Myrrhe, Bibergeil, Moschusmalve

 

Mark Buxton, Geza Schoen und Bertrand Duchaufour von Renegades
(@sensunique Instagram)

 

Mat Yudov

Mat Yudov is a chemist, perfumer, and musician. Mat is a researcher and specialist in the chemistry of aromatic materials. He graduated from Moscow State University "Lomonosov" in 1999. He writes for the popular perfume blog leopoldray.blogspot.com more...



Sergey Borisov

Serguey Borisov has been known in the Internet world
of perfume under the
nickname moon_fish for more than 10 years. Now he writes about perfumes for GQ.ru and Vogue.ru, and contributes on the
subject for glossy
magazines. more...

Valery Mihalitsyn

Perfume columnist from St.Petersburg, Russia. "Perfumery is my passion from a very early age. I like to explore perfume creation and analize its structure and the idea behide. I write about perfumes in my blog  L'Hedoniste. more...

 



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